Kleiner Schritt …

1. Dezember 2011 | 1.041 mal gelesen

Um die 150 gesetzliche Krankenkassen gibt es noch in Deutschland, davon viele kleine Betriebskrankenkassen. 1.152 waren es im Jahr 1994.

Ganz sicher auch heute noch zu viele, angesichts des hohen Regulierungsgrades und der Schwierigkeiten, in denen die GKV insgesamt steckt.

Ein positiver kleiner Schritt ist insoweit der bekannt gegebene Zusammenschluss von zwei der großen Kassen: DAK und BKK Gesundheit zur neuen DAK-Gesundheit mit über 6,6 Millionen Versicherten.

So lassen sich durch Zusammenlegung von Geschäftsstellen, der IT und der notwendigen Managementfunktionen sicherlich in größerem Umfang Kosten sparen, wovon die Versicherten profitieren.

Die Grundprobleme bei der Finanzierung des Gesundheitswesens insgesamt löst dieser Schritt naturgemäß nicht. Dazu wären Anreize zur Vermeidung von Krankheitskosten – analog zu den Selbstbehalten und Beitragsrückerstattungen in der PKV – notwendig. Genauso wie weitere Strukturreformen, die das Gesundheitswesen und die Organisation der Kassen weiter straffen.

Denn Entwarnung ist nicht in Sicht: Noch nie war der Beitragssatz in der GKV höher als heute: 15,5 Prozent.


Kommentare für diesen Artikel (32)

  1. Anastasia, 1. Dezember 2011 um 14:22 Uhr

    Vorschlag: wir schaffen die PKV ab (mit Ausnahme der Krankenzusatzversicherungen)!

  2. Peter Schattling, 1. Dezember 2011 um 16:32 Uhr

    @ Anastasia
    Guter Vorschlag!
    Vielleicht ist das Desaster mit den “Billigtarifen” bei einigen Privatkassen
    eine nützliche Erfahrung und auch ein erster Schritt!

  3. Hans Peter, 1. Dezember 2011 um 23:15 Uhr

    richtig.
    Das “Duale System” im Gesundheitswesen ist nicht auf Dauer haltbar.
    Schließung aller privaten Krankenvolltarife und gleichzeitige Fusion aller Krankenkassen, ist die einzige Alternative. Weitergehend muss eine gewisse Grundversorgung gewährleistet werden. Die KV Zusatztarife blieben aber dann den privaten Krankenversicherern noch erhalten.

  4. Joachim Trapp, 2. Dezember 2011 um 00:49 Uhr

    @ Anastasia, Peter Schattling und an alle die daran glauben.

    Wissen Sie denn das so manches medizinische Gerät nie angeschafft werden würde wenn der Arzt oder die Klinik immer nur den einfachen Satz der GOÄ abrechnen könnte, was zwangsläufig eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung bedeuten würde.

    Wissen Sie das die Beiträge massiv durch Nichtzahler getrieben werden ?
    Bei der GKV bezahlt es der Staat, also der Steuerzahler, bei der PKV muß es auf die Versicherten umgelegt werden!
    Bedanken dürfen Sie sich alle beim damaligen Gesundheitsminister, denn bevor das Gesetz kam hieß es, wer nicht zahlt fliegt raus und jetzt heißt es, wer nicht zalht bekommt weiter Leistungen, damit hat die Politik auch die Hemmschwelle für Nichtzahler drastisch gesenkt.

    Viele Grüße
    Joachim Trapp

  5. Tim Wolff, 2. Dezember 2011 um 09:04 Uhr

    Wie immer, liegt die Wahrheit in der Mitte:
    ich bin ein absoluter Verfechter des Leistungsgedanken – also wer viel leistet, soll auch viel/mehr haben als die die wenig leisten.
    Aber vorm lieben Gott sind wir alle gleich: nur weil jemand mehr leistet/verdient, hat er nicht das Recht, gesünder zu sein oder anders behandelt zu werden als jemand der weniger Geld hat.
    Allerdings ist es natürlich so, dass ohne die Privatpatienten wohl nahezu alle Ärzte pleite wären. Wär auch nicht gut.
    Deshalb finde ich es gut, wenn ALLE in die gesetzliche Kasse rein müssten, einen (überschaubaren) Beitrag zahlen müssten, und sich selbst entscheiden könnten – ggfs. mit einigen Steueranreizen – eine große/kleine Zusatzversicherung selbst abzuschließen. So ist jeder für sich selbst verantwortlich.

