Leere Versprechen

16. September 2011 | 1.074 mal gelesen

“Transparenz bleibt bei vielen Banken nach wie vor ein leeres Versprechen”,

so DIE WELT in ihrer Ausgabe vom 15. September 2011.

Es geht um die Offenlegung von Provisionen: Bei 172 Bank- und Sparkassenfilialen fragten Verbraucherschützer gezielt nach den mit einem konkreten Geschäft verbundenen Provisionen.

79 Filialen verweigerten schlichtweg die Auskunft, obwohl ausdrücklich nach der Provision gefragt wurde. Einige der Begründungen: Es handle sich um ein Geschäft, bei dem die Provision von Gesetzes wegen nicht offengelegt werden muss, der Offenlegungsanspruch sei verjährt oder die Auskunft sei zu aufwändig.

Unsere Meinung: Unabhängig davon, ob nun  im konkreten Fall ein Rechtsanspruch bestand oder nicht – wenn der Kunde ausdrücklich fragt (was im Normalfall ohnehin selten vorkommen dürfte), sollte man als Bank Auskunft geben. Alles andere hilft ganz sicher nicht dabei, das ramponierte Image wieder in Ordnung zu bringen.


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Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. Thomas80, 18. September 2011 um 09:04 Uhr

    Die Transparenz bleibt auch bei Versicherungen genauso auf der Strecke. Bestes Beispiel : eine fondsbasierte Lebensversicherung.

    Ich kenne KEINE einzige Versicherung, die die gesamten Kosten der fondsbasierte Lebensversicherung transparent darlegt.

    Kein Wunder warum Banken und Versicherungen so einen schlechten Ruf haben…

  2. Frank Schmidt, 18. September 2011 um 16:25 Uhr

    Hallo Thomas80,

    grundsätzlich haben Sie Recht, die angesprochene Transparenz ist hier zu Lande kundenunfreundlich. Jedoch, beispielsweise die Vienna Life (Rentenversicherung Schicht3) kann man mit einem selbst gestrickten Excelprogramm, über 30 Jahre hinweg, bis auf wenige Euro genau nachrechnen. Ich kenne auch noch andere Gesellschaften, aber dafür ist es hier der flasche Blog.

    Ich habe das bei vielen Gesellschaften gemacht und frage mich am Ende, wozu. Nur um heraus zu finden, dass Versicherungen bei näherer Betrachtung vergleichsweise nicht ZU teuer sind?

    Wenn Sie eine fondsbasierte Rentenversicherung vertragskonform durchziehen, das ist natürlich Bedingung, kommen Sie unter Betrachtung deren Vorteile, besser weg, als mit einem Investmentfonds. Da nützen Ihnen auch eventuelle 100% Rabatt auf den Ausgebaufschlag nichts.

    MfG
    FS