… And the winner is …

5. März 2012 | 771 mal gelesen

… immer noch das Sparbuch.

So eine aktuelle Umfrage (siehe DIE WELT vom 1. März 2012, S. 13), bei der 63 Prozent der Befragten angaben, mit dem Sparbuch Vermögen zu bilden (…wobei der Begriff Vermögensbildung nicht passend ist, denn die erzielbaren Zinsen liegen unterhalb der Teuerungsrate).

Auf Platz 2 die private Lebens- und Rentenversicherung, die – zumindest bei unserem Premiumpartner AachenMünchener Leben – mit 4,2 Prozent deklarierter Überschussbeteiligung im Vergleich zum Sparbuch weit mehr als das doppelte an Rendite bringt – und davon die Hälfte sogar noch steuerfrei.

Interessant auch ein anderes Umfrageergebnis: Nur ein Drittel der Befragten geht von sich aus aktiv auf den Berater zu, wenn es um Anlage- und Vorsorgefragen geht. Bedeutet nichts anderes: In den meisten Fällen ergreift der Berater die Initiative. Dies wiederum belegt die These, dass in Deutschland ohne Berater dringend benötigte private Vorsorge in noch viel mehr Fällen als schon heute schlichtweg nicht stattfinden würde.


Kommentare für diesen Artikel (9)

  1. realstory, 5. März 2012 um 22:41 Uhr

    Herzlichen Glückwusch an die AM LV AG.
    4,2 Prozent deklarierte Überschussbeteiligung ist sehr beachtlich.
    Sollte allerdings die AM ihre Versprechungen an die Versichertengemeinschaft, beispielsweise die bedingungsgemäße Leistungspflicht im BU- Fall, ernst nehmen, müsste man diese Prozentzahl korrigieren.
    Stellen Sie sich bitte vor, dass Sie Vermögensberaterin oder Vermögensberater sind und Ihre BU- Absicherung logischerweise bei der AM LV AG angesiedelt ist. Wäre es dann makaber, wenn Sie im nachgewiesenen BU-Leistungsfall im Regen stehen gelassen werden.
    Traurig, aber wahr.
    Leider können Sie weder vom Vorstand der AM, noch vom Vorstand der Generali Deutschland Holding AG Ünterstützung erwarten.
    Mit solch einer Methodik schafft es die AM im Jahr 2012 auf mindestens
    5 Prozent deklarierter Überschussbeteiligung.
    Ich wünsche der AM viele Neukunden in 2012.

  2. , 6. März 2012 um 07:26 Uhr

    @ realstory

    Die AM Leben gehört seit vielen Jahren zu den 5-Sterne-BU-Versicherern. Ihre Sorge ist insoweit unbegründet. Außerdem ist die BU ein eigenständiger Abrechnungsverband. Dort erzielte Überschüsse gehen nicht in die RfB der Lebensversicherung ein.

  3. realstory, 6. März 2012 um 22:04 Uhr

    Vielen Dank für die zügige Antwort.
    Wenn Sie selbst von den Direktionsbeauftragten der AM Leben geschult und trainiert werden, haben Sie auch keine Zweifel, dass die AM ein finanzstarker Partner im 5-Sterne-Bereich ist.
    Erst nach mehrjähriger Tätigkeit als VB musste ich erfahren, dass die Begrifflichkeit ” Wunschpolice ” eine völlig neue Bedeutung hat.
    Die AM Leben darf sich wünschen, wann sie leistet und wann nicht.
    Ich versuchte mehrfach dieses Fehlverhalten der AM an Prof. Dr. jur. Reinfried Pohl zu kommunizieren.
    Leider wurde meine Korrespondenz ausgefiltert und er bekam sie nie zu lesen.
    Traurig, aber wahr.

    Meine Sorge ist in soweit begründet, weil der Sinn einer LV mit BUVZ klar geregelt ist. Die existenziellen Risiken bei Verlust der Arbeitskraft sollen abgesichert sein. Bei allem Respekt, wenn es um die Existenz meiner Familie (inklusive 2 Kleinkinder) geht, hört bei mir der Spass auf.
    Die AM sagt: ” Mit Geld spielt man nicht ! ”
    Macht sie aber offensichtlich doch, weil sie in meinem (vermutlich sehr speziellen) Fall, immense Kosten produziert, welche vermeidbar gewesen wären.
    Dass das Thema RfB in der RechVersV abgearbeitet wird, ist uns allen doch völlig klar. Auch diese Verordnung ist legitim zu dehnen, wie ein Kaugummi.

  4. realstory, 8. März 2012 um 21:04 Uhr

    Eine überaus spannende Frage ist:
    Woher wusste die AM Leben bereits am 09. Dezember 2010, dass die Überschussbeteiligung für 2011 genau bei 4,20 Prozent liegt ???
    Es wurde sogar noch ein Schlussüberschuss von 0,6 Prozent in Aussicht gestellt.
    Meiner Meinung nach gibt es nur eine hellseherische Möglichkeit.
    Die AM Leben muss im laufenden Geschäftsjahr die beweglichen Ausgaben so gestalten, dass die Rechnung am Ende noch stimmig bleibt.
    Leider auch zu Lasten des einen oder anderen Versicherungsnehmers.
    Ob die AM Leben ein ” winner ” ist oder als solcher bezeichnet werden darf ist somit sehr, sehr fragwürdig.