    Hinzu MUSS aber kommen:
    1. Der Patient muss sehen, was der Arzt abrechnet – und auch was es kostet, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Beim Zahnersatz wissen die Menschen was es kostet – und sind sensibel dafür
    2. Missbrauch muss eingedämmt werden

    …. klingt irgendwie bissi nach Bürgerversicherung….

    TW

    P.S.: und das schreibt jemand, den es ordentlich treffen würde, wenn dieses Gesetz so kommt!!!

  6. Peter Schattling, 2. Dezember 2011 um 10:26 Uhr

    Meines Wissens nach ist unser “Gesundheitssystem” mit der Aufteilung in Kassen-,Ersatzkassen- und Privatkassensystem in Europa einmalig.
    Wenn es in vielen anderen Staaaten ohne das Privatkassensystem
    funktioniert und die Menschen trotzdem eine hohe Lebenserwartung haben,
    und unser System augenscheinlich nicht funktioniert, warum wollen wir dann nichts daran ändern?!

  7. Mechler, 2. Dezember 2011 um 11:38 Uhr

    @ Herr Trapp

    Nicht nur Anastasia und Peter Schattling glaubt daran.

    Wenn alle gemäß ihres Einkommens in die gesetzliche Krankenkasse einzahlen bin ich überzeugt daß die notwendigen medizinischen Geräte angeschafft werden können. Dann gibt es auch kein einfacher GOÄ Satz mehr.
    Der Arzt kann entsprechend mehr bekommen und wäre damit zufrieden.
    Mein Arzt sagte mir, mit den Privaten allein könnte er seine Praxis nicht aufrecht erhalten. Er braucht also ein Mix.

    Wen meinen Sie mit dem Nichtzahler?

    Selbst der HarzIV Empfänger ist über die ARGE mit 125 Euro Pflicht- und 15 Euro Pflegeversicherung versichert. Sind es vielleicht Personen die aus der Privaten rausgeflogen sind weil sie ihre Beiträge nicht bezahlt haben und in der GKV nicht aufgenommen worden sind?
    Meine Frau ist bei der BKK Gesundheit, mit Zusatzversicherung mein Bruder bei der DAK freiwillig. Ich sehe kein Problem. Beides gute Krankenversicherungen.

    Fussionen gehören zur Tagesordnung. Früher bekam ich meine Rechnung von der Volksfürsorge jetzt bekomme ich sie von der Generali.

    Ich selbst bin privat versichert.
    Ich bekam ein Schreiben von meiner Krankenversicherung. Ein objektiver und weisungsfreier Versicherungsmathematiker hat der Versicherung vorgeschalgen den Beitrag um 3,8 % zu erhöhen dem die Kasse gefolgt ist.
    Ich will damit sagen, daß nicht nur die Beiträge der GKV erhöht werden.

  8. Anastasia, 2. Dezember 2011 um 13:55 Uhr

    Herr Trapp,

    was für eine Argumentation Sie an den Tag legen wundert mich. Bisher konnte mir noch niemand plausibel erklären, warum es bspw. Selbstständigen oder „Besserverdienern“ frei gestellt ist, sich privat oder gesetzlich krankenversichern zu lassen. Diese Option habe ich z. B. überhaupt nicht, wo ist da der Sozialgedanke unserer Marktwirtschaft und vor allem die Funktionalität des Krankenkassensystems gewährleistet? Es kann einfach nicht funktionieren.

    Nun habe ich durch Sie einen Grund erfahren, bessere medizinische Geräte. Glauben Sie daran? Durch meine gesetzlichen Beiträge sowie der zusätzlichen Privatvorsorge, die von Nöten ist, könnte ich mich ohne weiteres komplett privat versichern (darf ich aber nicht). Dazu kommt, dass bei machen privaten Krankenkassen die Möglichkeit besteht, einen Teil der Beiträge zurückzubekommen, wenn keine Leistungen in Anspruch genommen wurden. Raten Sie mal wie viel ich jährlich zurück bekomme, obwohl ich seit Jahren keine Leistung in Anspruch genommen habe. Und damit zahle ich natürlich nur die „Nichtzahler“, aber keine medizinischen Geräte nicht wahr?

  9. Joachim Trapp, 2. Dezember 2011 um 22:44 Uhr

    @ Mechler

    1. ich schrieb: und an alle die daran glauben…….

    2. Dann müssten Sie die BBG abschaffen

    3. Was hat mehr Beitrag in die Krankenkasse mit dem einfachen Satz der GOÄ zu tun, das sind zwei voneinander getrennte Welten.

