Irrwege

24. April 2012 | 393 mal gelesen

Es ist richtig: Das seit Jahren anhaltende, von der EZB künstlich geschaffene Niedrigzinsniveau wirkt sich unmittelbar auf die Lebensversicherung aus, die ihre Kapitalanlagen fast ausschließlich in risikoarmen festverzinslichen Wertpapieren hält.

Und so gibt es schon die ersten, die den Vorschlag machen, in der konventionellen Lebensversicherung den Garantiezins von aktuell gerade einmal 1,75 Prozent einfach abzuschaffen, um so die Versicherer zu entlasten.

Welch Irrweg: Denn es ist ja gerade der Vorteil der konventionellen Lebens- und Rentenversicherung, dass der Kunde im Alter mit einer garantierten Ablaufleistung bzw. lebenslang garantierten Rente kalkulieren kann, und zwar risikolos. Würde der Garantiezins abgeschafft werden, gibt es einen Unterschied weniger zwischen reinen Risikoversicherungen in Verbindung mit Banksparplänen. Freuen würden sich also sicherlich die Banken.

Dazu Michael Westkamp, Vorsitzender der Vorstände unseres Premiumpartners AachenMünchener Versicherungen (siehe Versicherungswirtschaft vom 15.04.2012):

“Wir müssen uns auf unsere Wurzeln rückbesinnen. Lebenslange Garantien sind das Monopol der Versicherer, das hat keine andere Branche. Wer die Axt an die Garantien legt, legt die Axt an den Stamm, auf dem sich die Lebensversicherung befindet.”

 


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