Dilemma

21. Oktober 2011 | 973 mal gelesen

Aktuell wird in der Kommentarfunktion unseres Blogs ein Dilemma diskutiert:

Private Vorsorge für das Alter ist dringend notwendig, aber ausgerechnet denjenigen, die es am nötigsten hätten, fehlt das Geld dafür.

Dazu zwei Anmerkungen:

Ja, es ist richtig und täglich Brot unserer Vermögensberater: Es gibt leider viele Kunden, die aufgrund ihrer Einkommenssituation keine Möglichkeit haben, 50 oder 100 Euro im Monat für das Alter zu sparen. Was bleibt an Rat: Wenigstens eine Riesterrente mit minimalem Eigenbeitrag, die aber meist nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein ist und im schlimmsten Fall im Alter auf staatliche Transferleistungen angerechnet wird. Im Grunde eine aussichtslose Situation, die sich – sofern möglich – nur über die Einkommensseite lösen läßt – z.B. durch zusätzlichen Nebenjob oder Wechsel in eine andere Branche mit besser bezahlter Tätigkeit.

Dennoch: Solange Geringverdiener anstelle einer bescheidenen Sparrate mehr Wert auf ein neues Handy, den neuesten Flachbildschirm oder den Billigflieger nach Mallorca legen, sollte ein aufklärendes Gespräch zumindest nachdenklich machen.


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Kommentare für diesen Artikel (11)

  1. Wolfgang, 21. Oktober 2011 um 09:46 Uhr

    Das ist das größte Problem unserer Gesellschaft. Überall will man mit dabei sein. Im Mittelpunkt stehen mit den neuesten Handy, Computer, iPhone,i-Pad usw. Die Gehirnwäsche fängt schon im Kindesalter an. Damit die Eltern der Aufsichtspflicht nachkommen gewähren sie ihren Sprösslingen technische Spielzeuge ( Computerspiele in allen Variationen ). Später müssen es immer die raffiniertesten Spielkonsolen sein. Wie soll dann der Sparsinn bei den Heranwachsenden spürbare Effekte haben, wenn der Umgang mit Taschengeld im Elternhaus nicht gelernt wird. Für Vermögensberater/Finanzberater usw. gibt es zum Wachrütteln ein kleines aber wirkungsvolles Hilfsmittel. Der miniMax 2.0 Volksrechner oder für Profis in der Finanzwelt der BWK – Business Rechner.
    Mit dem Volksrechner können Kunden leicht Sparstrategien rechnen und erkennen somit auch den Sinn für das Sparen mittel- oder langfristig. Zumindest haben sie es sich selbst errechnet,wases bedeutet sinnlos, oder sinnvoll Geld in den Wirtschaftskreislauf zu investieren.

  2. Cüneyt Erdin, 21. Oktober 2011 um 09:49 Uhr

    Abgesehen davon, dass meiner Meinung nach auch jeder Geringverdiener zumindest ein wenig für das Alter sparen kann (vor allem mit/durch Riester), ist es nun einmal auch Fakt, dass der Gesetzgeber versucht, auch für diese Menschen eine Lösung zu finden, damit diese nicht sagen können “es wird eh angerechnet”. Diese Aussage ist meiner meiner Meinung nach heute schon nur eine Ausrede für “nicht wollen”. Siehe die vielen neuen Flachbildschirme usw.. 😉

    Zu meinem erwähnten “Fakt”:
    In der Ausgabe des Versicherungsjournals am 12.09.2011 gab es einen Bericht über den “Regierungsdialog Rente”.
    Inhalt: Dr. von der Leyen präsentierte ein Rentenkonzept, in dem es, unter anderem, um eine “Zuschuß-Rente” geht. Dieser Vorschlag sieht vor, dass Menschen, die eine private Altersvorsorge unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Laufzeiten) aufgebaut haben, im Grunde genommen “belohnt” werden, und zwar durch diese sog. “Zuschuß-Rente”.
    Es würde also aufgestockt werden, so dass man aus der Grundsicherung herauskommen und sich daher auch diese “kleine” Altersvorsorge gelohnt haben würde (was für ein Konjunktiv 😉 ist ja Zukunft).
    Bisher ist es zwar nur ein Vorschlag, aber ich bin mir sicher, dass es bald sogar Gesetz werden wird. Oder ist es das schon und ich habe es nicht mitbekommen ;)??

