Kaufkraft

13. Mai 2012 | 442 mal gelesen

Es tut sich etwas, in der Reallohnentwicklung in Deutschland.

Lagen wir in den letzten 10 Jahren in Europa mit am Ende der Lohnsteigerungen, verändert sich das Bild zunehmend:

Vor allem in den PIIGS-Staaten sinken fast durchweg erstmals seit Jahren im Zuge der Konsolidierungs- und Sparbemühungen die realen Löhne, während sie in Deutschland bei Tarifabschlüssen von 5 und mehr Prozent und einer Inflationsrate von unter 3 Prozent spürbar anziehen.

Tendenziell wird sich dadurch die Wirtschaftskraft in Deutschland wegen steigender Lohnkosten geringfügig abschwächen. Im Gegenzug haben die anderen europäischen Länder die Chance, den Rückstand auf Deutschland zu verringern, was mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit im Euroraum begrüßenswert ist.

Ebenso wichtig: Die Reallohnsteigerungen führen dazu, dass die privaten Haushalte in Deutschland wieder mehr Geld haben. Insoweit erfreulich, als vielen private Vorsorge in  den letzten Jahren allein deshalb kaum möglich war, weil das Einkommen dafür schlichtweg nicht ausreichte.