Run auf Gold

25. Oktober 2011 | 565 mal gelesen

“Seit 2010 hat sich unsere Kundenbasis stark verbreitert, angefangen bei Auszubildenden, Studenten und jungen Familien”,

so der Geschäftsführer des Gold-Handelshauses Pro Aurum (siehe Kölner Stadtanzeiger vom 21. Oktober 2011, S. 14).

Bleibt zu hoffen, dass all diejenigen, die dazu gehören, wissen, was sie tun. Denn Gold ist eine hochspekulative Anlage ohne Verzinsung. Und meistens dann, wenn sich alle auf etwas stürzen, gibt es alsbald einen kräftigen Crash. Aber vielleicht liegt der Goldpreis in zwei Jahren noch viel höher? Nur die Glaskugel weiß es. Ganz anders bei Anlagen, die eine planbare und zuverlässige Rendite abwerfen. Und die gibt es, auch für Auszubildende, Studenten und Familien mit Kindern.


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Kommentare für diesen Artikel (10)

  1. Peter Müller, 25. Oktober 2011 um 10:19 Uhr

    Den Beitrag find ich sehr gut! Darüber würde ich gerne noch mehr lesen! Danke und weiter so!

  2. Anastasia, 25. Oktober 2011 um 11:15 Uhr

    Ich weiß, Gold ist spekulativ und ich rate auch nicht dazu es zu kaufen. Nur mal zum nachdenken: Wenn das Eurosystem nicht bald die “Reißleine” zieht, sind Anlagen weder planbar, noch werfen diese Renditen ab. Mir wird langsam wirklich schlecht bei dem Gedanken!

    Einst war die DM eine so stabile Währung, die Deutsche Bundesbank der Primus. Jetzt wird der EURO verbrannt.

  3. Tom, 25. Oktober 2011 um 16:37 Uhr

    “Hochspekulativ” dürften in Anbetracht der Gesamtsituation wohl ausschließlich Anlagen sein, die in Euro-Geldwerten notiert sind. Wohl dem. der nicht mehr darauf setzt – der große Knall kommt nämlich erst noch, Rettungsversuche und – Schirme zum Trotz.

  4. Andreas Röhr, 25. Oktober 2011 um 20:57 Uhr

    “Jeder” spricht davon und alle die es haben glauben wirklich das sie Gold haben.
    Bei mehreren Kunden habe ich schon gesehen das sie ihr Geld in Gold angelegt haben. (so glaubten Sie zumindest)
    Fakt war, das diese Kunden mit einer bestimmten Firma in Dubai einen Kreditvertrag abgeschlossen haben. Das heißt, diese Kunden haben ihr Geld der Firma gegeben, diese zahlt den Kunden einen Zins von 6% jährlich. (also ein Darlehen)
    Dann nimmt die Firma das Geld und handelt mit diesem an der Rohstoffbörse Edelmetalle. Das ganze läuft über 2 Jahre. Danach bekommt der Kunde sein Geld zurück und zwar für den Preis welchen die Goldmenge hat die er vor 2 Jahren für sein Geld bekommen hätte.
    (theoretisch kann der auch niedriger sein als vor 2 Jahren)
    Innerhalb dieser 2 Jahre kommt der Kunde nicht an sein Geld.
    Die Firma muss für einen Teil des Geldes Gold hinterlegen. Also wird durch diese Produkte eine künstliche Nachfrage nach Gold geschaffen, welche den Goldpreis in der letzten Zeit in die Höhe getrieben hat. (eine “Goldblase” also)
    Der Tag wird kommen wann diese Blase platzen wird.
    (wie bei ALLEN künstlich geschaffenen Nachfragen vorher)
    Das hat nichts mehr mit “Gold ist sicher” oder solchen Aussagen zu tun.
    Übrigens haben diese Kunden ihre Zinsen vom Januar erst im August durch anmahnen bekommen!!??

