Beratungsnotstand

2. März 2012 | 624 mal gelesen

Die Diskussion um die Honorarberatung ebbt nicht ab.

Man fragt sich inzwischen: Warum übt diese Beratungsform eigentlich – mit Ausnahme der Verbraucherzentralen – niemand aus, wenn sie doch angeblich so wichtig und unerlässlich ist? Ganz einfach: Weil es keine Nachfrage gibt.

Eine neue Umfrage zeigt, dass sich trotz der Diskussion in den Medien im Urteil der Verbraucher zu diesem Thema gar nichts ändert (siehe Zeitschrift Cash Online).

Gerade mal ein Fünftel der Bürger kann sich überhaupt vorstellen, sich gegen Honorar beraten zu lassen. Viel wichtiger aber noch: Ein Drittel derjenigen, die sich das vorstellen können, wäre zu einem Honorar in Höhe von maximal 50 Euro bereit. Da tun einem die Honorarberater schon jetzt leid.

Eine weitere Erkenntnis der Umfrage: Je niedriger das Einkommen, desto weniger Bereitschaft zur Honorarzahlung besteht. Eine naheliegende Erkenntnis. Und dennoch belegt sie: Gäbe es nur die Honorarberatung, wären weite Teile der Bevölkerung nicht in der Lage, sich Beratung noch leisten zu können. Mit entsprechender Unterversorgung in allen Vorsorge- und Absicherungsfragen.

 


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