Absurd aber wahr …

11. Januar 2012 | 766 mal gelesen

“Absurd aber wahr”,

so die Tageszeitung DIE WELT am 10. Januar 2012, Seite 13.

Was ist geschehen?

Will ein Anleger der Bundesrepublik Deutschland aktuell über eine Anleihe für sechs Monate z.B. eine Million Euro leihen, so erhält dieser Anleger dafür erstens: Keinen Zins.

Und zweitens: Nach Ablauf eine Rückzahlung in Höhe von nur noch 999.939 Euro.

Unmöglich?

Nein, unlängst geschehen, als der Bund zinslose Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Euro platzieren wollte und diese mit rund 7 Milliarden Euro restlos überzeichnet waren.

Ein bislang einmaliger Vorgang im deutschen Finanzwesen, der eines zum Ausdruck bringt: Internationale und nationale Großanleger, vor allem Banken, verfügen derzeit über hohe Liquidität, schätzen aber die Fähigkeit, Anleihen zurück zahlen zu können, bei vielen Ländern so negativ ein, dass lieber gänzlich auf Rendite verzichtet wird – zu Gunsten höchster Bonität, die Deutschland noch hat.

Deshalb DIE WELT: “Lieber keine Rendite oder sogar ein Minus, dafür aber die Sicherheit, das Geld zurückzubekommen”

Muss man sich da noch wundern, wenn auch der “kleine Privatanleger” nicht mehr weiß, wie er sein “sauer Erspartes” anlegen soll?


Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Frank Schmidt, 11. Januar 2012 um 10:40 Uhr

    Noch verwunderlicher ist, dass die Banken sich nicht von heute auf morgen vertrauen, der Kleinanleger aber bis zu Rente binden soll.

    Ist als humorige Zulage gedacht. Bitte keine neus Sparbuch- oder Riesterdiskussion draus machen!

    MfG
    FS