Viel gelernt

6. Februar 2012 | 1.019 mal gelesen

Wer erinnert sich nicht daran: Hundertausende, vielleicht sogar Millionen Bürger ließen sich seinerzeit dazu hinreißen, erstmals im Leben Aktien zu kaufen, als Manfred Krug den Börsengang der Telekom begleitete und das Volk zum Kauf der Volksaktie motivierte.

Viel ist geschehen, seitdem, steil ansteigende Kurse mit DAX-Werten über 8.000 Zählern, gefolgt von gewaltigen Einbrüchen. Gerade Privatanleger waren dabei diejenigen, die in besonderem Maße Geld verloren haben – weil bei hohen Kursen gekauft und bei niedrigen verkauft wurde.

Viele haben sich inzwischen von Aktien oder aktienbasierten Investmentfonds abgewendet, aus Sorge, erneut Geld zu verlieren. Möglicherweise ein Fehler, denn Aktien sind nichts anderes als Unternehmensbeteiligungen und damit inflationsfeste Sachwerte.

Andere haben viel dazu gelernt, und das ist erfreulich: So hat eine aktuelle Studie (siehe DIE WELT vom 18. Januar 2012, S. 17) ergeben, dass im Jahr 2011 private Anleger vor allem dann Aktien gekauft haben, wenn die Kurse deutlich gefallen sind. So lagen beispielsweise Aktienkäufe von Privatanlagern nach dem starken Kurseinbruch im August 2011 44 Prozent über den Verkäufen im gleichen Zeitraum.

Eine gute Entwicklung, die zeigt, dass offensichtlich viele die Chancen und Risiken der Börse inzwischen weit besser verstehen, als noch vor wenigen Jahren. Beste Voraussetzung dafür, so auch Geld verdienen zu können.


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Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Tobias Kugler, 6. Februar 2012 um 13:09 Uhr

    Spannend hierzu ist was die ARD Journalisten so empfehlen.

    Beim Heute Buffet gab ein Wirtschaftsjournalist, nachdem klar war, dass der Kunde “absolut sicher” anlegen will, den Tipp in Aktien aus dem DAX und Staatsanleihen zu investieren….

    Für mich hat das mit ABSOLUT SICHER nichts zu tun.

  2. Anastasia Schmitt, 13. Februar 2012 um 13:40 Uhr

    Hallo Herr Kugler,

    abgesehen davon, dass es sich um einen Wirtschaftsjounalisten handelt, warum ist dieser Rat falsch bzw. hat mit einer sicheren Anlage nichts zu tun?

  3. Tobias Kugler, 14. Februar 2012 um 09:24 Uhr

    Weil Aktien, selbst wenn Sie noch so gut gestreut sind in meinen Augen nicht auf “absolut sicher” fallen und der Kunde auch nicht immer schnell und ohne Verluste an das Geld kommen kann.

    Ist das in ihren Augen absolut sicher und immer schnell verfügbar?

  4. Anastasia Schmitt, 14. Februar 2012 um 16:12 Uhr

    Hallo Herr Kugler,

    ich gehe jetzt mal auf das “absolut sicher” ein. Dafür müsste man wahrscheinlich Bargeld konservieren 😉

    Aktien von DAX-Unternehmen würde ich schon als “sicher” bezeichnen, nur sollte man sich mit der Wirtschaft / Börse auch ein wenig befassen und nicht völlig ahnungslos sein. Von daher kann ich diese Anlageform als sicher bezeichnen, aber wohl nicht jedem empfehlen.

    Staatsanleihen -> deutsche Staatsanleihen halte ich für sicher! Wir sind in der EWU mit Abstand das stabilste Land, wenn diese Anlageform nicht mehr sicher ist, dann haben wir ganz andere Probleme!

    Also beide Anlageformen haben für mich definitiv etwas mit sicher zu tun. Wenn sie natürlich die schnelle Verfügbarkeit mit ins Spiel bringen, ist das wieder etwas anderes. Zudem sollte jeder die Hände von Anlageformen lassen, von denen er keine Ahnung hat.

  5. Tobias Kugler, 18. Februar 2012 um 10:25 Uhr

    Danke