Marktbereinigung

19. August 2012 | 555 mal gelesen

Jeder dritte freie Finanzvermittler wie Makler oder Verkäufer geschlossener Fonds wird nach Einschätzung des Maklerpools BCA den Anforderungen des § 34f der Gewerbeordnung nicht gewachsen sein und deshalb aufgeben (siehe VersicherungsVertrieb vom 1. August 2012, S. 20).

Was ist damit gemeint?

Offensichtlich, dass heute ein großer Teil dieser freien Vermittler ohne die erforderliche Qualifikation berät. Denn diese muss ab kommendem Jahr in Gestalt einer bestandenen IHK-Prüfung nachgewiesen werden. Nur wer diesen Nachweis erbringt, erhält die Zulassung zur Beratung im Investment- und Anlagegeschäft.

Das Gesetz gilt für alle Berater, bis auf so genannte “Alte Hasen”, die bereits langjährig im Geschäft sind.

Bei allen anderen sind diejenigen gut aufgestellt, in deren Aus- und Weiterbildung das Investment- und Anlagegeschäft schon immer eine bedeutende Rolle gespielt hat und eine Qualifikation insoweit “Formsache” sein wird.


Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Frank Schmidt, 20. August 2012 um 08:40 Uhr

    Hallo,

    ich wünschte wirklich, es würde eine echte Marktbereinigung geben. Aber was passiert? Der freie Vermittler von selbst mündelsicheren Investmentfonds wird mit Kosten und Bürokratie überschüttet. Und im Bereich PE gibt es doch schon längst funktionierende Haftungsdächer. Sorry, ich sehe da keinen Mehrwert auf die Kunden zukommen. Das einzige was da raus kommt, ist eine Beschäftigung der IHK’s und der Steuerberater/Buchprüfer.

    Das ist wie bei der Einführung des §34d. Mal Hand auf’s Herz, hat das dem Verbraucher etwas gebracht? Ich habe das Gefühl, dass man sich das auch hätte sparen können.

    MfG
    FS

  2. Christian Müller, 20. August 2012 um 08:45 Uhr

    Wie wird denn das bei der DVAG gehandhabt? Ich dachte, dass es bereits gewisse Standarts bei der Bertung gibt und die IHK entsprechende Vorkehrungen trifft. Muss ich mir Sorgen machen oder wird zukünftig nur noch eine Bank bei Investmentfonds beraten dürfen?

    Viele Grüße

  3. , 21. August 2012 um 08:38 Uhr

    @ Christian Müller

    Die DVAG bildet schon heute jeden Vermögensberater in den Berufsbildungszentren und Direktionen umfänglich im Investmentgeschäft und in der Geldanlage aus und prüft das Wissen entsprechend ab. Die Vorbereitung auf die ab 2013 gesetzlich vorgeschriebene IHK-Prüfung ist deshalb ohne weiteres gewährleistet. Im Grunde ändert sich gar nichts, lediglich die Tatsache, dass zukünftig die Überprüfung des Investment-Fachwissens vor der IHK erfolgt.

  4. Christian Müller, 22. August 2012 um 08:08 Uhr

    Dann wird doch aber sicher die Beratung indirekt über die Deutsche Bank durchgeführt, da doch hier bereits sämtliche Anforderungen an eine Bank erfüllt werden. Somit ist es ja dann doch eine Bankberatung, da zudem ausschließlich die DWS-Produkte vermittelt werden.

  5. , 26. August 2012 um 12:34 Uhr

    @ Christian Müller

    Weder wird die Beratung über die Deutsche Bank erfolgen noch beschränkt sich das Angebot des Vermögensberaters auf DWS-Fonds.