Demografie

13. Oktober 2012 | 565 mal gelesen

Es ist schon beeindruckend und auf den ersten Blick rundum erfreulich, wie sich die Lebenserwartung in Deutschland entwickelt.

Für neugeborene Mädchen hat die Lebenswerwartung seit dem Jahr 1972 bis zum Jahr 2011 um rund 12 Prozent, die von Jungs um rund 15 Prozent zugenommen. So die neuesten Zahlen des statistischen Bundesamtes (siehe map-fax 40 / 12).

Einer der wichtigsten Gründe dafür ist wohl das Gesundheitswesen in Deutschland, dem nachgesagt wird, das beste weltweit zu sein. Doch damit auch eines der teuersten, und insoweit haben Gesundheit und langes Leben ihren Preis.

Genauso wie die Finanzierung der Zeiten ohne Erwerbstätigkeit (Kindheit, Ausbildung, Ruhestand, Erwerbsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit).

Die Rechnung kann jedoch nicht aufgehen. Denn weder wurde im Vergleichszeitraum die Lebensarbeitszeit im gleichen Maße nach oben angepasst, noch wurden die Leistungen in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung so gekürzt ,wie es die immer weiter auseinander gehende Schere zwischen Lebenserwartung und Erwerbszeit erfordern würde.

Und so bleibt auch hier wieder die Erkenntnis: Ohne private Vorsorge geht nichts – wenn man alt werden und dabei nicht an der Grenze zur Armut leben will.