Strafzins

11. Juli 2012 | 798 mal gelesen

Einen Strafzins bekommt man üblicherweise, wenn man seine Schulden nicht vereinbarungsgemäß zurück bezahlt.

Das Wort könnte bald eine ganz andere Bedeutung bekommen. Denn erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland droht Anlegern ein Negativzins auf kurzfristige Anlagen, womit das Sparen bestraft würde.

Hintergrund ist die Absicht der EZB, den Zinssatz für Einlagen der Banken auf Null oder sogar darunter abzusenken. Reichen die Banken dies an die Anleger durch, blüht diesen das gleiche Schicksal (siehe DIE WELT vom 29. Juni 2012, S. 15).

Man stelle sich das vor: Der Kunde legt bei seiner Bank 1.000 Euro als Tagesgeld an und bekommt nach einem Jahr nur noch 950 Euro zurück!

Konsequenz: Das Geld so schnell ausgeben wie es geht.

Oder schlau sein. Denn alle unsere Partnergesellschaften von der AachenMünchener über die Deutsche Bank, DWS und Deutsche Bausparkasse Badenia bieten Anlagemöglichkeiten mit “Belohnungszins”. Was also liegt da näher, als ein Gespräch mit einem Vermögensberater.