Richtig abgesichert in den Urlaub

19. Juli 2012 | 1.138 mal gelesen

Urlaubszeit ist Einbruchszeit

so die Münchener Abendzeitung vom 14. Juli 2012 (Seite 1).

Deshalb der Rat: Nicht gerade in Facebook posten, wann und wie lange man weg ist oder wie es einem gerade vor Ort beim Gläschen Wein auf der Piazza gut geht. Ggf. den Anrufbantworter ganz ausschalten. Die Nachbarn informieren. Bei einigen Lampen Zeitschalter anbringen. Freunde bitten, ab und an den Briefkasten zu leeren. Und besondere Wertgegenstände ebenso besonders sichern.

Sollte es trotzdem zum Einbruch kommen, ist es zumindest beruhigend, nicht auch noch den Schaden selbst tragen zu müssen. Und dagegen hilft immer noch: Die gute alte Hausratversicherung.


Kommentare für diesen Artikel (7)

  1. Markus Sliwka, 25. Juli 2012 um 08:52 Uhr

    Wobei ich jedem rate, der noch so eine “alte” Hausratversicherung von vor ein paar Jahren im Versicherungsorder abgeheftet hat, sich dringend mit seinem Vermögensberater zwecks Tarif-Aktualisierung in Verbindung zu setzen.

    Alte Verträge haben beispielsweise keine weltweiten Geltungsbereich, beinhalten – wenn überhaupt – nur sehr eingeschränkt den einfachen Fahrraddiebstahl und sehen bei grob fahrlässig verursachten Schäden eine sogenannte Quotierung vor.

    Stichwort “Quotierung”:

    Bei dem von der deutschen Rechtsprechung am häufigsten verwendeten Modell zur Ermittlung des Verschuldens eines Kunden ist das Mittelwertmodell. Bei diesem werden dem Kunden grundsätzlich 50 Prozent Mitschuld unterstellt und er muss sich dann mühsam zu seiner Unschuld “hochbeweisen”.

    Gut zu wissen, dass die AachenMünchener bereits seit vielen Jahren sowohl bei Hausrat – und noch viel wichtiger – bei Wohngebäudeversicherungen auch bei grober Fahrlässigkeit die versicherten Schäden zu 100 Prozent bezahlt. Und das Ganze mit unbegrenzter Versicherungssumme und zu einem erstaunlich günstigen Preis 🙂

  2. Anastasia Schmitt, 7. August 2012 um 16:46 Uhr

    Da würde mich interessieren, welche Definition hinter “grob fahrlässig” steckt.

  3. Markus Sliwka, 8. August 2012 um 12:30 Uhr

    In § 276, Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) steht: “Fahrlässig handelt, wer die . . . erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt”

    Grob Fahrlässig handelt, wer die die erforderliche Sorgfalt im besonderen Maße außer Acht lässt.

    Der Bundesgerichtshof (BGH) hierzu in einer Urteilsbegründung: Wer “unbekümmert und leichtfertig handelt” (BGH VersR 66, S. 745) bzw. “die Sorgfalt außer Acht läßt, die sich aus den nie ganz vermeidbaren Fahrlässigkeitshandlungen des täglichen Lebens als auffallende Sorglosigkeit heraushebt” (BGH VersR 89, S. 830), handelt grob Fahrlässig.

    Was bedeutet das konkret:

    Bei jedem Versicherungsvertrag, bei dem sich das Versicherungsunternehmen auf ein grob Fahrlässiges Handeln des Kunden berufen kann, besteht die Gefahr, dass der Kunde im Schadensfall leer ausgeht.
    Grundsätzlich ist zwar die Versicherung Darlegungs- und Beweislastig, dass sich der Versicherungsnehmer grob Fahrlässig verhalten hat, gelingt ihr jedoch diese Beweisführung, so rutscht der Kunde in die für ihn ungünstige Quotierung.

    Mein Praxistipp für Hausbesitzer:

    Einfach mal direkt bei seinem Versicherungsunternehmen (und bitte nicht beim Vertreter) um eine schriftliche Auskunft bitten, was die Versicherung bezahlt, wenn das Haus durch einen grob Fahrlässig verursachten Schaden komplett zerstört wird.

