Diskriminierung

18. Dezember 2011 | 903 mal gelesen

Wie weit soll das noch gehen?

Im Zuge der Forderungen nach “Gleichberechtigung” von Mann und Frau wurde die Prämiendifferenzierung nach Geschlecht vor einigen Monaten vom EuGH als “diskriminierend” bezeichnet und ab dem 21. Dezember 2012 verboten. Danach sind für Neuabschlüsse nur noch so genannte “Unisex-Tarife” zulässig.

Jetzt gibt es erste Berechnungen, zu was das führen wird: Mit 30 Prozent Mehrprämie müssen Frauen in der Lebensversicherung rechnen, Männer in der Rentenversicherung mit rund 5 Prozent. In der Autoversicherung werden vor allem junge Frauen mit rund 11 Prozent Prämienerhöhung belastet, weil sie so den ruppigen Fahrstil des einen oder anderen jüngeren Mannes mitfinanzieren müssen.

Ohne Worte!

Hinzu kommt der volkswirtschaftliche Aufwand, der aus der Umstellung der Tarife resultiert. Und spätestens bei diesem herrscht dann endlich “Gerechtigkeit”. Denn Männer und Frauen werden ihn in Form höherer Versicherungsprämien gemeinsam tragen müssen.


Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Thomas S., 18. Dezember 2011 um 11:36 Uhr

    Bei der ganzen Gleichmacherei bin ich mal gespannt wie lange es noch dauert, bis Männer Kinder bekommen (müssen) – im Sinne von: “Alle sind gleich”!

    Ohne Worte! *Kopfschüttel*

  2. Peter Schattling, 18. Dezember 2011 um 15:52 Uhr

    Genetisch unterscheiden sich Frauen und Männer nur durch ein
    winziges Chromosom.
    Da muß es doch möglich sein, dass die Politik mit einem kleinen Federstrich
    das Y zum X macht!
    Das muß doch irgendwie zu schaffen sein…

  3. Anastasia, 19. Dezember 2011 um 14:21 Uhr

    Hab schon vieles dazu gehört. Die betroffene Branche kündigt erhöhte Beiträge an. Aber nach eigentlich dürfte es ja dann für Männer günstiger werden, wenn Frauen mehr bezahlen müssen (umgekehrt natürlich auch).