Fahrverbot

24. Oktober 2012 | 429 mal gelesen

Versicherer berechnen die Prämien auf der Grundlage von Risikomerkmalen, die den Schadenverlauf trennscharf beeinflussen.

Das Geschlecht als ein solcher Einflussfaktor darf bekanntlich ab dem 21.12.2012 nicht mehr herangezogen werden.

Bleibt zum Beispiel noch das Alter. Und da ist seit langem bekannt, dass insbesondere die jungen Autofahrer mehr und größere Schäden verursachen als ältere und deshalb höhere Prämien bezahlen.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung kommen zunehmend aber auch ältere Menschen “in die Optik”. Denn auch diese verursachen mit Auto mehr Schäden als Menschen mittleren Lebensalters. Und so muss beispielsweise – je nach Anbieter und Auto – ein 85-Jähriger die 2,5-fache Prämie eines 60-Jährigen bezahlen (siehe Zeitschrift für Versicherungswesen, Heft 19/12, S. 599 ff). Auf 1.900 Euro Jahresprämie für einen VW-Golf bringt es die Beispielrechnung.

Und so kommt die Zeitschrift zum nachvollziehbaren Ergebnis: Der Seniorenzuschlag in der Autoversicherung kann sich schnell als Fahrverbot durch die Hintertür entpuppen.