“Die Rente ist sicher” – gering…

29. Januar 2012 | 946 mal gelesen

… so eine sehr treffende Abwandlung der Blüm´schen Mär von der sicheren Rente im Kölner Stadtanzeiger vom 25. Januar 2012 (S. 2).

Die Botschaft: 41 Prozent der westdeutschen und 21 Prozent der ostdeutschen weiblichen “Babyboomer” (Frauen im Alter von heute zwischen 45 und 50 Jahren) müssen im Alter mit einer Rente von weniger als 600 Euro (heutige Grundsicherung) rechnen.

Die Ursachen liegen auf der Hand: Frauen verdienen meist – auch bei gleicher Tätigkeit – weniger als Männer, was sich auf die Rente auswirkt. Dem Babyboom folgt der Rentnerboom, bei gleichzeitig abnehmender Anzahl Erwerbstätiger. Frauen nehmen häufiger Teilzeitjobs an. Bedingt durch Kindererziehung fallen die beitragsfreien Zeiten im Vergleich zu Männern deutlich mehr ins Gewicht. Und Babyboomer waren mehr als andere von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies alles im Grunde längst bekannte Fakten einer neuerlichen Studie der Freien Universität Berlin.

Bleibt abzuwarten, ob es der Sozialministerin mit Blick auf leere Kassen im Rentendialog (siehe Blogbeitrag vom 23. Januar) doch noch gelingt, Mittel frei zu machen, um nahende Altersarmut für viele abzuschwächen. Die Vorzeichen sind nicht gut.


Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Uwe 3er, 30. Januar 2012 um 20:57 Uhr

    Ich bin ja wirklich mal gespannt, wann sich politisch Verantwortliche an eine echte Reform unseres Rentensystems machen. Warum traut sich hierzulande eigentlich niemand an so eine Art deutsche Variante vom Schweizer Rentensystem heran ? scheint doch dort gut zu klappen … 😉