Umdenken

16. Mai 2012 | 924 mal gelesen

Wer Geld anlegt, will dafür etwas haben – Zinsen, Dividenden, Kursgewinne oder andere Formen von Rendite.

Der Normalfall, sollte man meinen.

Und dennoch stellt sich die Frage, ob diese Ausgangsbasis einer jeden Geldanlage heute überhaupt noch stimmt. Denn wie lässt es sich erklären, dass Millionen von Anlegern in ganz großem Stil deutsche Staatsanleihen zeichnen, deren Rendite nahe bei null Prozent liegt?

Die Erklärung ist einfach: Die Sorge um den Verlust des Kapitals ist so groß, dass Renditeerwägungen quasi keine Rolle mehr spielen, stattdessen das Kapital dort angelegt wird, wo ein nomineller Kapitalerhalt gewährleistet ist. Und das trifft aktuell auf deutsche Staatsanleihen zu.

Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass bei gut zwei Prozent Inflationsrate auch bei nomineller Erhaltung des Kapitals dieses real kleiner wird. Ein gänzlicher Verzicht auf Rendite und Risiko ist damit nicht der richtige Weg, denn zumindest eine Rendite in Höhe der Inflationsrate sollte auch in unsicheren Zeiten das Minimalziel sein. Und mit 1,75 Prozent Garantiezins sowie 4 Prozent Überschussbeteiligung ist vor diesem Hintergrund die gute alte Lebens- und Rentenversicherung für mittel- und langfristig orientierte Anleger im Grunde unschlagbar.


Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Wolfgang, 17. Mai 2012 um 18:40 Uhr

    Das ist schon ein heisses Eisen, Anleihen mit langfristigen Verträgen zu vergleichen. Hier hier wird mit Bruttozins geworben. Der Focus, und das kann man durch fast allen Blogs, wenn es um Zins oder Sparen geht, richtet sic himemr auf Versicherungen aus. Allfinanz steht meiner Meinung nach in solchen Themen wenn überhaupt ganz hinten an. Schreiben Sie doch, dass die Deutsche Bank oder die Santander Bank sehr lukrative Angebote in solchen Fällen hat. Stellen Sie doch mal einen Vergleich ein in diesen Blog: 1 Jahr oder auch 2 Jahre Laufzeit. Staatsanleihen gegenüber Lebens- Rentenversicherung. Es wäre gut an der Zeit, was denn nun von den 1,75 % sowie 4% Überschussbeteiligung beim Sparer ankommt, wenn er eine einmalige Summe für 2 Jahre anlegen will. Jedes Produkt hat seine Daseinsberechtigung. Bitte dann aber auch Vergleiche heranziehen, die ebenbürtig sind. Ich beteilige mich gern bei Vergleichen wenn es Sinn ergibt. Zum Beispiel: 25 Jahre Sparzeit, mtl. 100,00 €, Rendite 6%, Dynamik 3,5%. Gerne lese ich hierzu konstruktive Beiträge und Vergleiche.