    Anmerkung des Moderators: Kommentar aus urheberrechtlichen Gründen leicht gekürzt.

  3. Martin, 21. Oktober 2011 um 11:53 Uhr

    @ Wolfgang – Ihr Kommentar ist teilweise sicherlich richtig. Es fehlt an den Grundlagen finanzieller Ausbildung für Kinder und Jugendliche. Heute lernt man jahrelang “Fakten auswendig” – obwohl alles Detailwissen der Welt nur noch einen Klick entfernt ist. Praktisches Wissen und Anwendungsverständnis kommt dabei viel zu kurz.

    Wieso Sie die Kommunikations- und Informations-Tools von heute und morgen verrufen, ist deshalb unverständlich.

    Wer nicht frühzeitig lernt, mit Internet, Smartphones und Co. umzugehen, wird es im Arbeitsleben künftig sehr sehr schwer haben. Die paar Auskünfte, die Sie persönlich heute von ihren Hilfsmitteln erhalten, kann Ihnen im Übrigen morgen Google oder eine App ohne weiteres geben. Kostenlos und sofort.

  4. Anastasia, 21. Oktober 2011 um 16:04 Uhr

    Kinder sollten in frühen Jahren, bereits in der Grundschule lernen, was Geld ist und für was Geld und sparen gut ist. Unsere Wirtschaft funktioniert auch nur, wenn Menschen sparen. Kinder müssen begreifen, dass unser Staat nicht durch reinen Konsum groß geworden ist.

    Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass Jungendliche und junge Erwachsene meinen, einen Anspruch auf einen bestimmten Wohlstand zu haben ohne zu wissen wie dieser entstanden ist.

  5. Wolfgang, 21. Oktober 2011 um 20:55 Uhr

    @ Martin

    Hallo, Martin, bitte den Eingangsblog nochmal lesen, und dann meinen Beitrag lesen. Ich verrufe nicht die Kommunikations- und Informations-Tools. Das Thema ist: Private Vorsorge im Alter. Also Konsumfähigkeit im Alter. Armut im Alter. Deshalb ist es sicherlich nicht von Notwendigkeit heute Geld für nicht überlebenswichtige Konsumgüter zu verprassen. Es muss nicht jedes Jahr ein neues, noch besseres, noch komfortableres Gut sein, w e n n m an e s s i c h n i c h t l e i s t e n k a n n. Sie sollten sich mal die Sendung: ” Aufstand der Alten ” intensiv ansehen. Kam am 9. Januar 2011. ZDf Mediathek. Hier der Link:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1227358/2030—Aufstand-der-Alten#/beitrag/video/1227358/2030—Aufstand-der-Alten

    Eine Dukumentation die für alle Blogleser geeignet ist. Aber Achtung, es könnte zum Schock führen. Psychisch Schwache sollten es meiden.

  6. Marcel H. Costin, 21. Oktober 2011 um 21:19 Uhr

    Es gibt doch nicht NUR Menschen die gar nichts oder nur sehr wenig sparen können. Es gibt alle Facetten von hochverschuldet bis vermögend. Und es gibt genug Menschen bei denen die Spareffizienz noch erheblich gesteigert werden kann. Jede noch so kleine Verbesserung hilft. Jede 50€ Kaufkraft die jemand mehr im Monat hat, können die Welt bedeuten, wenn er im Alter knapp bei Kasse ist. Wer kein Geld hat, der geht nicht aus und kann keine Sozialkontakte pflegen und geht ein. Eine geschätzte Kollegien und Trainerin der BWK-Methode, die Ruth Watty, nennt dies den “Sozialen Tod”. Sehr treffend!

    Dazu gehört es zu den grundlegenden Aufgaben unseres Jobs an anderer Stelle Einsparungen zu gewährleisten, die dann wiederum dem Rücklagen-Sparen zugute kommen. Man bedenke einmal, was ein Mensch durch unsere Dienstleistung alles NICHT an Geld verliert, weil er aufhört Kredite in Anspruch zu nehmen oder weil er rechtzeitig Steuerrückführungen und Fördermittel nutzt.

    Und noch dazu, wann soll denn endlich mal ein Informations-Bruch im System passieren? Ich werde auch in 5, 10 und 20 Jahren noch bei Menschen sitzen, die sich dann wünschen werden, dass sie mich HEUTE schon kennengelernt hätten. Je eher mich (oder Branchen-Kollegen) diese Menschen erreichen, desto besser.

