Hype

17. Februar 2012 | 507 mal gelesen

“Im Grunde gibt es kein Gift, die Menge machts“, so in etwa die Lehre des berühmten Paracelsus.

Langsam aber sicher lässt sich dieser Grundsatz auch auf den Immobilienmarkt übertragen: Historisch niedrig verzinstes Baugeld, Flucht in Sachwerte, Risikoaversion und fehlende Alternativen bei der Geldanlage, dies die Beweggründe für Tausende, Geld über den Erwerb fremd vermieteter Immobilien anzulegen.

Kein Wunder, dass aufgrund des “Nachfragehypes” zwischenzeitlich die Preise für Immobilien empfindlich angezogen haben (siehe DIE WELT vom 16. Februar 2012, Seite 17). Heißt nichts anderes: Die Immobilien werden zunehmend zu sehr hohen Preisen gekauft.

Aktuell vielleicht kein Problem, doch die können kommen: Vorübergehender Leerstand, deutlich höhere Zinsen bei Prolongation der Finanzierung, Renovierungskosten und Veräußerungsrisiken durch nachlassende Nachfrage aufgrund schrumpfender Bevölkerung, dies einige der Faktoren, die zunehmend in die Betrachtung einbezogen werden müssen.

Anlass genug also, nicht nur wegen deutlich überhöhter Immobilienpreise auf diesen Zug gegebenenfalls nicht mehr aufzuspringen.


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Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Anastasia Schmitt, 20. Februar 2012 um 13:18 Uhr

    Bei den aktuellen Gegebenheiten ist die Investition in Sachwerte eine sehr gute Alternative. Vor allem ein Eigenheim scheint ein vielfaches wertbeständiger zu sein als aktuell auf dem Finanzmarkt zu spekulieren. Das ist aber absolut individuell zu betrachten. Wer schon immer ein Eigenheim haben wollte, sollte zuschlagen. Das Geld wird in naher Zukunft kaum mehr wert sein als jetzt. Und was mit den Vermögenswerten passiert, kann wohl niemand sagen.