Riester-Rendite

7. Juni 2012 | 736 mal gelesen

Immer wieder wird kritisiert, dass Riester-Renten nicht genügend Rendite abwerfen und deshalb nichts taugen.

Bereits bekannt ist: Dabei wird fast immer der Renditeeffekt aus Zulagen ausgeklammert, was falsch ist. Denn ohne Riester-Vertrag gibt es keine Zulage. Also muss diese hinzugerechnet werden, was nachweislich zu Renditen von durchschnittlich rund 7 Prozent führt. In der heutigen Zeit: unschlagbar!

Ein anderer Aspekt: Ja, es ist richtig, dass bei Riester-Verträgen die Verwaltungskosten in den meisten Fällen mehr Rendite “fressen” als bei anderen Vertragsformen. Doch das hat nichts damit zu tun, dass sich die Versicherer an staatlich geförderten Produkten zu Lasten der Kunden und des Steuerzahlers “bereichern”.

Die Erklärung ist ganz einfach:

Erstens ist bei Riester-Verträgen der Verwaltungsaufwand aufgrund der notwendigen Zulagenverwaltung um ein vielfaches höher.

Und zweitens sind die meisten Riester-Verträge Kleinstverträge, oftmals nur mit einstelligen Monatsbeiträgen, was dazu führt, dass insbesondere für fixe Verwaltungskosten relativ mehr Prämienanteile verwendet werden müssen.

Und so zeigt sich wieder einmal: Die Riester-Rente ist um vieles besser als ihr Ruf.