Früh starten

13. März 2012 | 836 mal gelesen

Viel zu oft dreht sich die Diskussion um private Altersversorgung um Themen wie den richtigen Anbieter, das richtige Produkt, den richtigen Tarif, die Höhe der Kosten oder um die letzte “Hinter-Kommastelle” der Rendite.

All das ist wichtig, zweifelsohne.

Was aber sind die beiden Hauptgründe, warum Menschen beim Eintritt in den Ruhestand nicht über die notwendigen Mittel verfügen?

Entweder haben sie zu spät mit privater Vorsorge begonnen.

Oder sie haben abgeschlossene Verträge nicht bis zum Ablauf durchgehalten – sprich: Das aufgebaute Vorsorgekapital schon weit früher für andere Zwecke verbraucht.

Bleibt als wichtigste Aufgabe eines kompetenten Beraters: Die Menschen in möglichst jungen Jahren zum Abschluss von Altersvorsorgeverträgen zu motivieren. Und im Laufe der Zeit durch kompetenten Rat dabei mitzuhelfen, dass bestehende Verträge auch bei finanziellen Engpässen bis zum Ende durchgehalten werden können.

Gelingt beides, werden tatsächlich alle anderen Argumente fast nebensächlich …


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Kommentare für diesen Artikel (8)

  1. realstory, 13. März 2012 um 23:05 Uhr

    “Früher an später denken” und damit ist alles gesagt.
    Während meiner aktiven VB-Tätigkeit habe ich in den Kindergärten meiner Region viele Elternabende mit einer Präsentation begleitet.
    Motto: ” Kinder zum Millionär ” Der Faktor Zeit ist ganz entscheidend. Wann beginnen Sie, den Zinseszinseffekt für sich arbeiten zu lassen???
    Es entstanden daraus viele neue Kontakte und persönliche Bindungen, welche auch heute noch Bestand haben.
    Das heißt, dass viele Eltern wissen, dass wenn sie nichts für ihre Kinder tun, es auch kein Anderer macht. Die Bereitschaft zum Handeln ist grundsätzlich da, nur erklären wie´s funktioniert muss jemand.

    Das mit dem Durchhalten und den Vertrag bis zum Ende zu bedienen, kann man nicht zwangsweise verallgemeinern.
    Es mag wohl unvernünftige und undisziplinierte Mitmenschen geben, allerdings spielen auch andere Einflüsse eine entscheidende Rolle.
    Zunehmend sind Arbeitslosigkeit, geringfügige Beschäftigung, Zeitarbeit oder aber aber auch Krankheit und Berufsunfähigkeit an der Tagesordnung.
    Dann wird es meist schwer, dem uneingeschränkten Willen zur Altersvorsorge auch Taten folgen zu lassen.

    Nebenbei bemerkt, so neu ist diese Thematik gar nicht. Bereits vor vielen Jahren haben Sie und ich, bei einer Veranstaltung der damaligen
    Region Ost II in Jena (am Stehtisch bei Kaffee und Kuchen) darüber phiolosophiert.

  2. Anastasia Schmitt, 14. März 2012 um 15:55 Uhr

    Motto: ”Kinder zum Millionär”

    Der Begriff “Millionär” wird anscheinend jedem VB der DVAG eingebläut. Das würde mich interessieren, wie ein Kind durch eine Altersvorsorge der DVAG zum Millionär wird! Millionär mit 85 bei einer Rendite von durchschnittlich 10%.

  3. Frank Büch, 15. März 2012 um 15:34 Uhr

    Hach ja, mal wieder ein konstruktiver Kommentar 🙂
    Achtung Ironie: Wir VB´s sind ja solche Lemminge ohne eigenen Willen und eigene Gedanken ja, ja… Ironie Ende 🙂

    Ich kann Sie beruhigen Frau Schmitt, der Begriff Millionär wurde mir nicht bei der DVAG eingebläut, somit ist schon mal einer von ca. 37.000 VB raus! Also anscheinend doch nicht “jedem VB”! 🙂

    Falls es Sie tatsächlich interessiert:
    1. 55,- bei 65 Jahren Beitragszahlung und 8%
    2. 130,- bei 65 Jahren Beitragszahlung und 6% (beides ohne Dynamik!)
    einfache Zinseszinsrechnung…

    Freundliche Grüße

  4. realstory, 15. März 2012 um 21:08 Uhr

    Vielen Dank lieber Frank.

    Sie haben das sehr schön erklärt. Ernsthaft.

