Disziplin

20. Juli 2012 | 849 mal gelesen

Fast jeder weiß inzwischen, dass die staatliche Rente nicht ausreichen wird, um im Alter auskömmlich zu leben.

Und so häufen die Meisten im Laufe des Lebens eine kleines “Sammelsurium” von Vorsorgeverträgen an, die in der Regel nicht aufeinander abgestimmt sind und oftmals staatliche Vergünstigungen nicht angemessen berücksichtigen.

“Das ist in vielen Fällen besser als nichts, doch die Maßnahmen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie im Ruhestand bestenfalls für Schwarzbrot und Mineralwasser reichen. Wer mehr möchte – daran führt kein Weg vorbei – muss mehr auf die Seite legen, und das beizeiten.”

So die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14. Juli 2012, S. 23.

Das stimmt, und weil die meisten Menschen die Größenordnung, mit der vorgesorgt werden müßte, völlig unterschätzen, ist kompetenter Rat von einem entsprechend ausgebildeten Berater im Grunde dringend erforderlich.

Was hinzu kommt: Obgleich ein Bewußtsein für Vorsorgenotwendigkeit exitsiert, fehlt es viel zu oft an der langfristigen Diszplin, indem Vorsorgeverträge nicht bis zum Ablauf durchgehalten und im schlimmsten Fall frühzeitig für Konsumzwecke aufgelöst werden.

Allein deshalb ist in vielen Fällen nicht – wie von Verbraucherschützern immer wieder gerne kolportiert – die letzte Kommastelle der Rendite oder des Kostensatzes eines Produktes entscheidend. Viel wichtiger ist, dass überhaupt und in der richtigen Größenordnung vorgesorgt und der Vertrag durchgehalten wird.


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Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. harrischultze, 20. Juli 2012 um 12:19 Uhr

    genau so ist es

    Konzeption schlägt Kondition!

    Wichtiger als mit Produktvergleichen die Welt zu verwirren wäre es ohne Unterlass auf die Notwendigkeit der Vorsorge und die Zahlreichen staatlichen Förderungen hinzuweisen.

    Passend zum Thema berichtet heute der Lokalteil der Rheinischen Post für meinen beschaulichen Heimatort Willich: “Altersarmut auf dem Vormarsch”….bis 2030 wird sich die Zahl der Betroffenen verdreifachen!

    Darüber müssen wir als Berater, die Medien und die Verbraucherschützer und Testheftchenschreiber viel mehr sprechen – denn Altersarmut droht nicht bei dem, der ausreichend Spart.

    Bei den Vorsorge-Produkten gibt es dann eine einfache Formel:

    1. ausschließlich Produkte und Produktpartner, die der Aufsicht des Bundesamtes für Finanzdienstleistung unterliegen.

    2. je längerfristig und größer das Sparvorhaben ist (z.B. für die Altersvorsorge), desto wichtiger ist es eine Gesellschaft zu wählen, die Groß und Stabil im Markt steht – schließlich soll da auch in 30, 40 oder 50 Jahren noch ein Ansprechpartner zu finden sein.

    3. Die Produkte sollten natürlich auch gut sein – wobei es dabei sicher nicht auf eine Nuance hinterm Komma ankommt, denn ein “Gut oder Schlecht” ist kaum entscheidend, wenn das “Richtig oder Falsch” dabei keine Rolle spielt.

    Gruß vom Vermögensberater aus Willich
    Harri Schultze
    http://www.harri-schultze.de

  2. Norbert Strauß, 21. Juli 2012 um 08:00 Uhr

    Genau das stimmt! Leider fehlt bei vielen kleinen Verträgen der Überblick. Ein guter Berater zum Thema Altersvorsorge wird das bei einer Beratung exakt prüfen und in Zusammenwirken mit den Ansprüchen aus der gesetzlichen Versorgung die exakte Einnahmen im Alter darstellen – selbstverständlich auch Berücksichtigung von Sozialversicherungsbeiträgen, Steuern und Inflation. Das genau gehört zur Konzeption . Entscheiden muss dann jeder selbst, den er trägt ja auch am Ende die Auswirkungen.