Handelsblatt macht Schule

15. November 2011 | 1.640 mal gelesen

Zu der vereinzelt zu findenden Kritik an der durch unser Unternehmen mit getragenen Initiative “Handelsblatt macht Schule” (siehe Blogbeitrag vom 10. Mai 2011) ein Link zur Stellungnahme der Autoren der Broschüre.

http://www.ioeb.de/sites/default/files/pdf/I%C3%96B-Stellungnahme_UE_Finanzielle_Allgemeinbildung.pdf


Kommentare für diesen Artikel (12)

  1. Tobias Kugler, 15. November 2011 um 10:44 Uhr

    Schade nur, das immer zuerst mal ordentlich
    “geschossen” wird und hinterher heimlich, still und leise eine Klarstellung ganz versteckt irgendwo veröffentlicht wird…

    Viele Grüße vom Vermögensberater aus Bad Waldsee

  2. Frank Schmidt, 15. November 2011 um 13:46 Uhr

    Ich finde, dass Aufklärung an der Schule ruhig stattfinden kann, aber auch, dass da Firmen nichts zu suchen haben. Jedenfalls keine Firmen, die in irgendeiner Weise Werbung bzw. Schleichwerbung betreiben.

    Dann könnten wir ja gleich den Deutschunterricht gesponsert von ALDI, das spannende SIEMENS Physiklabor und den tollen BAYER-Chemieunterricht einführen. Und immer wird schön dargebracht, dass das Licht in den Klassenräunmen von EON kommt und der Lieblingslehrer mit einem bequemen Wagen aus dem Haus VW vorfährt. Oder so ähnlich.

    Nein, raus aus den Klassenzimmern. Schlimm genug, dass es Leute gibt, die sich bei den Studenten aufspielen. Ich habe da 3 von zuhause sitzen (Studenen), das reicht mir schon, wenn ich höre, was denen so alles erzählt wird. Die kommen mit Wissen nach hause, da könnte ich Grimms Märchenbuch ruhig einmotten.

    MfG
    FS

  3. Tobias Kugler, 15. November 2011 um 15:39 Uhr

    @ Frank Schmidt

    verwunderlich nur, dass die WGV immer die Schülerunfall als Pflicht beim Ausflug mit der Schule anbietet und die Sparkasse auch immer wieder mit Vorträgen und Hausaufgabenheften auffährt.

    Wie stehen Sie dazu? Ist das ok weil dies öffentliche Institute sind?

    In meinen Augen ist dies weder fair noch begründbar….

    Und Finanzwissen und Umgang mit Geld sollte als Schulfach eingeführt werden. Egal von wem.

  4. Mechler, 15. November 2011 um 17:47 Uhr

    @Tobias Kugler

    Ich habe bei Frank Schmidt nichts von einer Versicherung (z.B WGV) oder Sparkasse gelesen.

    Zum Blogbeitrag 15. November 2011

    Einen Beitrag zur besseren Allgemeinbildung bei Schülern zu Finanz- und Wirtschaftsthemen? Besser, wenn notwendig (was ich jedoch nicht glaube) bessere Allgemeinbildung der Lehrkräfte an den Gymnasien zu Finanz- und Wirtschaftsthemen die sie im Unterricht als Lehrauftrag einfließen lassen können.

    MfG

    HM

  5. Thomas Lange, 15. November 2011 um 18:47 Uhr

    Sicherlich macht das schon Sinn in der Schule den Kindern und Jugendlichen das Thema nahe zu bringen, aber das dies ausgrechnet ein Finanzdienstleister macht, da bin ich auch skeptisch. Und ohne “Hintergedanken”, findet gerade in dieser Branche doch nichts statt. ^^

  6. Michael Miedl, 15. November 2011 um 22:46 Uhr

    Hallo liebe Blogger,

    ich finde nichts Verwerfliches daran, wenn ein Finanzdienstleister sich als Sponsoringpartner für diverses Lehrmaterial einbringt. Liebe Kritiker, lest und arbeitet es selbst erstmal durch – ihr werdet feststellen, es ist anspruchsvoller als erwartet! Verwerflich finde ich allerdings, dass es unser Vater Staat nicht schafft, in den Lehrplänen das Thema “finanzielle Allgemeinbildung” zu verankern. An den höheren Schulen lernt man alles, nur nichts für´s Leben. 😉
    John F. Kennedy sagte mal: “Es gibt nur eine Sache, die teurer ist als Bildung – keine Bildung.”

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken

    Michael Miedl

  7. Tom Kuschel, 15. November 2011 um 23:02 Uhr

    @ all
    Schon wieder einer der “üblichen Verdächtigen”. Sieht in allem nur das BÖSE.
    Niemand tut etwas ohne “Hintergedanken” außer er/sie ist Mutter Teresa oder der Papst. Sogar da bin ich mir nicht sicher.

