Preferred Partnerships

29. September 2012 | 599 mal gelesen

Wie vermittelt der eine oder andere unabhängige Berater Investmentfonds? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Financial Times vom 20. August 2012 (S. 18).

Ganz einfach:

Man beschafft sich ein Fondsvergleichsprogramm, erweckt beim Kunden den Eindruck, das gesamte Marktsortiment auf dem Rechner zu haben, positioniert dann im Fondsranking ganz oben die Fonds derjenigen Gesellschaft, die die höchsten Ausgabeaufschläge, die höchsten anteiligen Verwaltungsgebühren und die höchsten “Zuschüsse” ausschütten und verkauft dem Kunden dann deren Fonds.

Kein Wunder, wenn eine solche, sich als unabhängig bezeichnende “Beratung” in den Blick des Gesetzgebers gerät – zum Schaden der gesamten Branche.

Allemal ist es da ehrbarer, sich nicht als unabhängig zu bezeichnen, sondern dem Kunden – so wie ein Vermögensberater – gleich zu Beginn einer Beratung offen zu legen, dass man nur mit ausgewählten Fondsgesellschaften zusammen arbeitet, die ihrerseits im Marktschnitt sehr gut bewertete Produkte führen.