Überforderte Kunden?

19. September 2012 | 622 mal gelesen

Die Universität Hohenheim machte sich die Mühe und untersuchte mit Blick auf Verständlichkeit die Jahresberichte von Fondsgesellschaften und die Produktinformationsblätter von Banken.

Mit vernichtendem Urteil (siehe STERN.de vom 6. September 2012):

“Die Papiere wiesen mitunter den Schwierigkeitsgrad einer Doktorarbeit auf”,

“In einem Fondsbericht fand sich ein Satz mit 120 Wörtern, die Lesbarkeit eines Satzes lässt aber schon ab 20 Wörtern deutlich nach”.

Nichts Neues also: Die Idee der Politik, mit derartigen Druckstücken Verbraucherschutz zu betreiben, ist gescheitert. Im besten Fall, weil die Fachleute der Unternehmen nicht anders schreiben können. Im schlimmsten, weil sie nicht anders wollen.

Bleibt: Um die Produkte, die man kauft, wirklich verstehen zu können, sollte man besser auf die Erläuterungen eines Fachmannes wie einen Vermögensberater setzen. Denn der ist zwingend darauf angewiesen, sich beim Kunden verständlich zu machen.