    Das Sparbuch mag sehr wohl altmodisch sein und die Verzinsung lässt Wünsche offen.
    Allerdings kann das Sparbuch nicht geschlossen werden, wie zuletzt beim SEB Immoinvest, der in vielen Policen eingebunden ist.

  5. , 8. März 2012 um 22:52 Uhr

    @ realstory

    Bitte informieren Sie sich über Wesen und Funktion der RfB, dann verstehen Sie, warum ein Lebensversicherer ex ante Überschussbeteiligungen deklarieren kann.

  6. Joachim Trapp, 9. März 2012 um 14:27 Uhr

    @ realstory

    So richtig brancheninvolviert scheinen Sie nicht zu sein, sonst wüßten Sie es und würden auch alle Hintergründe kennen.

    Und wenn doch branchentätig, dann wäre es in der Tat schlimm wenn Sie es nicht genau wüßten.

    Outen Sie sich doch einmal, denn so anonym kann man niemandem helfen.

    Viele Grüße
    Joachim Trapp

  7. realstory, 9. März 2012 um 21:37 Uhr

    Das Wissen über Wesen und Funktion der RfB findet leider nur dann seine Daseinsberechtigung, wenn der Versicherer sich daran hält und ehrlich mit offenen Karten spielt.

    Wie wir alle mitbekommen haben, hat die neue Direktion in Aachen über
    100 Mio Euro verschlungen. Schaut man sich die Geschäftszahlen an, muss man sich fragen, wer diese Summe beglichen hat.

    Rein zufälligerweise entstand mein Leistungsanspruch, gegenüber der AM Leben, genau in dem Jahr, als das besagte Gebäude (oder die Liegenschaft) übergeben wurde.
    Das ist Wahnwitz hochX.
    Die AM lässt ein neues Direktionsgebäude bauen, gibt 4,2 Prozent Überschussbeteiligung, feiert Feste und fördert ihren Fußballverein-
    um nur einige Aktivitäten zu nennen.
    Im Gegenzug sieht sich die AM Leben außer Stande, einen berechtigten und mehrfach nachgewiesenen Leistungsfall anzuerkennen und stiehlt sich mit Spielchen aus der Verantwortung.
    Es gibt nur eine einzige Erklärung: In dem Fall geht es um sehr, sehr viel Geld.

    RfB hin oder her, das ist völlig gleich. Diese sagenumwobenen 4,2 Prozent werden letztlich durch die Versichertengemeinschaft finanziert,
    durch den Beitragszahler allgemein, der jeden Monat brav seinen Beitrag entrichtet, aber auch durch die Versicherungsnehmer, welche heute noch auf ihre versprochenen Leistungen warten oder zukünftig warten werden müssen.

  8. realstory, 12. März 2012 um 21:33 Uhr

    @ Joachim Trapp

    Hallo Joachim,

    Sie befinden sich im Recht. Seit meiner Berufsunfähigkeit, welche
    im Jahr 2008 entstand, stehe ich mit Sicherheit nicht mehr auf dem aktuellsten VB-Ausbildungsstand.

    Allerdings liegen mir mehr hochgradige Hintergrundinformationen zum Verhalten der AM vor, als den meisten Vorstandsmitgliedern recht sein dürfte.
    Ich habe die Vorstände der AM, der Generali Deutschland Holding AG und der DVAG involviert.
    Aus einem ganz bestimmten Grund.

    Ich würde mir wünschen, dass es sich bei mir nur um einen Einzelfall
    (bei dem die AM einem Ex-VB der DVAG den nachgewiesenen Leistungsfall verweigert) handelt.

    Ich will Sie nicht mit Details langweilen.
    Lediglich die heldenhafte Feierstunde und der zeitweise übermütige Lobgesang der AM stoßen mir sauer auf.

  9. realstory, 20. März 2012 um 21:25 Uhr

    In den neuesten Blog-Beiträgen wird mal wieder über die Heldentaten der AachenMünchener Lebensversicherung AG berichtet.

    Es wäre schön, wenn man auch die Kehrseite der Medaille betrachten würde.

    Allein in 2011 waren 81 Fälle gegen die AM gerichtsanhängig.
    Auf Platz zwei folgt die Allianz mit 49 Fällen und auf Platz drei liegt die Aspecta mit 47 Gerichtsverfahren.

    Das klingt ehrlich gesagt, im Vergleich zum Bestand, relativ wenig.
    Allerdings sollte man dabei nie vergessen, dass hinter jedem Vertrag und hinter jedem aussichtsreichen Gerichtsverfahren auch ein oder mehrere Schicksale stehen.

    RfB und Zinseszinsrechnung geraten genau dann in Konflikt, wenn sie unverhältnismäßig aufeinander treffen.

    Eine ursprüngliche Forderung eines berechtigten Versicherungsnehmers mutiert somit exorbitant zur vertraglich vereinbarten Leistung.
    Beispielsweise war die Forderung eines VN fünfstellig, aber durch die Verzögerungstaktik der AM (ohne Aussicht auf Erfolg) summierte sich diese auf sechsstellig.

    Sie dürfen getrost davon ausgehen, dass die AM weder Kosten noch Mühen scheuen wird, diesen nachgewiesenen Leistungsfall anzuerkennen.

    Das Nachteilige daran ist, dass es jemand, gegenüber der Versicherten-gemeinschaft, rechtfertigen muss.