    Die AachenMünchener schreibt zurück: “Wir übernehmen die versicherten Kosten ohne Anrechnung eines grob fahrlässigen Verhaltens”.
    Viele andere Gesellschaften antworten ungefähr so: “Wir erstatten einen Betrag von 10.000 Euro ohne weitere Prüfung. Darüber hinaus erfolgt eine Kürzung je nach Schwere des grob Fahrlässigen Verhaltens.

    Es sollte also wohl überlegt sein, wo und wie man sein Hab und Gut versichert.

    Weitere und ausführliche Informationen zu den Tarifen der AM-Vers. gibt”s wie immer beim Vermögensberater.

  4. Anastasia Schmitt, 9. August 2012 um 10:09 Uhr

    Hallo Herr Sliwka,

    typisches “Versicherungs-Deutsch” was 🙂

    “Wir übernehmen die versicherten Kosten ohne Anrechnung eines grob fahrlässigen Verhaltens”

    vs.

    “Wir erstatten einen Betrag von 10.000 Euro ohne weitere Prüfung. Darüber hinaus erfolgt eine Kürzung je nach Schwere des grob Fahrlässigen Verhaltens.”

    Aus dem zweiten Statement werde ich zumindest teilweise schlau, denn 10.000 Euro bekomme ich garantiert. Aus dem Statement der AM eher weniger, denn die “versicherten Kosten” werden wohl individuell sein. Aber das ist Erbsenzählerei von mir! Was ich einfach nicht glaube ist, dass die AM die Kosten “einfach so” bezahlt. Keine Versicherung hat Geld zu verschenken, ganz im Gegenteil. Wenn dem tatsächlich doch so ist, muss sich das in den Versicherungsprämien niederschlagen. Soweit kann hoffe ich noch jeder Bürger denken.

  5. Markus Sliwka, 11. August 2012 um 15:55 Uhr

    Wer wissen möchte, wie gut sich die Optimal-Tarife der AachenMünchener im Vergleich zur Konkurrenz schlagen, kann dies hier nachlesen: http://www.focus.de/finanzen/steuern/policen-alle-fuer-eine-eine-fuer-alle_aid_554470.html

    “Der Testsieger glänzt nicht nur mit Leistungen, die über das geforderte Profil weit hinausgehen, sondern bietet im aufwendigen Vergleich zudem die günstigsten Tarife in allen Städten und allen Konstellationen: die AachenMünchener!” (Focus Money 39/2010)

    Weitere Informationen gibt es auch online unter http://www.amv.de.
    Den Versicherungsvertrag aber nur offline und zwar ausschliesslich mit ausführlicher Beratung beim Vermögensberater 🙂

    Übrigens: Bezeichnet sich jemand als Erbsenzähler, so bedeutet dies, dass er ohne Beschäftigung ist. Aus diesem Grund ist er übergenau und geizig und meint, sich um alles kümmern zu müssen. (vgl. Röhrich-LdspR, Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, Bd. 2, S.390, Verlag Herder)

  6. der Berater, 13. August 2012 um 11:31 Uhr

    … und bei einer unabhängigen Beratung zahlt der Kunde innerhalb der vorgegebenen Bedingungen ohne Bündelungs-, Laufzeit-, Familien- oder sonst irgendwelchen Rabatten zwischen 100 und 200 € pro Jahr weniger!

    Der Test zeigt nur das Preisniveau bei Bündelpolicen!!!! Selbstverständlich bekommt man jedes Produkt einzeln günstiger. Aber eben nicht alles von einer Gesellschaft.

  7. Anastasia Schmitt, 13. August 2012 um 13:04 Uhr

    Danke für den Hinweis Herr Sliwka.

    Auch wenn Sie Herrn Röhrich zitieren, ist die Verwendung des Begriffs im Kontext meines Beitrags völlig normal. Ich fasse dies daher als kleine Stichelei ihrerseits auf. Eine völlig normale Reaktion im Forum auf völlig normale Fragen.