    4. Ihr Arzt hat recht.

    5. Nichtzahler = alle die in der PKV und GKV mit Beiträgen in verzug sind.
    (Hatte es eigentlich so einfach erklärt, dass jeder es verstehen kann)

    6. rausfliegen tut keiner mehr, auch das hatte ich erklärt (Bitte noch mal nachlesen)

    7. Das sind keine Krankenversicherungen, sondern Krankenkassen.

    8. Ein unabhängiger Treuhänder muss zwangsläufig bei Beitragserhöhungen eingeschaltet werden und dies überprüfen und seinen Segen geben.

    9. Das gleichsam in GKV und PKV Beiträge erhöht wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten wissen doch alle.

    Viele Grüße
    Joachim Trapp

  10. Joachim Trapp, 2. Dezember 2011 um 23:23 Uhr

    @ Anastasia

    1. Durch ein Gesetz, welches 1845 in Preußen in Kraft trat, wurde die Gründung von Krankenkassen für Arbeiter genehmigt.
    Zusammenhängend mit diesem Gesetz wurden den Gemeinden des Reichsgebietes erlaubt alle Gehilfen und Gesellen zu dem Beitritt in die Kassen zu zwingen. Dies war der erste Ansatz zu einer Pflichtversicherung bzw. der Versicherungspflicht.
    Die endgültige Regelung für die Trennung zwischen PKV und GKV ging von Reichskanzler Bismarck im Jahr 1883 aus.

    2. Wegen der Geräte, fragen Sie mal Ihren Arzt bzw. Facharzt.

    3. In der PKV bekommen sie je nach Tarif nicht nur Beiträge erstattet, sondern es werden obendrein noch Altersrückstellungen für höhere Inanspruchnahme von Leistungen im Alter gebildet um somit einer Beitragsexplosion vorbeugen zu können.
    In der GKV heißt es……wir leben von der Hand in den Mund.

    4. Da habe ich eine Gute und eine schlechte Nachricht für Sie. Zuerst die Gute……Sie zahlen für die Nichtzahler nicht durch Ihren Beitrag, sondern durch Ihr Steuergeld………jetzt die schlechte……..denn Ihr Krankenkassenbeitrag geht schon komplett für medizinische Leistungen und Verwaltungskosten drauf.

    So Anastasia……ich hoffe das Sie von diesen Informationen profitieren können……oder wie ich immer zu meinen Kunden sage……….ich mache Sie glücklich 🙂

    Viele Grüße
    Joachim Trapp

  11. Mechler, 3. Dezember 2011 um 01:16 Uhr

    @ Herr Trapp

    Lesen Sie noch einmal die Kommentare von Anastasia, Peter Schattling,
    Hans Peter und Timm Wolff in Ruhe durch.
    Sie haben in allem was sie schreiben recht.
    Ich habe mich im Prinzip ihnen nur angeschlossen.

    Stimmt GKV und PKV sind zwei von einander getrennte Welten. Was so aber nicht bleiben müßte.

    Schönes Wochenende

  12. Matthias Buhl, 3. Dezember 2011 um 01:26 Uhr

    @ Anastasia
    Ich sehe das genau wie Du. Für mich gibt es auch keinen wirklich nachvollziehbaren Grund warum einige Berufsgruppen ein Wahlrecht für ihre Krankenversicherung genießen und andere nicht. Auch ich als Selbständiger fände es gerechter wenn alle verpflichtet wären in “eine” Gesundheitsabsicherung einzuzahlen, die eine medizinisch notwendige Absicherung garantiert. Alles on Top (Chefarzt, Zweibettzimmer, Implantate etc.) muss man selber versichern oder privat bezahlen.

    Zusätzlich sollte allerdings jeder abhängig von seinem Alter einen Teil der Beiträge als Altersrückstellung ansparen müssen. Analog des gesetzlichen Zuschlags in der privaten. Da auch das Gesundheitssystem die Problematik der “entjüngung” der Bevölkerung schultern muss.

    Auch wenn ein solches System für mich als langjährigen Privatversicherten mit Sicherheit deutlich teurer wäre fände ich es doch gesamt gesellschaftlich sinnvoller.

    @ Joachim Trapp
    Und keine Sorge Herr Trapp. Auch die Privat-Ärzte und Kliniken würden dann wegen mir nicht auf die neusten medizinischen Geräte verzichten müssen, denn mir ist es meine Gesundheit Wert etwas mehr zu bezahlen. Sei es an Zusatzversicherungsbeiträgen oder aus eigener Tasche.

