Ruhe bewahren

4. Oktober 2011 | 601 mal gelesen

Die Absenkung des Garantiezinses wird aktuell allzugerne von den Medien dazu genutzt, private Renten- und Lebensversicherungen negativ zu bewerten. Fast immer wird dabei vergessen oder nicht erwähnt, dass die Überschussbeteiligung viel wichtiger und deutlich höher ist als der Garantiezins und dass Versicherungen immer auch biometrische Risiken abdecken.

Dennoch zeigt die Berichterstattung bei den Bürgern Wirkung, denn offensichtlich spielen weit mehr Menschen als sonst mit dem Gedanken, ihren Vertrag frühzeitig zu beenden, weiß die Zeitschrift cash in ihrer Ausgabe vom 1. Oktober 2011 (Seite 26) zu berichten.

Für einen solchen Ausstieg gibt es keinen Grund, im Gegenteil, denn vorzeitige Kündigung wirkt sich fast immer negativ auf die Leistungen aus.

Hinzu kommt: Die deutschen Lebensversicherer sind nahezu gar nicht in Aktien investiert und haben auch nur zu vergleichsweise niedrigen Anteilen Anleihen besonders bedrohter Länder in ihrem Anlageportfolio. Gefährdet wären die Kapitalanlagen also tatsächlich nur für den schlimmsten Fall, also z.B. ein Zahlungsausfall Deutschlands. 

Anlass genug, die Verträge beizubehalten, um so die eigene Altersversorgung und ggf. die von Hinterbliebenen nicht aufs Spiel zu setzen.