Allfinanz adé …?

20. Februar 2012 | 735 mal gelesen

Allseits bekannt ist die mit dem Verkauf der Dresdner Bank offenbarte Abkehr der Allianz von der Allfinanzidee.

Nun zieht auch die Schweizer Zurich Financial Services einen Schlussstrich: Noch in diesem Jahr will man den Namen ändern auf Zurich Insurance Group und damit wieder die klare Ausrichtung auf das Versicherungsgeschäft betonen. Geändert wurde dies im Jahre 1998, als die “Zürich” mit der britischen BAT-Finanzgruppe zum Allfinanzkonzern fusionierte (siehe Cash Schweiz vom 15.2.2012).

Damit zeigt sich eines erneut ganz deutlich: Die Verwirklichung der Allfinanzidee ist nur schwerlich möglich, mit dem Versuch, alles aus einer Hand, einem Konzern anzubieten, indem Bank und Versicherung zu einem Allfinanzkonzern fusionieren.

Vielmehr kommt es entscheidend darauf an, die Allfinanzidee im Kopf des Beraters zu realisieren, vor allem durch entsprechende Ausbildung, durch Training und durch eine branchenneutrale Beratungskonzeption. Getreu unserem Firmenmotto: “Alles aus einem Kopf“.

Manchmal ist eben für die richtige Herangehensweise alles eine Frage des Blickwinkels: Alles aus einer Hand oder alles aus einem Kopf?


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Kommentare für diesen Artikel (4)

  1. Norbert Strauß, 21. Februar 2012 um 07:33 Uhr

    …und nicht nur der Blickwinkel ist wichtig, sondern in dem Kopf sollte auch mehr “drinne” sein damit alles aus einem Kopf zu einem echten Vorteil für die Zielerrichung es Kunden führt.

  2. stefandeppisch, 25. Februar 2012 um 14:14 Uhr

    dazu fällt mir ein: “Schuster bleib …..”

    Von einer Versicherung erwartet der Kunde Versicherungsprodukte, von einer Bank, Produkte von dieser usw. Ein Vermögensberater ist natürlich nicht der “Wunderheiler” – hat allerdings doch durch die branchenneutralität alles was sich der Kunde wünscht!

    Entscheidend hierbei ist die ausschließliche Ausrichtung der Vermögensplanung auf die Wünsche und Ziele!

    Die Frage ist immer: Welche Interessen verfolgt ein Berater (auch ein Vermögensberater) – geht es um die des Kunden oder um die eigenen? Hier trennt sich mittelfristig die Spreu vom Weizen – Gott sei Dank! Meine Erfahrung der letzten 10 Jahre zeigt eines ganz deutlich: steht der Kunde nicht im Mittelpunkt und ist die Planung nicht auf seine Ziele und Bedürfnisse ausgerichtet, wird er schon sehr bald einen neuen Ansprechpartner haben!

    Viele Gesellschaften sind auf diesen Zug aufgesprungen (ohne hier einzelne zu nennen) – Ergebnis: durchwachsen – für viele Berater ist es eher lästig sehr viel Zeit mit dem Kunden zu investieren um die tatsächlichen Ziele zu erarbeiten, vorschnell weicht man von der eigentlichen Grundlage ab und versucht dann doch wieder (falls man welche hat) seine Verkaufsvorgaben zu erfüllen.

    Fazit: Danke an die DVAG sowie meine persönliche Ausbilderin das Sie mich schon damals zur richtigen Gesellschaft geholt hat – Ziele und Wünsche stehen hier schon immer im Vordergrund – umdenken ist deshalb nicht nötig!

    Ein schönes Wochenende allen Bloggern aus dem sonnigen Unterfranken!

  3. Jack Hofmann, 10. März 2012 um 07:40 Uhr

    Das DVAG Firmenmotto “Alles aus einem Kopf” hat auch Nachteile.

    Ich bin Kunde bei der Deutschen Vermögensberatung. Im letzten Sommer hatte ich eine günstige Gelegenheit eine Immobilie als Anlageobjekt zu erwerben.

    Als ich mir von meinem DVAG Berater eine Finanzierung berechnen lassen wollte habe ich die Information erhalten, daß dieser sich in Urlaub befindet und erst in 2 1/2 Wochen wieder im Hause war.
    Daraufhin habe ich nach einem anderen Berater gefragt. Ich bekam die Antwort, daß ausschließlich mein Vermögensberater für mich zuständig sei und ich bitte nach seinem Urlaub nochmals anrufen sollte.
    Auf Nachfrage wurde dies damit begründet, daß jeder Vermögensberater seinen persönlichen Kundenkreis hat, der auch von ihm betreut werden muß.

    Alles aus einem Kopf nutzt mir als Kunden nur dann etwas wenn dieser Kopf auch permanent zur Verfügung steht. Mehrere fähige Köpfe wären mir lieber.

    Bin daraufhin zur Postbank gegangen und habe auch dort die Finanzierung abgeschlossen. Inzwischen tätige ich auch andere Geschäfte mit der Postbank, denn wenn “ein Kopf” sich mal in Urlaub befindet oder erkrankt ist steht ein anderer, qualifizierter Kopf zur Verfügung.

  4. , 10. März 2012 um 10:59 Uhr

    @ Jack Hoffmann

    Das ist ja lustig. Diese Geschichte glauben Sie selbst nicht, aber sie ist wirklich sehr nett erfunden. Keiner unserer Vermögensberater ist nicht binnen weniger Tage, meist Stunden, per Telefon erreichbar.