Sparbuch

2. Oktober 2011 | 853 mal gelesen

“Warum heißt das Sparbuch Sparbuch? Weil man es sich sparen kann”,

so ein Sprichwort.

Ganz anders sieht dies offensichtlich ein größerer Teil der Bevölkerung: Eine aktuelle Umfrage (siehe auch Börsenzeitung vom 23. September 2011) hat ergeben, dass sich die Anzahl derjenigen, die mit dem Sparbuch für das Alter vorsorgen, seit dem Jahr 2000 vervierfacht (!) hat. Die offiziellen Statistiken zu den Mittelzuflüssen belegen diesen Trend.

Da könnte man angesichts einer Verzinsung von meist unter einem Prozent auch gleich mit dem berühmten Sparstrumpf vorsorgen. Das bringt zwar gar keine Zinsen, dafür besteht aber auch nicht das Risiko, einen Teil des Geldes dem Totalverlust durch Insolvenz der Bank oder Sparkasse auszusetzen.


Kommentare für diesen Artikel (15)

  1. Frank Schmidt, 2. Oktober 2011 um 09:59 Uhr

    Hallo,

    ganz so ist es nicht. Ich habe festgestellt, dass die Sparraten auf Sparbüchern (und anderen Spar- & Sichteinlagen) höher sind, als bei vergleichsweise besser verzinsten Anlagen bzw. Fonds und LV/RV.

    Jeder müßte auch anerkennen, dass nach Kosten und auf Sicht von max. 5 Jahren betrachtet, das Sparbuch ähnlichen risikoarmen Produkten durchaus ebenwürdig ist. Und von der Verfügbarkeit her, sogar klar überlegen.

    Pauschal stimmt der Satz also nicht, dass man sich das Sparbuch sparen könne. Im Gegenteil, es ist eminent wichtig, auch volkswirtschaftlich.

    MfG
    FS

  2. Wolfgang Stadler, 2. Oktober 2011 um 13:22 Uhr

    einige meiner Mandanten haben sogar zusammen 6 Sparbücher – vermutlich, weil in der Bank nur Anzahl verkaufter Produkte zählt 🙂

  3. Sascha Neumann, 2. Oktober 2011 um 15:15 Uhr

    Also ich sehe es ähnlich wie Herr Schmidt
    Auch meine Kunden bekommen in der 1. Beratung ein Sparbuch allerdings bei 1,25% Verzinsung! Wenn noch keine oder wenig Rücklagen da sind wird als erstes das Badenia Sparbuch bespart um erst mal die Basis zu sichern und wenn der Kunde mal schnell Geld braucht hat er innerhalb von 3-4 Tagen sein Geld !
    Aber für langfristiges sparen sollte jeder (meine Meinung) in Fonds investieren um auch am Markt zu profitieren gerade jetzt wo alles gefallen ist!
    Zu sagen das das Sparbuch keine Daseins Berechtigung hat fände auch ich für suboptimal ausgedrückt 😉
    Sonniges Weekend und Grüße aus Paderborn

  4. Mechler, 2. Oktober 2011 um 15:33 Uhr

    Nicht das Risiko, einen Teil des Geldes dem Totalverlust durch Insolvenz der Bank oder Sparkasse auszusetzen.

    Die Banken und Sparkassen haben eine gesetzliche Einlagensicherung. Viele sind durch eine eigene noch höhere Einlagensicherung abgesichert.
    Gingen diese trotz der gesetzlicher Einlagensicherung Insolvenz nehmen sie die bei ihr angelegten Fonds und Versicherungen gleich mit.

    Der Mann hat ein Sparbuch, seine selbstverdienende Ehefrau hat ein Sparbuch, auf beide Namen haben sie ein Sparbuch, schon sind wir bei
    3 Sparbücher. Nun kann von jedem Sparbuch innerhalb eines Kalendemonats 2000,– Euro ohne Vorchußzinsen Kapital abgezogen werden.
    Nach 3 Monaten kann das Sparbuch ohne Verlust aufgelöst werden.

  5. Wolfgang, 2. Oktober 2011 um 20:01 Uhr

    @ Frank Schmidt
    @Wolfgang Stadler
    @Sascha Neumann
    @Mechler
    die Meinungen sind auch meine. Nur der Blob-Schreiber malt wieder mal den Teufe an die Wand. Warum wird nicht erwähnt, dass Versicherungen Verluste bringen können. Stelle ic hfest, dass mein Kapital ohne Ertrag arbeitet, kündige ic hbei der Bank. Verlust ? Keiner. Kündige ich bei de Versicherung, Verlust ?? Enorm. Entweder im Blog keine Schwarzmalerei, oder wenn, dann aber auch über die Versicherungen und deren Verlustrisiko bloggen.