    In diesem Sinne ein entspanntes Wochenende
    Matthias

  13. Anastasia, 4. Dezember 2011 um 20:54 Uhr

    Herr Trapp,

    was soll ich mit diesen Informationen anfangen? Soll ich glücklich werden 😉

    Sie nennen ja schon selbst Gründe, warum eine Trennung zwischen GKV und PKV keinen Sinn macht. Und Sie werden wohl auch keinen einzigen Grund finden, warum eine Trennung Sinn ergibt.

  14. , 5. Dezember 2011 um 10:06 Uhr

    @ Anastasia

    Diese Trennung würde sehr viel mehr Sinn machen, wenn nicht die Kunden der PKV die Lasten der GKV mittragen müßten und wenn nicht der Gesetzgeber die PKV-Versichertengemeinschaft in ganz erheblichem Umfang mit Nichtzahlern belasten würde.

  15. Anastasia, 5. Dezember 2011 um 12:17 Uhr

    Hallo Herr Dr. Lach,

    haben Sie einen Grund für Trennung? Entschuldigen Sie bitte, aber einen Sinn sehe ich in Ihrem Vorschlag überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, es wäre sozial noch ungerechter, als es bereits ist. Sie als Ökonom wissen selbst, dass dies mit sozialer Marktwirtschaft überhaupt nichts mehr zu tun hat, bzw. dieses getrennte System einfach nicht funktionieren kann.

  16. Maximilian Brockhausen, 5. Dezember 2011 um 14:08 Uhr

    @ Joachim Trapp:

    Zitat: “…3. In der PKV bekommen sie je nach Tarif nicht nur Beiträge erstattet, sondern es werden obendrein noch Altersrückstellungen für höhere Inanspruchnahme von Leistungen im Alter gebildet um somit einer Beitragsexplosion vorbeugen zu können.
    In der GKV heißt es……wir leben von der Hand in den Mund. …”

    Was nützen die Altersrückstellungen, wenn Sie schon heute mit einer Prämienerhöhung von über 40% “beglückt” werden und Ihr Vertrag droht, noch vor Erreichen des Altersrückstellungsauszahlungs- oder -verrechnungszeitpunktes unbezahlbar zu werden? Sind Altersrückstellungen bei solchen Prämienerhöhungen nicht eher ein Witz? Werden jetzt nicht alle gesunden Versicherten das sinkende Schiff verlassen und droht dann nicht gleich die nächste Erhöhung und somit die Unbezahlbarkeit? Besteht in diesem Fall nicht die Gefahr einer Abwärtsspirale? Im Vergleich dazu ist die Abwicklung der City BKK und Ihrer Versicherten doch sehr gut gelaufen – vor allen für die Versicherten. Gewiss mag der Beitrag der gesetzlichen Kassen so hoch wie noch nie sein, aber er ist immerhin noch gedeckelt, was bei der privaten Krankenversicherung nicht der Fall ist.
    Beitragsrückerstattungen und Selbstbeteiligungen mögen, so glaube ich, nur kurzfristige Anreize zur Vermeidung von Krankheitskosten sein, langfristig, so meine Vermutung, ist es aber eher ein Modell welches höhere Kosten verursachen kann, da ggf. ein Teil der Kunden überlegt, die 100 € Arztrechnung zu sparen und zu warten oder auf den Arztbesuch verzichtet bzw. nur noch in Notfällen einen Arzt aufsucht. Eine Studie zu diesem Thema wäre gewiss interessant, sollte ich irren, läge hier evtl. auch ein Lösungsbaustein für die gesetzliche Krankenversicherung.

  17. Joachim Trapp, 5. Dezember 2011 um 14:36 Uhr

    @ Maximilian Brockhausen

    Wenn ich jetzt auf jeden einzelnen Punkt von Ihnen eingehe, dann wird ein komplettes Seminar daraus.

    An Ihren Fragen erkenne ich das Sie dieses Thema umfassend interessiert, hierfür wäre aber schon ein Informationsgespräch nötig.

    Mein Vorschlag ist, dass Sie sich einen Berater in Ihrer Nähe bzw. Ihres Vertrauens suchen, welcher fachlich auch qualifiziert ist Ihnen dies nicht nur zu erklären, sondern gleichsam die auf Sie zugeschnittene Strategie findet.

    Denn was SIe alles wissen möchten, kommt einem kompletten Beratungsgespräch gleich und dieses kann man nicht in einem Forum leisten.

