Spitzenplatz

3. Dezember 2011 | 1.044 mal gelesen

In vielen Bereichen hat Deutschland Spitzenplätze: Im Export, in der Qualität der Produkte, im Lebensstandard, im allgemeinen ökologischen Bewusstsein usw.

Zumindest ein Spitzenplatz sollte wenig Anlass zur Freude geben: Nach Japan ist Deutschland das Land mit der ältesten Bevölkerung, so das Ergebnis der 60. Ausgabe des statistischen Jahrbuches.

Nicht nur wegen steigender Lebenserwartung: So hat sich seit 1950 die Anzahl der über 65-Jährigen in etwa verdoppelt, die Zahl der Geburten im gleichen Zeitraum annähernd halbiert. In Indien kommen auf 1.000 Einwohner 23 Neugeborene, in Amerika 14, in Frankreich 13 und in Deutschland gerade einmal 8.

Bleibt: Der Trend der Überalterung der Bevölkerung in Deutschland schreitet fort. Mit allen Konsequenzen, vor allem für die staatlichen sozialen Sicherungssysteme, die zwangsläufig in die Knie gehen werden. Denn immer weniger Beitragszahler müssen immer mehr Empfänger finanzieren.

Deshalb: Sorge privat vor, wer es kann.


Kommentare für diesen Artikel (4)

  1. Anastasia, 7. Dezember 2011 um 11:10 Uhr

    Wir werden durch die “Altersschere” in Zukunft auch erheblich weniger Versicherungsvertreter, Versicherungsmakler, Vermögensberater, etc. benötigen.

    Deshalb: Augen auf bei der Berufswahl!

  2. , 7. Dezember 2011 um 11:18 Uhr

    @ Anastasia

    Auch hier fehlt in Ihrer Sichtweise ein wichtiges Argument: Der Beratungsbedarf wird immer größer, deshalb bedarf es mehr und nicht weniger kompetenter Berater.

    Zur Berufswahl: Das Karriere-Rating von Assekurata ist sehr hilfreich für jeden, der mit dem Gedanken spielt, in der Finanzbranche als Berater tätig zu werden.

  3. Anastasia, 7. Dezember 2011 um 14:15 Uhr

    Herr Dr. Lach,

    jetzt ist der Beratungsbedarf „höher“, in naher Zukunft auch. Aber der demographische Wandel spielt den Beratern wohl eher nicht in die Karten, den auch wenn der Beratungsbedarf vielleicht etwas zunimmt, wird es 2050 18% weniger beratungsbedürftige Menschen in Deutschland geben, wovon 35% älter als 50 Jahre sein werden (Quelle: BMBF, Demografischer Wandel – (k)ein Problem!).

    Aber dann neutralisiere ich meinen Kommentar, wenn “mehr Berater weniger Menschen betreuen” als wirtschaftlich betrachtet werden kann.

  4. Janko Lach, 7. Dezember 2011 um 15:48 Uhr

    Ja genau. Und im Jahre 2230 leben nur 18 Leute in Deutschland. Davon sind 14 über 120 Jahre alt und die anderen 4 sind Finanzberater um die 90. Mann, die Aussichten sind wirklich nicht gerade rosig. … Hauptsache mal irgend etwas gepostet, gell ….Anastasia?