  6. Philipp Scheuber, 3. Oktober 2011 um 13:42 Uhr

    Sehr geehrter Herr Wolfgang,

    sofern Sie die aus Ihrer Sicht einseitige Schreibweise des von Ihnen als “Blog-Schreiber” bezeichneten Dr. Lach stört, so empfehle ich Ihnen ganz freundschaftlich sich doch auf anderen websites umzusehen, auf denen man eher Ihren Geschmack trifft. Niemand zwingt Sie, diesen Blog zu lesen. Und um Ihre retorische Frage trotzdem zu beantworten, weshalb hier nicht erwähnt wird, dass Versicherungen Verluste bringen können: Vielleicht weil das Thema dieses Eintrags lautet: “Sparbuch” und nicht “Versicherungen und ihre Risiken”. Und Herrn Dr. Lachs Einschätzung der aktuellen Zinssituation und der mangelhaften Einlagensicherung ist doch wohl alles andere als Schwarzmalerei, oder verfolgen Sie die aktuellen Diskussionen zu diesem Thema nicht?!
    Ich hoffe ich könnte Ihnen bei diesem Problem zumindest ein wenig weiterhelfen und verbleibe mit leicht sarkastischen, aber dennoch besten Grüßen =)

  7. Thomas S., 3. Oktober 2011 um 17:03 Uhr

    In Zeiten kostenloser, durchaus gut verzinster, Tagesgeldkonten ist ein Sparbuch in der Tat ein Buch, das man sich sparen kann!

    Das Tagesgeldkonto wird (deutlich) besser verzinst als ein Sparbuch, ist flexibler und ebenso kostenlos. Insofern wüsste ich nicht warum ein Kunde noch ein Sparkonto benötigt.

  8. Wolfgang Reinhardt, 3. Oktober 2011 um 18:27 Uhr

    @ Wolfgang und alle anderen:

    Ich bin zwar nicht Dr. Lach, aber wenn ich das Thema richtig verstanden habe ging es hier um die Verteufelung des Sparbuchs als Instrument der Altersvorsorge.

    Zweifelsfrei ist es nicht unsinnig, ein Sparbuch zur Bildung von Rücklagen, oder für die Erfüllung kurzfristiger Wünsche zu nutzen.

    Und Wolfgang, Teufel werden hier in keinster Weise an die Wand gemalt. Wahrscheinlich sind es aus der Ihnen bekannten Meidienlandschaft nur nicht gewohnt, dass hier sehr deutlich Tatsachen benannt werden, die in der Regel nicht dem Mainstream folgen. Daran müssten Sie sich allerdings schon gewöhnen.

  9. Wolfgang, 4. Oktober 2011 um 08:34 Uhr

    @ Philipp Scheuber
    @ Wolfgang Reinhardt

    Nennen Sie mir bitte eine Bank oder Sparkasse wo Anleger mit Saprbuch einen ” Totalverlust ” erlitten haben. Wenn nicht, sollten Sei sich meien Zeilen nochmal intensiv durchlesen. Gerne lasse ich mich hier korrigieren, wenn Sparkassen mit den Kundengeldern “Totalverust ” erlitten haben.
    Ich bitte um rege Mitteilung

  10. Frank Schmidt, 4. Oktober 2011 um 08:56 Uhr

    @ Thomas S,

    warum ein Kunde noch ein SB benötigt?

    a) nicht alle Mitbürger gehören der Generation Tagesgeld an,
    b) das Sparbuch erweckt noch den Anschein des Sparens im ursprünglichen Sinn, zurücklegen für schlechte Zeiten, auf die “hohe Kante” packen….
    c) das SB hat noch den Charakter von “nicht verfügbar”

    Diese Punkte gehen dem Tagesgeld ab.

    Ich will mich hier nicht für das SB prostituieren, ich selbst habe keines, aber ich verstehe Leute, die eines wollen/haben.

    Und häufig ist es doch so, dass diejenigen, die auf’s Sparbuch gesetzt haben, meist besser dran sind als diejenigen, die anderen Produkten den Vorzug gaben.

