Zug der Lemminge

30. September 2011 | 1.450 mal gelesen

Ein bekanntes Phänomen: Das so genannte “zyklische Anlageverhalten”.

Bedeutet nichts anderes als: Einstieg bei hohen Kursen und Ausstieg bei tiefen Kursen.

Es liegt wohl in der Natur bzw. Psychologie des Menschen: Hohe Kurse werden als Chance auf weitere Steigerung empfunden, niedrige Kurse lösen hingegen psychologisch Angst vor noch mehr Verlust aus. Genau anders herum wäre es richtig, das ist bekannt.

Ganz aktuell hat es sicherlich wieder eine Vielzahl von Anlegern “erwischt”, die bei Höchstkursen von 1.800 oder 1.900 US-Dollar je Feinunze Gold gekauft haben. Kurz danach der Crash: Innerhalb von drei Tagen stürzte der Goldpreis um 14 Prozent ab, der stärkste Kursverlust seit 30 Jahren.

Die “Lehre”: Meist ist es besser, nicht permanent neuen Chancen nachzujagen, sondern stattdessen regelmäßig und kontinuierlich anzusparen. Zum Beispiel in einem Fondssparplan, einem Bausparvertrag oder in einer privaten Renten- und Lebensversicherung.

Das schont nicht nur das eigene Vermögen, sondern  ganz besonders die Nerven.


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Kommentare für diesen Artikel (4)

  1. Anastasia, 5. Oktober 2011 um 10:35 Uhr

    Das stimmt schon irgendwie, aber in Sachen Gold ist das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen. Sieht man sich die finanzpolitischen Probleme auf der ganzen Welt an (Europa, USA, China), kann der Goldpreis schnell explodieren. Da sprechen wir mit Sicherheit um ein vielfaches des jetzigen Kurses.

  2. Dr. Rudolf Berger-Rossa, 13. Oktober 2011 um 15:07 Uhr

    Schade, der Ursprungsbeitrag beschreibt nüchtern die Fakten, nämlich, wie sich Anleger üblicherweise verhalten. Danach wird ein Rat erteilt, nämlich, wie durch nicht spekulatives Verhalten Verluste vermeidbar sind.

    @Anastasia: Sie, Anastasia, reden, wie viele Andere leider auch, der Spekulation das Wort.

    NEIN, NEIN und nochmals NEIN: Spekulation kann sich nur der leisten, der zuviel hat! Deshalb raten die Vermögensberater der Deutsche Vermögensberatung AG ausschließlich dazu, langfristiges Kapital ratierlich anzusparen (so wie im Ursprungsbeitrag beschrieben).

    Also bitte, liebe Leser, nicht spekulieren, sondern sich von seriöser Seite beraten lassen.

    Beste Grüße

    Dr. Rudolf Berger-Rossa
    – Vermögensberater –

  3. Anastasia, 13. Oktober 2011 um 16:38 Uhr

    @Dr. Berger-Rossa,

    ich schrieb: “..kann der Goldpreis schnell explodieren.”

    Ist nun mal Tatsache, dass Menschen aus Angst vor einer Inflation die Flucht in Sachwerte antreten. Ein beliebtes Mittel ist da u. a. Gold. Und dieses Verhalten wird sich immer wieder beobachten lassen, da erzähle ich Ihnen aber bestimmt nichts Neues…

    In keinster Weise habe ich dazu geraten ausschließlich Gold zu investieren. Ich bin völlig Ihrer Meinung, dass nur mit Geld spekuliert werden sollte, welches zur freien Verfügung steht und nicht zur finanziellen Absicherung benötigt wird. Diese, unsere Einstellung ändert aber nichts daran, dass Menschen sich nicht daran halten und der Goldpreis steigen kann.

    Und wenn sich gewissen Szenarien in der Realität einstellen, könnten die Goldspekulanten und Kursverlierer von heute, morgen die großen Sieger sein. Aber deswegen heißt es auch „Spekulation“!

    Schöne Grüße
    Anastasia

  4. , 13. Oktober 2011 um 20:53 Uhr

    @ Anastasia

    Sie sind längst zum Hauptdarsteller und Alleinunterhalter in diesem Blog avanciert. Ihre Motive sind für alle hier aktiven Blogger allzu offensichtlich. Schauen Sie mal in wikipedia nach, was dort unter dem Stichwort ‘Troll’ geschrieben steht.

    Gerne veröffentlichen wir weiterhin Ihre mit unseren Richtlinien konformen Kommentare, haben aber die Bitte, sich deutlich kürzer zu fassen, da die hier bloggenden Vermögensberater nicht so viel Zeit haben wie Sie. Andernfalls werden wir Ihre Kommentare nicht mehr freischalten. Sehen Sie in diesem Hinweis eine sehr weitgehende Form der Toleranz.