Beratungsqualität

8. Oktober 2012 | 954 mal gelesen

Erfreulich aber leider selten, dass Wirtschaftszeitungen auch einmal Menschen zu Wort kommen lassen, die sich positiv über die Beratung in der Finanzbranche äußern.

So geschehen in der Financial Times vom 5. Oktober 2012, S. 22 mit dem Abdruck eines Interviews mit dem Starökonomen und Regierungsberater Prof. Inderst.

Daraus einige Zitate:

“Man muss sich das Verhältnis vieler Kunden zu ihrem Berater vorstellen wie das Verhältnis zwischen Patient und Arzt. Das sind über viele Jahre gewachsene Beziehungen, die man nicht leichtfertig zerschlagen sollte.”

“Die Banken ganz allgemein haben in den letzten Jahren viel an Vertrauen und Renommee eingebüßt. Wenn Sie aber eine Umfrage machen würden, ob die Menschen ihrem persönlichen Berater noch vertrauen, dann würde das Ergebnis wohl ganz anders ausfallen.”

“Ich glaube eher, dass die meisten Kunden zurzeit nicht bereit sind, für finanzielle Beratung direkt und kostendeckend zu zahlen – ebenso wenig übrigens wie für die Beratung beim Kauf einer Küche oder eines Autos, zumindest im Massensegment.”

“Erstens sollte der Berater Wissenslücken des Kunden füllen. Zweitens sollte er den Kunden über die größten Fehler aufklären, die man in der Geldanlage machen kann. Und erst dann kommen die üblichen Fragen: Wie viel Geld will der Kunde überhaupt anlegen? Welches Risiko ist er bereit einzugehen? Wie viel Liquidität benötigt er?”

 


Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Norbert Strauß, 9. Oktober 2012 um 08:41 Uhr

    Viel besser kann man das gar nicht ausdrücken.