    MfG
    Framal

  11. Mechler, 4. Oktober 2011 um 11:35 Uhr

    @ Philipp Scheuber
    Stimmt im Blog wurde nicht über die Alternative zum Sparbuch oder Sparstrumpf gesprochen. Das dürfte bei den Beratern nur eine Versicherung sein.
    Diese Alternative wurde jedoch von Wolfgang angesprochen.

    “Warum heißt das Sparbuch Sparbuch? Weil man es sich sparen kann”,

    Da könnte man angesichts einer Verzinsung von meist unter einem Prozent auch gleich mit dem berühmten Sparstrumpf vorsorgen. Das bringt zwar gar keine Zinsen, dafür besteht aber auch nicht das Risiko, einen Teil des Geldes dem Totalverlust durch Insolvenz der Bank oder Sparkasse auszusetzen.

    Die gesetzliche Einlagensicherung beträgt zur Zeit 100.000 Euro.
    Wo liegt beim Sparbuch oder Tagesgeldkonto das Problem?

    Sollte der Partner der DVAG Deutsche Bank mit ihre Postbank insolvent gehen, nimmt sie Ihre Versicherungen gleich mit.
    Über die Sparbuchmöglichkeiten und Tagesgeldkonten wurde in einigen Kommentaren schon einiges geschrieben. Wobei beim Tagesgeld auch ein Referenzkonto eingerichtet werden muß.
    Versicherung:
    September 1995 wurde mir eine Fondsgebundene Lebensversicherung auf 12 Jahre abgeschlossen. Einzahlung an Beitrag 11043,36 Euro Rückzahlung 9728 Euro. Aus dieser Versicherung kam ich vor Ablauf des Vertrags nicht ohne noch höheren Verlust . Bei den mit der Versicherung zusammenarbeiten Fonds hätte ein Fondswechsel kaum was gebracht. Die Risikoanteile für eingetretene Todesfälle, Verwaltungskosten und mit dem Vertrag verbundenen Kosten waren sehr hoch.
    Hätte ich es lieber aufs Sparbuch oder iin einen Sparstrumpf getan.

    Wurde der Unternehmensblog nur für Mitarbeiter eingerichtet? Dann könnten Sie den Antrag stellen daß sich die Handvoll Mitarbeiter von 37000 sich hier verschlüsselt durch Paßwort unterhalten.

  12. Anastasia, 4. Oktober 2011 um 11:45 Uhr

    Hohe Renditen bedeuten hohes Risiko.

    Dieser Satz steht für jegliche Geldanlage. Was mit Fonds passieren kann, hat man die letzten Jahre verfolgen können. Deswegen nur Geld in Fonds investieren, welches man getrost zur Seite legen kann und nicht bankrott ist wenn der nächste Bankencrash kommt. Ich handhabe es so.

  13. Mechler, 4. Oktober 2011 um 14:36 Uhr

    @ Anastasia

    1995 habe ich gleichzeitig 20.000 DM bei dith heute allianz clobal in Fonds angelegt. Damit bin ich mehr als zufrieden. Natürlich muß man den Kurs im Auge behalten. Man könnte, wenn man will, hier hier im Gegensatz zur Fondsversicherung kurzfristig reagieren. Bei Aktien wäre das Risiko wesentlich höher als beim Fond da die Fonds breitgerfächert angelegt werden. Natürlich muß ein gewissses Rsiko immer mit eingerechnet werden. Ich stimme Ihnen zu, daß man dieses Geld getrost zur Seite legen können muß, damit kein Zwangsrückkauf getätigt werden muß.

  14. Tobias Bartelt, 4. Oktober 2011 um 15:59 Uhr

    @ Mechler

    Sie haben eine Fondsgebundene Lebensversicherung mit Todesfallschutz abgeschloßen.

    Habe ich das richtig verstanden?

    MfG

    Tobias Bartelt

  15. Mechler, 4. Oktober 2011 um 20:24 Uhr

    @ Herr Bartelt

    Sie haben richtig verstanden.
    Wollen Sie damit sagen, daß mich mein Todesfallschutz 1314,86 Euro einschließlich der Überschußbeteiligung sowie Zins und Zinseszins von eienem Betrag von 11043,– Euro kostet und damit unter dem von mir einbezahlten Betrag bleibt?
    Ich nehme das gelassen hin. Da ich in einen anderen Wohnort gezogen bin
    meldete sich telefonisch ein Berater zu einen Termin. KEIN BEDARF DA ICH VOLL BEDIENT BIN.

    MfG

    Horst Mechler