    Viele Grüße Andreas Röhr

  5. Thomas80, 25. Oktober 2011 um 22:51 Uhr

    Gold hat in seiner jahrtausenden alten Menschheitsgeschichte immer einen besonderen Wert gehabt und Gold wird auch weitere Jahrtausende einen höheren/sicheren Wert haben als “Papiergeld” oder als viele abstrakte Anlageformen.

    Einen Goldcrash mit mehr als 50 % Wertverlust wird es höchstwahrscheinlich ebenfalls nicht mehr geben, da Gold eine endliche Ressource ist und die grossen Goldminen weitgehend erschöpft sind.

    Ich bin ebenfalls stark in Gold investiert und gebe keine einziges Gramm davon her…..ich bin überzeugt, dass jetzt investiertes Gold in 30 Jahren eine höhere Rendite abwerfen wird als JEDE Lebensversicherung !

  6. Wolfgang, 26. Oktober 2011 um 09:22 Uhr

    @ Thomas80

    Die Argumente, dass Gold einen besonderen Wert hat und letztendlich die Ressourcen immer knapper werden, stimmt.
    Ihre starke Investition in Gold heisst aber nicht, dass Sie immer Reicher werden. Denn es gibt keine Dividende oder Zinsen für die Anlage in Gold. So lange Sie kein Gold wieder verkaufen ist der angebliche Reichtum nur auf dem Papier ( Verkaufspreis ) zu errechnen. Im Zustand der Lagerung ist es “Totes Kapital”.
    Vergleichen Sie doch mal Ihre Goldinvestition mit Dividendenaktien anstatt mit Lebensversicherung.

  7. Anastasia, 26. Oktober 2011 um 12:56 Uhr

    @Wolfgang

    Völlig richtig. Aber die Inflation nicht vergessen 😉

  8. Thomas80, 27. Oktober 2011 um 01:08 Uhr

    @ Wolfgang

    Meine starke Investition in Gold bedeutet nicht, dass ich ausschliesslich darin investiert bin. 20 % meines finanziellen Gesamtvermögens sind Gold; der Rest ist wie folgt verteilt : 70 % Aktien, 5 % Tagesgeld. 5 % Riester-Bauspar.

    Die künftige Knappheit des Goldes bzw. Gold als Fluchtwährung wird mir in die Hände spielen; davon bin ich überzeugt.

    Denn eins ist klar: die Schulden der einzelnen Staaten wird *WEITERWACHSEN* !

    Man kann lediglich das Wachstum der Neuschulden vielleicht bremsen.

    Dennoch hat dies natürlich negatie Auswirkungen auf die Leit- und Nationalwährungen ( wie mans zurzeit ja leider erkennen kann).

    Wie unser Deutschland überhaupt das größte Problem nämlich die Vergreisung der Gesellschaft lösen will, ist mir ebenfalls ein grosses Rätsel.

  9. Marvin Meißner, 28. Oktober 2011 um 21:10 Uhr

    Einige Kritiker sprechen ja sogar schon von einem baldigem Ausverkauf. Wäre es da nicht sinnvoll auf die Profiteure von fallenden Goldpreisen zu setzen? Sprich Herrsteller von Elektrokleinteilen und Unternehmen, die in der Supply Chain nach diesen Elektrokleinteilherrstellern kommen.

    Für die Kontakte für viele Stecker wird Gold benötigt, wenn auch nur in kleiner Menge. Das Gold hat hierbei jedoch kein Luxusindikator, sodass hier weiterhin gilt, je günstiger desto besser.
    Liesst hier zufällig jemand vom Fach mit? Hat der Goldpreis überhaupt einen Einfluss auf diese Produkte oder ist die benötigte Menge dafür einfach zu gering?

    Mit freundlichen Grüßen
    Marvin Meißner

  10. heini, 29. Oktober 2011 um 10:01 Uhr

    zählt mir Gold dann auch meine Berufsunfähigkeitsrente? dann könntenich die ja kündigen – irgendwie keine gute Idee – also dann doch lieber eine langweilige Rentenversicherung wo die drin ist :))