    Am sinnvollsten ein neugeborener Mensch von heute spart ab Geburt für die Rente, durch die Eltern.

    Ein Zahlenbeispiel: Wer 37,30€ netto im Monat spart, 67 Jahre lang, hat bei 8%Verzinsung (ohne Kosten, Inflation, etc.) 1.000.000€, nur um mal die Zahlen in Verhältnis zu setzen. Fängt derselbe Mensch 20 Jahre später an (z.B. nach Abi und Ausbildung), müsste er schon 336,48€ netto sparen (ohne Kosten, Inflation, etc.) um dasselbe Ergebnis zu erhalten. Ich will das gar nicht weiter fortführen, wartet man noch länger. Hier geht die Geschichte doch schon los, im Berufseinstieg schon den Bus verpasst und von Haltestelle zu Haltestelle hinterherhecheln, der Abstand wird größer. Und dass er diesen einholt ist eher schwierig bis unwahrscheinlich, zumal er gar nicht bescheid weiß und motiviert ist einen Sprint hinzulegen oder nach einer Abkürzung zu suchen. Hier greifen gesetzliche Rente und Fördermittel zumindest etwas unter die Arme.

    Die Million pro Person sollte es auch schon mindestens sein, denn diese sind in 67 Jahren keine Million Kaufkraft mehr wert, will man noch 10, 20 oder gar 30 Jahre lang, jeden Monat davon zehren.

    Die Moral von der Geschicht: Wer wenig Geld hat, der sollte die Zeit nutzen! Selbst wenn man Zinsen mal ganz außen vor läßt. Wer später bremst, muss kräftiger drauf treten um noch vor der Mauer stehen zu bleiben. Den Menschen ist der Wert der Zeit nicht klar.

    So lange McDonalds-Filialen randvoll besucht sind, Multimediamärkte aus dem Boden sprießen wie Pilze, so lange millionen von Elektronikgeräten sämtlicher coleur Absatz finden, so lange muss auch das Thema sparen für den Konsum im Alter kommuniziert werden.

    Leider wird eines nie passieren, dass Menschen die vorbereitet sind, den Unterschied erleben, wie es gewesen wäre, hätten sie gar nichts getan. Demnach findet von dieser Quelle (die sich vielleicht in einer anderen Zeitlinie in einem Paralleluniversum befinden müsste) 🙂 ausgehend auch kein Erfahrungsaustausch statt. Das Problem ist viel zu theoretisch und fiktiv. Und unser Beruf ist es diese Situation plastisch, greifbar zu machen. Das ist alles.

    .

    Ich begrüßte zudem den Wunsch nach finanzieller Allgemeinbildung in der Schule. Spätestens in Sekundarstufe II, sollte ein Grundverständnis für Zahlen und Verhältnisse bestehen, so wie dem Leben da draußen.
    Immerhin gibt es ja bereits in einigen Gegenden Deutschlands (z.B. Berlin) “Hartz IV-Unterricht” (wie füllt man Anträge für Sozialleistungen aus, welcher Wohnraum steht einem zu, usw.) Traurig!

    Dieses Jahr hatte ich bereits zwei Unterrichtseinheiten mit hochbegabten Kindern zu dem Thema und es hat sogar bewirkt, dass einige Kinder stolz ihr Taschengeld sparen, mit den Worten “Herr Costin, Sie haben beim letzten Mal gesagt, man kann nie früh genug anfangen und deswegen spare ich nun die Hälfte meines Taschengeldes” [14 Jahre]. Ich hatte die Chance und wollte es einmal ausprobieren wie so ein Unterricht ablaufen könnte.
    2012 werde ich das Thema intensiver aufgreifen und nach einer speziellen Fortbildung, für 2-4h im Monat über ein halbes oder ganzes Jahr, dieses Projekt ehrenamtlich an Schulen realisieren.

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    Und danke, dass Sie das hier nochmal angesprochen haben Herr Dr. Lach.