    Viele Grüße
    Joachim Trapp

  18. Joachim Trapp, 5. Dezember 2011 um 14:54 Uhr

    @ Anastasia

    Mensch, ich glaubs ja nicht……..Sie wollten wissen warum es eine GKV und eine PKV gibt………ich habe es Ihnen geschrieben und Sie wissen es jetzt !

    Ich habe keine Gründe genannt warum eine Trennung zwischen GKV und PKV keinen Sinn machen sollte.
    Bitte erst lesen, dann antworten.
    Wenn Sie es allerdings, was ich vermute bewußt überlesen bzw. ignorieren, dann macht es keinen Sinn das Sie Fragen stellen.

    Bitte wenden Sie sich dann doch an einen Berater, bzw. Forumteilnehmer, welcher das gerne hat, dass seine Antworten ständig überlesen bzw. ignoriert werden………ich gehöre zumindest dieser Gruppe nicht an.

    Ihnen einen schönen 3. Advent
    Joachim Trapp

  19. Andreas Röhr, 5. Dezember 2011 um 14:58 Uhr

    @ Maximilian Brockhausen,

    ” Gewiss mag der Beitrag der gesetzlichen Kassen so hoch wie noch nie sein, aber er ist immerhin noch gedeckelt…. ”

    …. nur so zur Info ….

    Der Beitrag der Gesetzlichen Kassen ist keinesfalls “gedeckelt” !
    Jede GKV darf von den Versicherten einen Zusatzbeitrag in unbegrenzter Höhe verlangen. Genau das wird in den nächsten Jahren auch geschehen.

    Freundliche Grüße
    Andreas Röhr

  20. Anastasia, 5. Dezember 2011 um 18:18 Uhr

    Hallo Herr Trapp,

    „Mensch, ich glaubs ja nicht……..Sie wollten wissen warum es eine GKV und eine PKV gibt………ich habe es Ihnen geschrieben und Sie wissen es jetzt !“

    Jetzt schreibt eigentlich jeder hier, dass es ungerecht und sinnlos ist, dass es „einigen“ Menschen freisteht, sich zwischen PKV und GKV zu entscheiden, während anderen die Pflicht der GKV auferlegt wird.

    Sie nennen Gründe wie „bessere Geräte für Arztpraxen durch die privaten Beiträge“, andererseits bekommen privat Versicherte Beiträge zurück (nur ein kleines Beispiel), dass verträgt sich nicht! Mit geschichtlichem Unterricht, woher die Krankenversicherung stammt, sehe ich auch noch keinen Sinn in der Trennung gesellschaftlicher Schichten.

    Warum haben Besserverdiener und Selbstständige ein WAHLRECHT, ich aber nicht? Darauf werden sie keine Antwort haben, denn es ergibt keinen Sinn! Und da das WAHLRECHT (welches die Gesellschaft teilt) keinen Sinn ergibt, macht die PKV neben der GKV keinen Sinn (oder anders herum – völlig egal).

    Aber ich spare mir nun jeden weiteren Kommentar. Immerhin sind Sie der einzige hier, der die Sinnlosigkeit der PKV neben der GKV nicht erkennen will oder auch kann. Schade, gerade Sie als Vermögensberater sollten solche abnormen Systeme kritischer betrachten können.

  21. Mechler, 5. Dezember 2011 um 19:57 Uhr

    Ich stelle fest, die Kommentare werden fast alle nicht am Blog ausgerichtet.
    Um was geht es!
    Es wird über die GKV geschrieben in welchen Schwierigkeiten sie steckt. Von den ca. 150 Kassen werden zwei hrausgenommen. Von der BKK Wolfsburg lese ich das Fachmagazin, Meine Frau gehört zum Kundenkreis dieser Kasse. Eine gute Kasse. Sie hat bei ihr einen sehr guten Sachbearbeiter. Die DAK schreibt, daß sie ab April 2012 keinen Zusatzbeitrag mehr erheben wird. (Internetseite DAK) Bei den übernommenen BKK Mitgliedern wird er ebenfalls abgeschaft.
    Welche der GKV im nächsten Jahr Zusatzbeiträge erhebt dürfte hier im DVAG Blog unerheblich sein, da diese Versicherungsart von keinem DVAG Vermögensberater vertreten wird. Es werden ja auch nicht die Beiträge der einzelnen PKV verglichen.