  8. Wolfgang Reinhardt, 16. November 2011 um 00:43 Uhr

    Ja, so ist das mittlerweile in Deutschland. Wer etwas unternimmt macht sich verdächtig, und wird pauschal angeklagt. Und wenn es dann noch ein grundsätzlich unter Generalverdacht stehender Finanzdienstleister ist…

    Zur Erinnerung: Seit Jahren wird sich dafür ausgesprochen, die finanzielle Allgemeinbildung zu verbessern. In sämtlichen Studien nimmt Deutschland regelmäßig die hintersten Plätze ein. Deutsche sind Börsenmuffel, und die Eigenheimquote, als repräsentativer Indikator für private Vorsorge, stagniert seit drei Jahrzehnten bei rund 25%. Die Verschuldung privater Haushalte, insbesondere bei jungen Leuten, nimmt seit Jahren dramatisch zu.

    Nun schickt sich die DVAG an, diese Situation zu verbessern, wobei man lediglich der Wirtschaftspartner ist. Objektiv betrachtet ist die DVAG der ideale Partner. Zum Einen haben die Vermögensberater Tag für Tag mit diesen Themen in der Praxis zu tun, und bringen einen erheblichen Erfahrungsfaktor ein, zum Anderen sind sie bei Bedarf flächendeckend vertreten. Der Lehrplan wird vom IÖB ausgearbeitet, und das renommierte Handelsblatt ist auch noch an Bord. Idealerweise wendet man sich an Schulen, um dabei zu helfen, die künftige Generation fit zu machen.

    Und jetzt kommt die sog. “Lobby Control” ins Spiel. Dort hat man heraus gefunden, dass die DVAG im Lehrplan Eigenwerbung betreibt. Ein Skandal! In der Tat bekommt der Wirtschaftspartner Raum für eine Selbstdarstellung. Diese Selbstdarstellung nimmt besorgniserregende 3 Prozent des Inhalts des Lehrplans ein. Über die restlichen 97 Prozent wird überhaupt nicht gesprochen, über die gute Absicht erst recht nicht.

    Beste Grüße aus der Hauptstadt, Wolfgang Reinhardt

  9. Alexander Pohl, 16. November 2011 um 08:53 Uhr

    Sehr geehrter Herr Reinhardt,
    Sie können ja gern Kritik an der Berufen der Initiatoren der Lobby-Control äußern. Ich hoffe nur, dass dass das nicht wie ein Bumerang zurück kommt. Sich über berufliche Qualifikationen auszulassen, ist sicher nicht besonders hilfreich.
    Sie wollen ja auch nicht als Vermögensberater abgestempelt werden!
    Auch ich denke, dass Werbung in der Schule nichts zu suchen hat. Die Schule ist allein der Bildung verpflichtet und da hat Werbung nun einmal nichts zu suchen. Ganz egal, von wem die Werbung kommt.
    Die DVAG muss sich fragen lassen, warum sie denn nicht Informationsmaterial zur Verfügung gestellt hat, ohne auf sich hinzuweisen! Warum hat man keine neutralen Broschüren übergeben, warum Broschüren mit Hinweisen auf die AachenMünchner und die DVAG?
    Gehört so etwas zur Allgemeinbildung? Muss man, um Abitur zu machen, wissen, dass es die DVAG gibt? Ich denke: nein.

    Die DVAG hätte Größe bewiesen, die Eigenwerbung in dem Material wegzulassen. Dies hat sie aber nicht, so dass auch hier wieder der Eigennutz zu unterstellen ist.

    Es geht also in erster Linie nicht um Bildung, sondern um Werbung! Auch ich denke also auch, dass die DVAG sich in dieser Weise von den Schulen fernhalten sollte.

    Außerdem bin ich überrascht, dass sich hier in diesem Blog viele kritisch dazu äußern.
    Alexander Pohl

  10. Thomas80, 16. November 2011 um 08:54 Uhr

    @ Reinhardt

    Unternehmen haben in Schulen nichts zu suchen und damit wäre alles gesagt und geschrieben worden !

    Es wäre besser, DVAG und der Handelsblatt hätten einen Betrag einfach an die Kultusministerien geschickt mit der Bitte, dass mit dem Geld ein finanzieller Leitfaden für die Schüler erstellt, gedruckt und verteilt werden soll.

    Die Kultusministerien bitten dann einige ihrer langjährigen, staatlich geprüften Schuldnerberater und Verbaucherschützer einen solchen Leitfaden zu schreiben.

    Dies wäre der beste Weg gewesen, einen finanziellen Kompass zu produzieren, der wirklich frei und unabhängig wäre.

  11. Andreas Brauer, 16. November 2011 um 09:18 Uhr

    @ Wolfgang Reinhardt

    “…..Objektiv betrachtet ist die DVAG der ideale Partner.” (siehe oben)

    Ich würde eher sagen, es ist sehr subjektiv betrachtet als Mitarbeiter der DVAG.

    Objektiv ist aus meiner Sichtweise etwas anderes! 🙂

    Beste Grüße
    Andreas Brauer

  12. , 16. November 2011 um 09:39 Uhr

    @ all

    Um es klar zu stellen: Die Broschüre richtet sich nicht an Schüler, sondern an Lehrer und soll diesen Anregungen und Hilfe geben zur Vermittlung von Finanzwissen an Schüler.