    PS: Viele Grüße an den Kollegen Cüneyt Erdin, wir sind uns neulich völlig zufällig im Berufsbildungszentrum begegnet und kannten uns nur hier aus dem Blog. 😉

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    Ein schönes Wochenende,
    Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –
    Metropolregion Düsseldorf/Köln
    0177/7616059

  7. Marvin Meißner, 21. Oktober 2011 um 23:37 Uhr

    Ich habe gerade erst als Vertrauensperson angefangen und bitte daher eventuelle Fehler zu verzeihen.
    Auch ich sehe das beschriebene Problem als gesellschaftliches Problem. Dennoch denke ich, dass es eher einem Kampf gegen Windmühlen ähnelt. Wenn der Wille nicht vorhanden ist, so bringen auch weitere Argumente oder auch ein höheres Einkommen, da keine Besserung. Letzteres würde dann eher nur wieder verkonsummiert werden.
    Viel mehr sollte Wert auf die Menschen gelegt werden, die wollen aber nicht können. Aus persönlicher Erfahrung sind dies in erster Linie Studenten. Auch hier herrscht ein geringes Einkommen vor, dennoch wird aber eine relativ hohe Menge an Geld als Spareinlage zurseite gelegt. Diese Beträge werden jedoch nicht in die Altersversorge investiert, sondern fallen den hohen Bildungskosten zum Opfer. Diese sind Lehrmaterialien, wie Bücher, Laptop/Computer und Schreibmaterialien. Dazu kommen die Sozialbeiträge, die die Universitäten erheben und in einigen Bundesländern die Studiengebühren. Erschwerend dazu kommen die ständig steigenden Beiträge der Studentischen GKV.
    Natürlich kann hier immer wieder das Argument gebracht werden, dass diese Personengruppe im Berufsleben einer höheren Einkommensschicht angehören wird und somit die Defizite während des Studiums ausgeglichen werden können, wenn jedoch das Geld nicht mal für eine Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung reicht und die Funktionalität eines Computers über das Bestehen oder nicht-Bestehen des Studiums entscheiden kann, dann sehe ich da keine Entschuldigung. Meiner Meinung nach sollte eine vernünftige Vermögensgrundsicherung und die Möglichkeit einer zusätzlichen Altersvorsorge, in der heutigen, zivilisierten, westlichen Welt als Grundrecht gelten. Dies ist Aufgabe der Politik. Auch ist die Begründung der GAV-Kürzung mit der Einführung von Riester ziemlich hinfällig, wenn sich diese nicht jeder leisten kann.

    Zum Abschluss möchte ich noch einmal hervorheben, dass mein Beitrag lediglich auf persönlicher Meinung und Erfahrung beruht und ich in der Ausbildung noch ganz am Anfang stehe – nicht etwa auf statischen Zahlen oder anerkannten, wissenschaftlichen Beweisen. Deshalb bitte ich noch einmal darum, eventuelle Fehler zu verzeihen und falsche Beobachtungen meinerseits zu korrigieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Marvin Meißner

  8. Frank Schmidt, 23. Oktober 2011 um 10:31 Uhr

    Hallo,

    @ Marvin Meißner

    Das sehe ich sehr ähnlich. Glückwunsch der DVAG, zu solchen VM’s. Viel Erfolg als Berater.

    Ich wäre um die Jahrtausenwende glücklicher gewesen, man hätte einfach die Wahrheit gesagt, anstatt das Märchen der sicheren Rente gebetsmühlenartig zu wiederholen. Und dafür den ganzen Riester & Rürupquatsch gelassen.

    Das eigentliche Problem ist ja nicht fehlendes Geld, sondern ist die aus dem Ruder gelaufene Alterspyramide, fehlenden Kinder also. Und um die zu korrigieren, wurde nichts, außer etwas Kosmetik, unternommen.

    MfG
    Frank Schmidt

  9. Cüneyt Erdin, 24. Oktober 2011 um 10:27 Uhr

    @ Wolfgang
    Die Doku “Aufstand der Alten” ist tatsächlich sehr gut, stimme Ihnen zu.
    Sie sollte meiner Meinung nach eine Art “Pflicht für jedermann” werden. Gleichzeitig sollte die Doku noch stärker darauf hinweisen, dass es sich um eine (sehr wahrscheinlich) mögliche Zukunft unserer Gesellschaft handelt. Aber wie sollte mal eine solche Pflicht umsetzen? Hmm…

    @ Marcel H. Costin
    hehe…..netten Gruß zurück, netter Kontakt. Tja, so klein ist die Welt 😉
    Hoffentlich treffen wir uns demnächst nochmals, vor allem, wenn ich auch mehr Zeit habe. Hatte ich ja leider an dem Tag nicht, da ich das Berufsinformationsseminar kurz danach durchgeführt habe.

