Standesamt berät?

20. September 2011 | 1.036 mal gelesen

Gelegentlich entstehen Ideen, über die lässt sich trefflich schmunzeln.

So schlägt beispielsweise DIE WELT in ihrer Ausgabe vom 13. September 2011 vor, Standesämter in die Beratung zur privaten Altersversorgung einzubeziehen. Der Ansatz: Schlüsselereignisse im Leben wie Abschluss eines Arbeitsvertrages, Geburt eines Kindes oder Hochzeit sollten gezielt genutzt werden, die Menschen auf die Notwendigkeit privater Vorsorge anzusprechen.

Ob Standesbeamte wohl bereit sind, die gesetzlichen Qualifikationserfordernisse für solche Beratungsgespräche nachzureichen?


Kommentare für diesen Artikel (11)

  1. Sascha Neumann, 20. September 2011 um 08:43 Uhr

    Guten morgen
    Also das Standesbeamte beraten sollen oder sollten halte ich für falsch aber der Ansatz ist super. Wenn ein Standesbeamter oder das Amt an sich, die frisch verheirateten an einen kompetenten Berater im Vorgespräch weiter empfiehlt wäre das genau richtig! In jeder Lebenssituation den richtigen Ansprechpartner haben!

  2. Mechler, 21. September 2011 um 00:05 Uhr

    Das Standesamt als Behörde steht wie jede andere Behörde in der Neutralitätspflicht. Es kann und darf keinen Ansprechpartner vermitteln. Jedes beratende Unternehmen sagt von sich die kompetentesten Berater zu haben.
    Ich glaube nicht daß die DVAG glücklich wäre, wenn jemand in einer Behörde für die Konkurenz werben würde.

  3. Sascha Neumann, 21. September 2011 um 13:07 Uhr

    Ja da stimme ichj ihnen zu Herr Mechler (wenns ihr Name ist), da wäre die DVAG bestimmt nicht erfreut drüber, aber das war auch nicht mein Ansatz, Leider wird das Thema Finanzen und Vorsorge noch viel zu wenig besprochen und wenn dann erst seeeehr spät. Ich sehe das an meiner Tochter (16), In der schule wird dieses Thema nur angeschnitten – In den Familien (die keinen Finanzberater haben) noch seltener – ich unterhalte mich viel mit meiner Tochter über dieses Thema und merke immer an ihr das sie das Thema interessiert aber sie im Alltag keinen ihrer Freunde / innen hat mit dem sie es besprechen kann. Ich glaube das das Thema Finanzen schon in der Grundschule ein reguläres fach sein müsste, und das der Staat (jetzt kommen wir wieder auf den Standesbeamten) dafür sorge targen müsste das die Informationen von Amtlichen stellen Empfohlen wird. Der Standesamte wäre nur ein Puzzel teil, Lehrer, Arbeitsamt, Sozialamt, etc.!! Nicht erst wenn das Kind in Brunnen gefallen ist mit Herrn Zwe…rt ;). Aber deswegen gehe ich in Schule um das Thema von mir aus zu behandeln ( und bevor sie etwas sagen – das mache ich neutral 😉 )

  4. Marcel H. Costin, 21. September 2011 um 13:13 Uhr

    Ich hatte diesen Punkt auch irgendwo gelesen, aber so verstanden, dass die Leute lediglich beim Standesamt und anderswo auf das Thema hingewiesen werden sollten um sich damit zu befassen und sich dann entsprechend in Eigeninitiative informieren.

    Dass der Standesbeamte selber beraten soll, hatte ich so nicht verstanden.

    Was mir auch gleich durch den Kopf ging war, dass unsere Kunden bereits vorab zu diesen Themen informiert und unterstützt werden, denn genau das ist die Aufgabe eines Vermögensberaters! Voraussetzung ist, dass die Kommunikation zwischen Kunde und Berater steht und auch der Kunde den Vermögensberater auf dem Laufenden hält, beruflich, gesundheitlich, familiär und privat.

    Hätte jeder einen Vermögensberater seines Vertrauens an der Seite, bräuchte sich niemand den Kopf zerbrechen dass Standesämter und andere öffentliche Stellen bei diesen Aufgaben auch noch impulse setzen (gut und sinnvoll ist die Idee auf jeden Fall). Einen alternativen Berufszweig, der diese Aufgabe aktiv übernimmt, gibt es derzeit nicht, wie der Artikel nochmal untermauert.

    Also, empfehlen Sie ihren guten Berater weiter, wenn Sie mitbekommen, dass im Umfeld geheiratet wird, Kinder geboren und Häuser gebaut werden oder Job und Gesundheit nicht optimal sind. Fast immer stehen finanzielle Entscheidungen oder zumindest Auswirkungen an.

    .

    Nicht immer ist eine Produktvermittlung notwendig, ein guter Rat zur rechten Zeit, stärkt auch die Reputation und daran ist jeder seriöse Berater äußerst interessiert. Wer also fleißig weiterempfiehlt, der darf seinen Berater noch mal so viel mit ernsten Fragen löchern, als er es ohnehin schon tut. 😉 Einen größeren Dank an jedweden Berater oder Dienstleister kann es auch nicht geben als die Weiterempfehlung.

    .

    Mit besten Grüßen,
    Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –
    Metropolregion Düsseldorf/Köln

  5. Mechler, 21. September 2011 um 23:15 Uhr

    Ich habe mir vorgenommen, nur einen Kommentar zum Blog zu äußern und möglichst nicht davon abzuweichen.