    Anreize zur Vermeidung von Krankheitskosten – analog zu den Selbstbehalten und Beitragsrückerstattungen in der PKV –
    Darüber kann man geteilte Meinung sein.
    Wer krank oder im Alter zur Vorsorge ist muß zum Arzt und nicht wegen einer Beitragsrückerstattung die Krankheit verschleppen.
    Ich war früher gesetzlich, heute privat versichert. An meinem Verhalten (Gesundheit / Krankheit) hat sich nichts geändert.
    Ich bekam ein Schreiben von meiner Krankenversicherung. Ein objektiver und weisungsfreier Versicherungsmathematiker hat der Versicherung vorgeschalgen den Beitrag um 3,8 % zu erhöhen dem die Kasse gefolgt ist.

    Das Handelsblatt vom 24.11.2011 schreibt, daß die Central Tochter der Generali Deutschland sich mit Billigtarifen verkalkuliert hat. Die Prämien sollen 2012 zwischen 20% und 40 % erhöht werden. Stimmt das?
    Mit dieser Kranken – Versicherung und seinen Kunden beschäftigt sich der Vermögensberater der DVAG.
    Wie ist das mit der Beitragsrückerstattung?

    Von Nichtzahlern habe ich im obigen Blog kein einziges Wort gelesen.
    Damit muß sich jede einzelne Krankasse herumschlagen.
    Hierfür soll für die PVK ein neues Gesetz in Bearbeitung sein.

  22. , 5. Dezember 2011 um 22:03 Uhr

    @ Anastasia

    Falsch: Herr Trapp ist mit seinen Ansichten alles andere als allein. Ich schließe mich ausdrücklich an.

  23. Hans Peter, 5. Dezember 2011 um 22:16 Uhr

    GKV: 150 Anbieter
    GRV: im Grunde 1 Anbieter

    Es wäre doch sinnvoller, eine gesetzlich begründete Absicherung auch nur von einer zentralen Stelle verwalten zu lassen.

    nur mal so am Rande

  24. Mechler, 5. Dezember 2011 um 23:53 Uhr

    @ Hans Peter

    Es wäre doch sinnvoller, eine gesetzlich begründete Absicherung auch nur von einer zentralen Stelle verwalten zu lassen.
    Das wird vermutlich noch Jahrzehnte dauern. Warten wir mal die Kostenexplosion im Gesundheitswesen und der demokrafische Wandel ab.
    Was wird mit dem Euro?, der Europäischen Union ? Ich setze mich nicht vor die Glaskugel wie einige um die vermutlichen weitern 30 Jahre im voraus zu sagen.

    gute Nacht

  25. Anastasia, 6. Dezember 2011 um 11:41 Uhr

    Herr Dr. Lach,

    sie können sehr gerne diese Ansicht vertreten, wobei immer noch kein einziger Grund hinter der Trennung “Besserverdiener, Selbsständige” und “Schlechterverdiener” bezüglich des WAHLRECHTS zwischen GKV und einer PKV genannt wurde. Und wenn es einen Grund gibt, wird es letztendlich keinen Sinn ergeben.

    Oder können Sie oder Herr Trapp einen Grund/Sinn liefern? Und bitte verweisen Sie nicht auf bereits geschrieben Kommentare, sondern antworten Sie einfach gezielt auf die o. g. Frage.

  26. Boris Jost, 6. Dezember 2011 um 12:50 Uhr

    Sehr geehrter Herr Dr. Lach,

    ob Fusionen grds. der richtige Weg sind, ist aus meiner Sicht absolut diskussionswürdig und mit Sicherheit nicht als Gesetzmäßigkeit zu betrachten.

    Der Bundesrechnungshof hat das Thema in seinen Bemerkungen 2011 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes (S. 263/264) intensiv erläutert. Der BRH hat mehr als 1/4 der in den Jahren 2007 bis 2009 vollzogenen Fusionen auf ihre wirtschaftlichen Auswirkungen hin geprüft.

    Zusammenfassend kam der BRH zu der Erkenntnis, dass für die Kassen eine Fusion jedoch meistens nur wirtschaftliche Nachteile hat.

    Auszug aus den Bemerkungen 2011 des BRH zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes

    70.1.1 Leistungsausgaben

    Bei den Leistungsausgaben konnten die Krankenkassen nach der Fusion (Fusionskassen) nur in wenigen Fällen günstigere Vertragskonditionen aushandeln, z. B. bei Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln. Erreichten Fusionskassen Preissenkungen, waren diese im Vergleich zu den gesamten Leistungsausgaben gering. In einem Fall konnten 65 000 Euro für Arzneimittel bei jährlichen Leistungsausgaben von 100 Mio. Euro eingespart werden.

