2013

7. Januar 2013 | 675 mal gelesen

Alles Gute im neuen Jahr, Gesundheit und natürlich beruflichen Erfolg wünschen wir allen Lesern unseres Blogs.

Das Jahr 2012 ist Geschichte, und blickt man aus fachlicher Perspektive zurück, bleiben wohl 2 große Schlagwörter besonders haften: Niedrigzinsphase und Unisex.

Letzteres ist abgehakt, denn inzwischen gelten in allen Segmenten der Versicherungsbranche einheitliche Prämien für Männer und Frauen. Viel Arbeit war mit der Umstellung verbunden. Vor allem für die Aktuare der Versicherer, die fleißig rechnen mussten. Noch mehr aber für Vermögensberater, denn deren Verpflichtung war es, den Kunden noch die Vorteile der Alttarife zu sichern. Und da solche Vorteile für fast jeden bestanden, war der Beratungsaufwand in den letzten Monaten des Jahres entsprechend groß.

Das andere Schlagwort ist hingegen nicht abgehakt und wird die Branche wohl noch eine ganze Zeit begleiten. Denn weder ist signifikante Inflation in Sicht, die die EZB zur Anhebung der Zinsen nahezu zwingen würde. Noch ist kurz- bis mittelfristig mit einer Sanierung der Staatshaushalte in Europa zu rechnen, Voraussetzung dafür, dass der politische Druck auf die Zinspolitik nachlässt. Kein Grund jedoch, das Jahr 2013 negativ zu sehen: Mit “Pflege-Bahr” tritt noch im Januar ein Gesetz in Kraft, das – ähnlich wie “Unisex” – viele Kunden interessieren wird. Und die niedrigen Zinsen haben auch eine positive Seite: Baugeld bleibt günstig wie nie. Viele Anleger werden wegen der niedrigen Zinsen weiter in Sachwerte investieren (müssen), dazu gehören auch Aktien, was zu weiteren Kurssteigerungen führen könnte. Und wie im Vorjahr bleibt auch das Bausparen attraktiv, um sich für spätere Immobilienvorhaben den niedrigen Zins zu sichern.

Doch unabhängig von allen Einflüssen des Marktes und der Politik – die ohnehin meist nur zu aktionistischer Beratung verleiten – gibt es einen ganz anderen Grund, auch für 2013 zuversichtlich zu sein. Denn wie in jedem Jahr wird es kaum einen Menschen, Kunden oder Haushalt geben, in dem sich nicht irgend etwas verändert, das Beratungsbedarf auslöst: Zum Beispiel die Geburt eines Kindes, der Eintritt ins Berufsleben, das erste Auto, der Auszug zu Hause, Hochzeit, eine Gehaltserhöhung, ein Umzug, der Kauf einer Wohnung, die Erkenntnis, mit der Altersvorsorge beginnen zu müssen, eine Erbschaft …

Tausende solcher Ereignisse und Anlässe gibt es, die zum Leben dazu gehören und den Bedarf nach Beratung durch einen Vermögensberater auslösen. Das Schöne dabei: Alle diese Anlässe sind ganz unabhängig von der Politik. Viel zu tun also, auch im Jahr 2013 !!!