Rückkaufswert

14. November 2012 | 603 mal gelesen

Zu hunderttausenden stürzen sich derzeit deutsche Anleger in Immobilien, die meisten davon auch, um damit für das Alter vorzusorgen. Die Gründe: Der niedrige Zins, der viele andere Anlageformen weniger interessant erscheinen lässt und eine aktuell günstige Fremdfinanzierung der Immobilie ermöglicht.

Doch die Kaufpreise in 1a-Lagen sind inzwischen völlig überzogen. Und so ist das langfristige Szenario am Horizont deutlich absehbar, die Amerikaner, Spanier und Iren können ein Lied davon singen: Bei steigenden Zinsen platzt die Immobilienblase, viele Investoren können bei Prolongation die Darlehen nicht mehr bedienen, die Immobilienpreise verfallen und die Altersversorgung schmilzt dahin.

Arm dran ist dann, wer im Rahmen einer Zwangsversteigerung oder aufgrund von Liquditätsengpässen die Immobilie deutlich unter Wert veräußern muss. Denn bei Immobilien gibt es bei außerplanmäßiger Veräußerung keinen garantierten Rückkaufswert, der zumindest die getätigte Investition absichert. Ein Vorteil der Lebensversicherung, den die meisten bei ihren Altersversorgungsentscheidungen gänzlich vergessen…


Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. harrischultze, 14. November 2012 um 10:20 Uhr

    So habe ich das noch nicht betrachtet,
    ….aber da ist natürlich was dran.

    Gruß
    Harri Schultze
    http://www.harri-schultze.de

  2. Anastasia Schmitt, 14. November 2012 um 13:52 Uhr

    Da ist etwas dran, nur etwas überzogen dargestellt!

    Als Altersvorsorge ist eine eigene Immobilie sehr lukrativ. Es ist ja nicht nur der Wert, den die Immobilie hat und trotz Inflation behält, sondern der Wert wird praktisch durch “Mietzahlungen” (also durch das Abzahlen der Immobilie = Mietzahlungen von Menschen ohne Immobilie) erreicht. Die einen zahlen Miete und haben nichts an Sicherheiten, die Anderen zahlen ihr Haus ab und verfügen zusätzlich über den Wert der Immobilie. Häuser werden i. d. R. etwas an Wert verlieren, aber einen gewissen Wert immer wahren, egal was kommt (außer Zwangsenteignungen durch den Staat vielleicht)!

    Eine Immobilienblase zu prognostizieren halte ich für etwas fiktiv! Uns hier in Deutschland mit den USA oder Spanien zu vergleichen ist nicht in Ordnung. Wie die Blase in den USA entstanden ist, dürfte bekannt sein. Davon sind wir mehr als weit entfernt. In unserem Land muss man Sicherheiten aufweisen um an Fremdkapital zu kommen, was in den USA nicht ganz so aussieht. Wir in Deutschland sind “Sparer”, Menschen in den USA leben auf Kredit.

    Egal, es kommt ganz bestimmt darauf an, was man im Leben möchte. Die eigenen vier Wände und das Bewusstsein, im Alter mietfrei wohnen zu können + Wert der Immobilie, oder doch eine Lebensversicherung, die für viele vielleicht auch leichter finanzierbar ist.

  3. Norbert Strauß, 15. November 2012 um 08:05 Uhr

    Wenn man es richtig betrachtet ist die Situation schon verlockend: Vor gut 16 Jahren hat man für eine Annuität von 100.000 € im Jahr 8350 € bezahlen müssen. Aktuell sind es mindestens nur 3800. Wenn Einkäufer sich nur diese Rate leisten kann fällt in Zukunft auf die Nase. Klug ist es in jedem Fall die eingesparte Belastung in die Tilgung zu investieren. Damit es dir Investor immer vor bösen Überraschungen bei Zinsfestschreibungsende geschützt.