    70.1.2 Verwaltungsausgaben

    Das Ziel, Vorteile im Verwaltungsbereich durch größere Abnahmemengen und gebündelte Nachfrage zu nutzen, ließ sich ebenfalls nicht ohne Weiteres umsetzen. Weil ihnen der Überblick über bestehende Vertragsbeziehungen fehlte, konnten die geprüften Fusionskassen diese auch Jahre nach der Fusion nicht zusammenführen. Teilweise konnten sie günstigere Preise, z. B. bei der Herstellung der Mitgliederzeitschriften oder für den Kauf von Krankenversicherungskarten, erzielen. Diesen Einsparungen standen fusionsbedingte Mehrausgaben gegenüber. So machte es die Fusion erforderlich, neue Krankenversicherungskarten auszustellen. Bei der Hälfte der vom Bundesrechnungshof untersuchten Fusionen erhöhten sich die Vorstandsvergütungen um bis zu 25 %. Eine Krankenkasse gewährte Vorständen, die nach der Fusion aus ihrem Amt ausschieden, Abfindungen in Millionenhöhe (vgl. Bemerkungen 2009 – Weitere Prüfungsergebnisse – Bundestagsdrucksache 17/1300 Nr. 13). Eine weitere Krankenkasse beauftragte eine Unternehmensberatung, sie bei mehreren Fusionsvorhaben zu unterstützen. Für die Beratung zahlte sie 14,3 Mio. Euro. Der Personalbestand blieb nach Fusionen unverändert, weil Tarifverträge fusionsbedingte Kündigungen ausschlossen. Bei fast allen vom Bundesrechnungshof untersuchten Fusionen stiegen die Verwaltungsausgaben im Jahr der Fusion an, im Einzelfall um bis zu 18 %. Auch in den ersten drei Folgejahren sanken die Verwaltungsausgaben nicht.

    70.2

    Der Bundesrechnungshof hat darauf hingewiesen, dass Fusionen nicht zwangsläufig zu wirtschaftlichen Vorteilen führen. Seine Prüfungsergebnisse haben aufgezeigt, dass erwartete Einsparziele bei den Leistungs- und Verwaltungsausgaben vielfach zumindest in den ersten Jahren verfehlt werden. Die Chancen einer Fusion sind sorgfältig zu analysieren und zu bewerten. Ziel einer Fusion sollte eine wettbewerbs- und leistungsfähige neue Krankenkasse sein. Es muss jedenfalls erkennbar sein, dass die durch die Fusion bedingten, oft erheblichen Mehrausgaben durch Einsparungen ausgeglichen werden. Grundlage für diese Beurteilung sollte ein aussagekräftiges Fusionskonzept sein. Der Bundesrechnungshof hat Vorgaben der Aufsichtsbehörden zu der Frage vermisst, welche Angaben das Fusionskonzept insbesondere in den Bereichen Personal, Organisation und Finanzen enthalten muss. Der Bundesrechnungshof hat beanstandet, dass die Aufsichtsbehörden die Fusionskonzepte inhaltlich nicht bewerteten und die Krankenkassen auch nicht aufforderten, fehlende Angaben oder schlüssige Konzepte nachzureichen. Sie konnten so nicht beurteilen, ob eine geplante Fusion wirtschaftlich und tragfähig ist oder nicht.

    Quelle: Bericht des Bundesrechnungshofes – Bemerkungen 2011 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes

  27. Tobias Bartelt, 7. Dezember 2011 um 12:10 Uhr

    Also, ich persönlich finde, dass wir mit Selbstbehalten und Beitragsrückerstattungen, im Bereich des Gesundheitswesens, auf genau dem richtigen Weg sind.

    Ich bekomme über meinen Wahltarif bei meiner BKK 480€ p.a. zurück, wenn ich keine Kosten verursache.

    Vergangenes Jahr war ich 1-mal beim Arzt, wegen einer Mandelentzündung. Der Termin hat mich ca. 22€ gekostet, die ich aus eigener Tasche gezahlt habe. Diese 22€ enthielten die Untersuchung, die Diagnose, ein Rezept und eine Krankmeldung.

    Das macht unterm Strich einen “Gewinn” von fast 460€.

    Und genau das ist es wo wir meiner Meinung nach hinarbeiten müssen. So sehen die Versicherten, wie viel der Termin an Kosten verursacht hat, können entscheiden, ob und wie sie die Behandlung quasi durchführen, bzw. ob sie die empfohlenen Medikamente nehmen und haben noch Geld gut gemacht.