    Anastasia, Sie glauben nicht, wieviele Oma´s und Opa´s, Mama´s und Papa´s es gibt, die vernuftbegabt denken. Das ist einfach so.

    Stellen wir uns vor, dass heute ein neuer Erdenbürger zur Welt kommt.
    Regulärerweise gibt es dann einen Vater und eine Mutter. Eine Oma und einen Opa mütterlicherseits ( die Eltern der frisch gebackenen Mama ).
    Hinzu kommen Oma und Opa väterlicherseits ( die Eltern des frisch
    gebackenen Papa ).
    Nehmen wir das Beispiel von Frank mit 130,- mtl. Aufwendung ab dem Folgemonat der Geburt. Es gibt kein Gesetz, welches es verbietet, diese Aufwendung gerecht zu teilen. Ich gehe davon aus, dass Sie im Besitz eines funktionsfähigen Taschenrechners sind. Sollten diese aufgerundeten 22,- €
    pro Monat und Nase nicht möglich sein, nehmen Sie einfach einen Betrag, der zu Ihnen passt.

    Das blöde an der ganzen Geschichte ist nun aber, dass wir im Jahr 2012 leben und deshalb die Million auf die Kaufkraft von heute übertragen.
    Wir reden aber darüber, welche Kapitalsumme in 65 Jahren zur Verfügung steht. Sie dürfen davon ausgehen, dass dieser Wert erheblich von der Kaufkraft in 65 Jahren abweichen wird.

    Der Volksmund sagt: ” Alle zehn bis zwölf Jahre halbiert sich die Kaufkraft. ”
    Gehen Sie getrost davon aus, dass diese sich drittelt.

    Die Frage, die dann im Raum steht, wäre:
    Wer von Beiden hat mehr?

    Derjenige, der nie etwas zurückglegt hat, oder vielleicht derjenige, der es wenigstens versucht hat, Kapital anzusammeln???

    Finanzmathematik und Zinseszinsrechnung ist was ganz tolles.

    Bis bald.

  5. Daniel Koplin, 16. März 2012 um 08:09 Uhr

    Hallo zusammen!

    Vielleicht ist “Millionär” zu sein für viele ja auch mit dem mathematisch nicht ganz korrekten Gefühl verbunden, sich über finanzielle Belange keine Sorgen mehr machen zu müssen.

    Und jemanden in diese Lage versetzen zu wollen ist doch schon mal kein ganz schlechter Beratungsansatz, oder?!

    Danke

  6. Christina Sommerfeld, 16. März 2012 um 09:40 Uhr

    “1. 55,- bei 65 Jahren Beitragszahlung und 8%
    2. 130,- bei 65 Jahren Beitragszahlung und 6%”

    Das ist ja wieder so eine realitätsnahe Versinsung.

    .

  7. Anastasia Schmitt, 16. März 2012 um 14:37 Uhr

    @ Frank Büch

    Hach ja, mal wieder ein konstruktiver Kommentar 🙂
    Zinseszinsrechnung ist mir ein Begriff. Deshalb war mein Beispiel ja nicht aus der Luft gegriffen wie sie ja schon selbst erkannt haben!

    @ realstory

    Für Sie gerne noch einmal. Finanzmathematik ist mir vertraut, auch wirtschaftliche Zusammenhänge verstehe ich.

    Lesen Sie ihr Geschriebenes eigentlich selbst noch einmal durch, bevor Sie dieses der Öffentlichkeit offenbaren?

    Es ist mir bewusst, dass man es mit sparen zum Millionär bringen kann, nur bringt einem die Millionen im sterbealter nichts mehr. Hinzu kommt der von Ihnen angesprochene Kaufkraftverlust, man könnte auch Inflation sagen. Und ihre Rechnung mit Opa´s, Oma´s und Co. ist wunderbar! Mehr kommentiere ich hierzu nicht, denn es würde zu ausführlich werden.

  8. realstory, 20. März 2012 um 19:45 Uhr

    Vielen Dank für den Zuspruch und auch die nachdenklich stimmenden Ideen.

    Nehmen Sie sich ein Lebensalter X und eine Kaufkraft Y(zu diesem Zeitpunkt)
    und sie kommen ganz logisch auf eine Kapitaldecke von Z. Wie Sie diese Aufgabe lösen, liegt bei ihnen.

    Sie werden mir zustimmen müssen, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt.

    Entweder haben Sie sehr viel Zeit und können dadurch den monatlichen Aufwand gering gestalten, oder aber das Gegenteil ist der Fall.