Gefährliche Illusion

14. September 2011 | 769 mal gelesen

Die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge DIA belegt:

Vor allem Besserverdienende nutzen konsequent die Riester-Rente, um sich so staatliche Zulagen und Steuervorteile zu sichern.

Dagegen ist nichts einzuwenden.

Fatal nur, dass sehr viele dieser Riestersparer glauben, damit bereits einen großen Schritt hin zur auskömmlichen Absicherung im Alter gemacht zu haben (siehe DIE WELT vom 13. September 2011).

Eine gefährliche Illusion. Denn fest steht, dass ein “normal dotierter” Riestervertrag die Versorgungslücke im Alter nur zu einem kleinen Prozentsatz schließt. Umso wichtiger, den Bürgern in jedem Beratungsgespräch aufzuzeigen, dass weit mehr erforderlich ist, um den persönlichen Wohlstand im Alter zu sichern.


Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Marcel H. Costin, 14. September 2011 um 14:36 Uhr

    Zitat, 3. Abschnitt von unten:
    “Sollte nämlich bei Geringverdienern die spätere staatliche Rente unter dem Grundlebensniveau liegen, könnten sich die Riester-Zahlungen als umsonst herausstellen, weil die Riester-Rente dann auf die staatlichen Zuschüsse im Alter angerechnet würde.”

    Ich finde diese Art der Darstellung nicht in Ordnung. Da steht impliziert, dass es umsonst ist arbeiten zu gehen, wenn ich doch Sozialhilfe in Anspruch nehmen kann ! ! !
    Später bei der Rente: “Oh, ich habe ein mieses Geschäft in meinem Leben gemacht und hätte staatliche, soziale Unterstützung auch so bekommen. ohne ein kleines bisschen Eigenleistung?”

    Selbst wenn es mit Sicherheit angerechnet werden würde, sollte jeder den Anspruch an sich selbst haben, dass er sein Leben auf eigene Füße stellt, denn das Geld, dass jeder Sozialhilfeempfänger bekommt, haben andere Menschen ins Verdienen gebracht. Das soziale Netz soll nur für den Notfall die Existenz absichern und ist keine Hängematte.

    Leider ist es ein Dominoeffekt, wenn Einige es ausnutzen, da denken Andere dann schnell auch, wieso nur die, wieso nicht auch ich ein bisschen in der Hängematte schaukeln? Man lebt schließlich nur einmal und am Ende hat der alte Darwin vielleicht doch recht.

    Zum Grundlebensniveau im Alter führen im Leben viele Wege.

    Man hätte diese Aussage auch anders schreiben können, was der Autor aussagen will ist verstanden worden. “Umsonst” ist hier jedoch fehl am Platz. Ist aber leider die landläufige Denkweise. ;-(

    Vielleicht aber liegt es auch an der mangelnden, finanziellen Allgemeinbildung und der Einstellung sich selbst und der Gesellschaft gegenüber.

    ——

    Dazu fällt mir gerade eine kleine Geschichte ein, die ich erlebt habe vor einiger Zeit. Ich habe zusammen mit verschiedenen Geschäftsleuten regelmäßig Abends eine Art Wirtschaftsbrettspiel gespielt und an einem Abend war einer der Spiel-Unternehmer im wahren Leben ein Arzt aus Lübbeck. Ich habe ihm im Spiel Geld geliehen um nicht Bankrott zu gehen. Kurze Zeit später hatte er im Spiel eine riesen Chance einen großen Deal zu machen und hatte sogar das nötige Kleingeld parat, entschied sich dann jedoch diesen Deal nicht wahr zu nehmen, da er bei mir noch größere Schulden hatte und diese erst abzahlen wollte – ich darf daran erinnern, es war nur ein Spiel.

    Als Geschäftsmann habe ich ihm natürlich geraten den Deal abzuwickeln und mich am Geschäft zu beteiligen, es lag schließlich in meinem Interesse. Alleine die Tatsache, dass dieser Mensch sogar mit Spielgeld ehrbar umgeht, hat mir sehr imponiert. Zumal, wir standen spielerisch im Wettbewerb zueinander.

    Überhaupt lernt man auf spielerische Weise Menschen und ihre wahren Verhaltensweisen im Bezug auf Loyalität und Geld sehr gut kennen und ich habe dadurch so einige Eindrücke gewonnen. Nicht anders ist es in unserem Beruf – spannend!

    .

    Mit besten Grüßen,
    Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –
    Metropolregion Düsseldorf/Köln

  2. Andreas Röhr, 14. September 2011 um 22:35 Uhr

    @ Marcel H. Costin,

    besser kann man es nicht beschreiben !!!
    Dem schließe ich mich zu 100% an .

    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Röhr

  3. Anastasia, 16. September 2011 um 14:14 Uhr

    Liebe Anastasia, bitte verzichten Sie nach Möglichkeit auf komplett themenfremde Beiträge und beachten Sie bitte die Kommentarrichtlinien.