    @ Herrn Meißner
    super, Ihre Einstellung und Denkweise! Weiter so! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf Ihrem weiteren Weg innerhalb unserer Gemeinschaft. Vlt. lernen wir uns ja auch mal “zufällig” kennen.

    zum Thema:
    ich habe am WE über o. g. Thema mit ein paar Bekannten gesprochen. Es gab darunter eine Person (ca. 35 Jahre alt, verheiratet), die tatsächlich der Meinung ist, dass ihr der Konsum heute wichtiger ist (Handy, Urlaub, usw.). Sie möchte definitiv heute auf nichts verzichten (nicht einmal z. B. einen kleineren Urlaub statt des grössten, den sie sich leisten kann), weil z. B. die Rente noch weit weg ist, oder z. B. im Krankheitsfall man ja nicht völlig liegen gelassen wird.
    Sie lebt heute für heute, nicht heute für morgen. Was dann ist, kann man dann noch schauen. Und überhaupt ist der Staat ja noch da, ist ja auch sein Job.

    Fakt ist: ich spreche hier über eine Person, die eigentlich mit beiden Beinen im Leben steht. Eigentlich. Eigentlich, weil diese Person kaufmännisch ausgebildet und seit einiger Zeit leitender Angestellter ist. Führt also ein Team, hat für sich, das Team und auch die Filiale Verantwortung.
    OMG! :O

    Ich bin mittlerweile, nach vielen Gesprächen mit vielen Menschen der Meinung, dass der Staat mit den Themen Grundsicherung, HartzIV, Kürzung innerhalb der GKV usw. noch viel zu lasch umgeht, vlt. zu wenig und zu indirekt informiert.
    Dieser Vorschlag der “Zuschuß-Rente” von Frau von der Leyen ist vom Grundsatz her doch schon mal eine gute Idee.
    Aber nach solchen Gesprächen denke ich, dass es auch in die andere Richtung gehen muss, also wer gar nichts für sich und somit für die Gesellschaft tut, sollte auch irgendwie bestraft werden und nicht einfach nur auf Grundsicherung belassen werden. Ok, Ja, wobei die Grundsicherung ja schon sehr gering ist.

  10. Anastasia, 24. Oktober 2011 um 14:59 Uhr

    @Cüneyt Erdin

    Ja, so ist das, auch wenn man leitender Angestellter ist… Auch dieser Status bedeutet nicht, dass man sich automatisch um die bestehenden Probleme (die uns übrigens alle angehen) sorgt. So wie ihre Bekannt denkt, denken viele: „Es ist die Aufgabe des Staats für uns zu sorgen“. Im Prinzip nicht verkehrt, nur sitzen „da oben“ auch nur Menschen und die werden genauso vom Geld der Wirtschaft beeinflusst wie alle Menschen. Und dann sein ganzes Vertrauen und Schicksal in die Hände der Politik zu legen, naja!

    Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, wenn ich mir ansehe, was der Staat aktuell mit unseren Steuern anstellt, wird mir schlecht! Die Rechnung werden wir alle noch bezahlen. Von daher sollte sich ihre Bekannte noch viel kaufen, bevor die Mehrwertsteuer auf 25% steigt 😉

  11. Marvin Meißner, 28. Oktober 2011 um 20:43 Uhr

    Vorab vielen Dank für Ihre Komplimente und Glückwünsche. Es freut mich, dass meine Meinung hier geschätzt wird.
    @ Herrn Erdin; die Wahrscheinlichkeit ist sogar höher als sie vermuten mögen. Wie ich aus Ihrer Website entnehme, teilen Sie und ich uns das selbe Schulungs- und Weiterbilgungszentrum in Meerbusch.
    Sollte ich Sie dort mal antreffen, werde ich Sie sicherlich ansprechen. Soweit ich es beurteilen kann haben Sie ja eine sehr fachkundige Meinung. Daraus könnte sich sicherlich eine interessante Diskussion ergeben, so von Anfänger zu Hauptberufler.

    P.S. Wie man eventuell an den Beitragsdaten sehen kann, habe ich fast nur Freitags Zeit zum lesen dieser Website 😉