Richtiger Weg

13. Juni 2012 | 915 mal gelesen

Die Alterung der deutschen Bevölkerung wird unweigerlich zu gewaltigen gesamtwirtschaftlichen Pflegeaufwendungen führen.

Politisch hier heute nichts zu tun, grenzte an Vorsatz. Denn ein Großteil der Pflegeaufwendungen müsste am Ende aus einer umlagefinanzierten Pflegeversicherung oder – über Steuermittel – aus Sozialhilfezahlungen an die Betroffenen finanziert werden.

Beides würde die dann arbeitende Bevölkerung treffen, die ohnehin bereits völlig überfordert sein wird aus Beiträgen in die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung.

Der nun vollzogene Schritt der Einführung einer staatlich bezuschussten privaten Pflegeversicherung ist deshalb im Grunde nichts als richtig und verantwortungsbewusst.

Mängel in der Ausgestaltung sind allenfalls zweitrangig.


Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. harrischultze, 13. Juni 2012 um 09:45 Uhr

    @Herr Dr. Lach,

    ist stimme Ihnen voll und ganz zu.

    Wichtig und richtig ist, dass das Thema private Pflegeabsicherung in das Bewusstsein der Bevölkerung kommt.

    Wer sich die steigende Lebenserwartung in Kombination mit der Pflegewahrscheinlichkeit mit steigendem Alter ansieht, der weiss: “Dies wird eines der wichtigsten Themen in naher Zukunft in unseren Sozialsystemen werden”.

    Wie und ob eine Förderung gut oder noch suboptimal aufgestellt ist, ist dabei erst einmal zweitrangig. Hauptsache das Thema kommt ins Vorsorgebewusstsein.

    Gruß vom Vermögensberater aus Willich
    Harri Schultze
    http://www.harri-schultze.de

  2. Marcel H. Costin, 15. Juni 2012 um 21:27 Uhr

    Absolut richtig die Notwendigkeit mit einer staatlichen Bezuschußung zu verdeutlichen. Genau so wichtig wie die Einführung der Riesterförderung seinerzeit.

    UND ich bin schon gespannt wer nun wieder, welche Argumente aufführen wird die mal wieder zu einer Meinungsspaltung in der Bevölkerung führen sollen, ob geförderte Pflegeabsicherung denn überhaupt sinnvoll ist oder nicht – wie bei Riester der Fall. Genau deswegen ist die Ausgestaltung anfangs von sekundärer Priorität und wird im Laufe der Zeit nachgebessert. Hauptsache es geht 2013 los, die Medien berichten darüber und es ist Gesprächsthema… .

    Fakt ist, wir sprechen als eine der ersten Berater seit geraumer Zeit intensiv über die Notwendigkeit der Pflege und nicht erst seit demnächst. Gehört zu jeder Vermögensplanung standartmäßig dazu. Eben Allfinanz, statt Einzelbranchenfinanz.

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    Nicht weit sind die Themen: Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht, aber auch Nachlassregelung und Bankvollmacht. Am besten gleich nach Abschluß einer Pflegeversicherung diese Punkte gleich mit angehen. “Du weißt nie wann Du es brauchst, aber wenn Du es brauchst, musst Du es geregelt haben!”

    Bei näheren Fragen dazu stehen wir Vermögensberater gerne mit Rat und Tat zur Seite.

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    Mit besten Grüßen,
    Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –
    Metropolregion Köln/Düsseldorf/Aachen
    0177/7616059