    Hier steht Standesämter in die Beratung zur privaten Altersvorsorge einzubeziehen.
    Ob Standesbeamte wohl bereit sind, die gesetzlichen Qualifikationserfordernisse für solche Beratungsgespräche nachzureichen?

    Gelegentlich entstehen Ideen, über die lässt sich trefflich schmunzeln.

    Welt könnte auch schreiben: Ob Finanzbeamte wohl bereit sind, die gesetzlichen Qualifikationserfordernisse für solche Beratungsgespräche nachzureichen? Diese sitzen in Sachen Versicherung bei der Steuererklärung an der Quelle. Wenn jemand keine Versicherung eingetragen hat sollten diese darauf hinweisen.
    Die Qualifikationserfordernisse dürften beim Finanzbeamten schon vorhanden sein. (Was zum schmunzeln)
    Ich war bis zur Pensionierung Beamter des Bundes. . Kann sein daß sich heute etwas geändert hat. Zu meiner Zeit war das was Die Welt schreibt nicht möglich. Was wünschenswert ist steht auf einem anderen Blatt. Und nur dazu habe ich mich in meinem Kommentar geäußert.

    Nun weiche ich doch noch kurz vom Blog ab da ich von Herrn Sascha Neumann direkt angesprochen wurde. Zu wenns ihr Name ist. Ja das ist mein Name.
    Aber meinen Personalausweis kopiere ich Ihnen sicherlich nicht hier in den Blog der DVAG. Des gleichen werde auch ich nicht mit dem Namen des DVAG Beraters und dessen Vertreternummer DVAG bei meinem Allianz Fonds Konto hier tun. Außerdem habe ich keine Interesse mich bei facebbok anzumelden um etwas über einen Kommentarteilnehmer zu erfahren. Der Name spielt bei mir keine Rolle, sondern das was zum Blog und nur zum Blog geschrieben wird.
    Der Autor dürfte meinen Namen in der Kundendatei finden, das sollte Ihnen als Blogteilnhmer genügen.

  6. Ralf Meinecke, 22. September 2011 um 10:50 Uhr

    Also ich finde die Vorstellung recht amüsant:
    “Hiermit ernenne ich sie zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut jetzt küssen. Aber STOP! Erst, wenn Sie mir sagen, ob sie schon ausreichend an ihre Altersvorsorge gedacht haben! Und an eine mögliche Berufsunfähigkeit schon gedacht? Wie schauts aus mit dem Erwerb einer Immobilie, kommt das für sie in Frage?”

    Richtig finde ich, dass die Menschen mehr sensibilisiert werden müssen. Wenger Konsum heute, mehr Konsummöglichkeiten später. Aber ob das Standesamt dafür ein geeigneter Ort ist, wage ich doch stark zu bezweifeln…

    Ralf Meinecke

  7. moritz maruschke, 22. September 2011 um 11:48 Uhr

    “Ob Standesbeamte wohl bereit sind, die gesetzlichen Qualifikationserfordernisse für solche Beratungsgespräche nachzureichen?”

    Man könnte auch das Wort Standesbeamte durch Vermögensberater austauschen….oder irre ich da ?

  8. , 22. September 2011 um 12:33 Uhr

    @ moritz maruschke

    Ja, Sie irren gänzlich.

  9. Anastasia, 22. September 2011 um 14:21 Uhr

    Schon amüsant, wie schnell Beiträge von bestimmten Personen veröffentlicht werden, während kritischer Beitrag hier einfach nicht erscheinen. Woran mag das liegen?

    Anmerkung des Moderators: Wir behalten uns vor, über die Veröffentlichung von Beiträgen auf unseren Seiten selbst zu entscheiden. Selbstverständlich erscheinen auch kritische Beiträge, sofern sie mit unseren Kommentarrichtlinien vereinbar, d.h. vor allem thematisch passend und angemessen formuliert sind. Wir veröffentlichen keine völlig themenfremden Kommentare, keine persönlichen Auseinandersetzungen/Angriffe und keinen Spam. Näheres dazu in den Kommentarrichtlinien.

  10. Value Investor, 23. September 2011 um 19:46 Uhr

    Wer sich mit dem Value Investment beschaeftigt, braucht keine sogenannten Vermoegensberater (auf Provision arbeitende Allfinanzvertriebler).

    Es gibt gute Buecher zum Thema Value Investment.

    Wer sein Geld jedoch lieber ” verbrennen ” moechte, schliesst kapitalvernichtende Lebensversicherungen (KLVs) , Riester, Ruerup und einen Bausparvertrag ab, ueberlasst anderen seine finanziellen Anlagen, die vorgeben, Ahnung von Finanzmaerkten zu haben und wundert sich dann hinterher, warum er doch nur abgezockt wurde.

  11. , 24. September 2011 um 09:51 Uhr

    @ Value Investor

    Unsere Kunden sind heilfroh, dass sie keine dicken Bücher und Zeitschriften wälzen und sich zeitaufwändig mit Dingen beschäftigen müssen, die ihnen gerne ein kompetenter Vermögensberater der DVAG abnimmt.

    Warum vernichten Lebensversicherungen Kapital? Für unseren Premiumpartner AM Leben trifft dies mit einer aktuellen Überschussbetiligung von über 4 Prozent ganz sicher nicht zu.