Kleiner Schubser

29. Oktober 2011 | 933 mal gelesen

“Es geht darum, den Menschen beim Thema Altersvorsorge einen Schubser zu geben”,

so Prof. Hackethal von der Universität Frankfurt anlässlich der Vorstellung einer neuen Studie zur Altersversorgung (siehe DIE WELT).

Der Hintergrund: Drei von vier Menschen sind in der Lage, ihre Versorgungslücken richtig einzuschätzen, wenn sie die dazu benötigten Informationen verständlich präsentiert bekommen. Allein mit den jährlichen Mitteilungen der gesetzlichen Rentenversicherung und der privaten Anbieter sind die meisten jedoch überfordert.

Vorgeschlagen wird eine Online-Hilfe.

Wir haben eine bessere Idee: Fragen Sie einen Vermögensberater, denn eine seiner Hauptaufgaben ist, mit seinen Kunden ggf. vorhandene Versorgungslücken zu ermitteln und geeignete Strategien zu deren Schließung vorzuschlagen und verständlich zu erklären.


Kommentare für diesen Artikel (4)

  1. Thomas80, 29. Oktober 2011 um 13:18 Uhr

    Keine gute Idee !

    Die Online-Hilfe wäre komplett kostenlos. Der Vermögensberater dagegen ist definitiv nicht kostenlos und würde womöglich teure und nicht-bedarfsgerechte Produkte verkaufen.

    Ich verstehe aber nicht, wieso die Mitteilungen der gesetzlichen Rentenversicherung nicht verständlich wäre. Ich verstehe sie und verstehe auch, wie ich mich fürs Alter vorsorgen soll ( Aktien, Aktien, Aktien….bisschen Gold, bald eine Immobilie).

    ich bin 31 Jahre alt und ich bin überzeugt, dass meine Aktien (wofür ich am Wochenende 2 Stunden Zeit nehme, (Geschäftsberichte durchlesen, Konkurrenten und deren Kurse vergleichen, neue Anlagemöglichkeiten überprüfen) mir eine sehr ordentliche Rendite bringen.

  2. Christopher Reichel-Dittes, 29. Oktober 2011 um 17:09 Uhr

    @Thomas80: wie bereits des öfteren, machen sie den Fehler von sich auf den Rest der Bevölkerung zu schließen. Es ist mit Sicherheit eine gute Idee – Achtung Ironie – der breiten Masse einfach den Ratschlag “Aktien, Aktien, Aktien…” an die Hand zu geben. Es ist ja toll, dass sie das Thema spannend genug finden, sich Wochenende für Wochenende hinzusetzen und sich damit zu beschäftigen. Viele andere sind es aber nicht und das ist auch ok so. Für diese (große) Gruppe, kann ihr Ratschlag nicht der passende sein, zumindest kann ich mir das nicht vorstellen.

    Der andere Fehler, der ihnen glaub ich auch schon häufiger unterlaufen ist, ist der, den Vermögensberater wieder als halb-leeres, anstatt als halb-volles Glas zu betrachten. Ja, vielleicht gibt es auch mal wieder einen der nicht zu 100 % im Kundeninteresse berät. Das kommt bestimmt vor. Aber es ist nicht durchgehend der Fall.
    Wie verständlich, richtig, logisch etc diese Online-Hilfe ist, sei auch mal dahin gestellt. Klar kann die gut sein, man findet viele tolle Dinge im Internet. Aber eben nicht ausschließlich. Viele Menschen werden mit dem Ding mal wieder überfordert sein, sich einen menschlichen Ansprechpartner wünschen oder schlicht keine Lust haben stundenlang vorm Monitor “pdfs” zu wälzen.

    Und ganz nebenbei: toll wäre doch, wenn diese Online-Hilfe wirklich gut umgesetzt wird und der Kunde dann aufgrund dieses Angebotes + dem zusätzlichen Ratschlags eines Vermögensberaters endgültig eine ihn zufriedenstellende Lösung anstreben und umsetzen kann. Wenn das Ding gut wird, greifen wir am Ende selbst wieder bei unseren Beratungen drauf zurück. Von daher…abwarten und Tee trinken 😉

  3. Thomas, 29. Oktober 2011 um 17:57 Uhr

    Herzlichen Glückwunsch Thomas80!

    Du bist einfach ein toller Hecht und davon überzeugt, dass “richtige” zu tun. Oder simpler ausgedrückt: Du tust wenigstens etwas…!

    Viele Menschen sind nicht in Deiner Situation. Ich würde mich freuen, wenn Du darüber nachdenkst und akzeptieren kannst.

  4. Norbert Strauß, 31. Oktober 2011 um 08:24 Uhr

    Die Renteninformation ist eine der wichtigsten Information, die der Staat seit 2002 jedem über 27 jährlich zur Verfügung stellt. Fragen wir doch einmal, wer hat diese Zahlen verstanden und kann die Auswirkungen für sich unter Berücksichtigung von Sozailabgaben , Steuern und Inflation erklären ? Eher einer oder zwei von zehn ?Für jeden Finanz-, Vermögensberater oder auch Makler oder Versicherungsvertreter eine wichtige Aufgabe und eine echte Dienstleistung !
    Wird das ein Onlinetool lösen ?