    MfG

    Tobias Bartelt

  28. BJost, 8. Dezember 2011 um 12:04 Uhr

    Wahltarife ist eines der nächsten Themen, die das Bundesversicherungsamt (BVA) auf der Prüfliste hat. Bei der Tarifkalkulation sind seit dem 01.01.2011 versicherungsmathematische Grundsätze zu beachten. Durch den in der Gesetzbegründung angegebenen Verweis auf § 17 der Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der BaFin werden die Berechnungsgrundlagen für den Nachweis der Wirtschaftlichkeit der Wahltarife den Berechnungsgrundlagen der PKV angenähert. Die Krankenkassen müssen der Aufsicht mindestens alle drei Jahre ein versicherungsmathematisches Gutachten über die Annahmen, die der Berechnung der Beitrage und der versicherungstechnischen Rückstellungen zugrunde gelegt werden, vorlegen.

    Bislang konnten die Krankenkassen um die finanzielle Tragfähigkeit eines Wahltarifs zu belegen die positiven Deckungsbeiträge, die durch Halten bzw. die Neugewinnung von Versicherten erzielt wurden, kalkulatorisch berücksichtigten. Der § 53 Abs. 9 SGB V in neuer Fassung schreibt jedoch vor, dass die Aufwendungen für jeden Wahltarif jeweils aus Einnahmen, Einsparungen und Effizienzsteigerungen aus diesen Wahltarife finanziert werden müssen. Des Weiteren sind die Kosten für das versicherungsmathematische Gutachten sowie Schwankungsrückstellungen nach § 341h HGB zu berücksichtigen.

    Das BVA weist auch daruf hin, dass sämtliche Wahltarife einer späteren Überprüfung durch den Aktuar standhalten müssen. Das BVA beabsichtigt im Jahr 2014 die versicherungsmathematischen Gutachten von allen Krankenkassen für alle Wahltarife anzufordern (Ausnahme. besondere Versorgungsformen).

    Die Kassen sind nun aufgefordert, ob die unter den vormals geltenden Rahmenbedingungen vom BVA genehmigten Wahltarife den aktuellen gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Sollte dies nicht der Fall sein, sind die entsprechenden Satzungsregelungen anzupassen.

    Auf dieser Grundlage ist stark davon auszugehen, dass diverse attraktive Wahltarife vom Markt verschwinden werden. Aber bis 2014 kann ja noch einiges politisch passieren. Dies hat sich sicher auch das BVA mit seiner Frist bis 2014 gedacht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Unter den gegebenen Voraussetzungen sind Wahltarife sicherlich kein Thema, das in die Gesetzliche Krankenversicherung gehört. Aus meiner Sicht ist dies Wettbewerb mit angezogener Handbremse.

  29. Matthais Buhl, 10. Dezember 2011 um 16:46 Uhr

    @BJost
    Herr Jost, wie es scheint haben sie sich sehr intensiv mit der Materie befasst. Was ist denn ihrer Meinung nach eine sinnvolle Lösung zur Probleme der Krankenversicherung in Deutschland. bzw. Was ist ihre Einschätzung wo die Reise hin geht?

    Liebe Grüße
    Matthias

  30. JoachimTrapp, 14. Dezember 2011 um 00:02 Uhr

    @ Anastasia, Ihr Kommentar vom 5. Dezember 2011 um 18:18

    Ich habe es Ihnen erklärt und Sie stellen wieder die selben Fragen nur anders formuliert, schade.
    Schauen Sie in die von mir genannte Gesetzgebung und lesen Sie nach !

    Noch mal tue ich es Ihnen nicht erklären Anastasia – oder Kasandra ?

    Viele Grüße und schöne Weihnachten für Sie
    Joachim Trapp

  31. Anastasia, 19. Dezember 2011 um 14:31 Uhr

    @Herrn Trapp und Herrn Dr. Lach,

    Augen zu und durch!

  32. JoachimTrapp, 20. Dezember 2011 um 12:53 Uhr

    @ Anastasia

    Das scheint ja leider Ihr Motto zu sein.
    Bitte lesen Sie erst nach und antworten dann wieder.

    Und bitte outen Sie sich, denn anonym zu schreiben hat irgendeinen Geschmack von…..ich habe etwas zu verbergen.
    Oder können Sie es nicht verantworten was Sie hier oder auch in anderen Foren von sich geben ?

    Viele Grüße
    Joachim Trapp