… zum Leben zu wenig

8. September 2011 | 559 mal gelesen

“Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig”,

so ein Aufmacher in der Süddeutschen Zeitung vom 6. September 2011.

Es geht um das Thema Altersarmut, hinterlegt mit zahlreichen Fakten.

Einige daraus:

  • Heute gelten zwei bis drei Prozent der Rentner als arm, weil sie mit ihrem Einkommen unter dem staatlichen Grundsicherungsniveau liegen. Bis zum Jahr 2025 werden es 10 Prozent der Rentner sein.
  • 1.236,15 Euro bezieht heute ein so genannter Eckrentner. “Ein Musterbürger, der längst ausstirbt”, so die Süddeutsche. Denn kaum ein Arbeitnehmer schafft es, ununterbrochen in die Rente einzuzahlen und das für die genannte Rente erforderliche Einkommen durchgängig zu erzielen.
  • Es gibt aktuell etwa 6,5 Millionen Menschen, die Niedriglöhne bekommen oder nur Minibeiträge in die Rentenversicherung einbezahlen. Sie sind naturgemäß die ersten, die von Altersarmut betroffen sein werden.

Zahlen, die bekannt und sehr unerfreulich sind, Grund genug also, sie in Erinnerung zu rufen.

Der Staat hat wenig praktikable und gleichermaßen populäre Möglichkeiten – Beitragssatzerhöhungen, Rentenkürzungen oder Finanzierung der Altersarmut über Steuereinnahmen.

Wer sich dem nicht aussetzen will, hat nur eine Chance: Frühzeitig und ausreichend privat vorsorgen.


Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Marcel H. Costin, 9. September 2011 um 13:57 Uhr

    …die praktikabelste und populärste Möglichkeit, die der Staat anbietet:

    “Bitte liebe Bürger, spart selbst, wir zahlen auch was dazu in Form von zusätzlichen Fördermitteln und Steuerförderungen”

    Wer da alleine spart, ohne sich erst diese Unterstützung abzuholen, sollte darüber nachdenken, wen er sich an den Tisch holt, der ihm mal die Möglichkeiten ausrechnet. Die Meisten Menschen sparen stark suboptimal. Das was in den Medien publiziert wird, ist oft veraltet oder wird falsch dargestellt oder trifft nicht auf die individuelle SItuation zu. Viele Menschen nutzen diese Möglichkeiten auch nicht, weil sie glauben “Wenn es so wichtig wäre, würde es doch jeder machen und es würde überall drüber gesprochen” oder “der Staat hat doch nix zu verschenken!”

    Hat er auch nicht, aber er kann rechnen, lieber die Leute heute animieren selber was beiseite zu legen, als diese Last in wenigen Jahren auch noch auffangen zu müssen. Allerdings gehen diese Informationen im Wust der Informationsfluten und verschiedenen Meinungen total unter. Es gibt einfach zu viele Dinge die wichtig sind und jeden Tag unsere Aufmerksamkeit beanspruchen.

    Ohne laufend Eigenwerbung betreiben zu wollen, aber darum geht es hier: Gar nicht erst den ganzen Aufwand alleine betreiben und sich von Beginn an einen leidenschaftlichen Berater aussuchen, der zu keinem Zeitpunkt zusätzlich Geld kostet und trotzdem hoch motiviert ist sich ausreichend Zeit zu nehmen – da er von der anschließenden Umsetzung profitiert – welche auch NICHT mit weiteren, versteckten Kosten belastet ist. Ja, es ist wirklich so!

    Ein guter Berater bringt nachweislich über die Jahre viele tausende, zehntausende oder gar hunderttausende € an Mehrwert (auch ohne Aktien, geschloßene Fonds, Beteiligungen, etc.), ohne dafür selber mehr gearbeitet zu haben. Es funktioniert wie ein gut gebauter und richtig konfigurierter Motor, der ganz effizient Sprit verbraucht. (Sprit = Geld ; Motor = die eigene Finanzplanung ; Ingenieur = Vermögensberater ; zurück gelegte Strecke = Lebensqualität).

    .

    Hintergrund-Info: Ca. 80 Milliarden Euro Steuereinnahmen fließen als Ausgleich in den Rententopf (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Umlageverfahren) und wir stehen erst am Anfang der Demographiekurve (zunehmend mehr ältere Menschen die Rente beziehen,bzw. Anspruch haben kommen nun jedes Jahr dazu).

    80.000.000.000€ das sind 1/3 des Bundeshaushaltes!!! Es werden Schulden gemacht um die Rente mit zu finanzieren.

    Wer mehr Transparenz und Verständnis für die Zahlen unserer Bundesregierung haben will, der dürfte an dieser Seite Gefallen finden:
    http://www.OffenerHaushalt.de

    Speziell hier kann man nachvollziehen wie sich die 80 Milliarden Steuerzuschuß zur gesetzlichen Rente hzusammensetzen:
    http://bund.offenerhaushalt.de/1113.html
    Toll, dass es so etwas gibt!

    ——

    Wir suchen übrigens Menschen, die sich für diese Thematik interessieren und sich gerne ausbilden lassen möchten um rechnerisch und fachlich kompetent Mitmenschen darin zu beraten und vor allem zu begleiten(!), wie sie ihre Existenz heute und in Zukunft sicherstellen. Nebenbei wird auch ausgebildet wie man den Weg dorthin richtig absichert und sich trotz allem auch heute eine gewiße Lebensqualität beibehält!
    Ganz nebenbei, diese Arbeit wird dazu sehr gut bezahlt. Intensive Ausbildung und Training und Leistungsbereitschaft vorausgesetzt. Der Kunde will keinen Verkäufer, er will einen zuverlässigen, kompetenten und ehrlichen Ansprechpartner, der sich auch mal in seiner Freizeit zusätzlich weiterbildet. Anfragen werden gerne an die nächste Ausbildungsstätte in Ihrer Region weitervermittelt.

    .

    Mit besten Grüßen,
    Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –
    Metropolregion Köln/Düsseldorf
    0177/7616059

  2. Thomas Lange, 9. September 2011 um 17:14 Uhr

    So interessant der obere Text ist, musste aber der letzte Absatz sein?!

    Das schreckt mich gleich wieder ab, dass ich im Gespräch mit einem VB gefragt werde, ob ich Leute kenne, die ich als Kunden oder Mitarbeiter empfehlen kann oder ich selbst gefragt werden, für die DVAG arbeiten zu wollen.

  3. Winfried Felser, 9. September 2011 um 17:51 Uhr

    HDI Gerling-Studie: Auch Unternehmer betroffen

    Neben den Arbeitnehmern sind auch Unternehmer betroffen von einer drohenden Altersarmut:

    http://www.competence-site.de/bav/HDI-Gerling-Studie-zur-Altersvorsorge-Heute-Unternehmer-morgen-Hartz-IV-Empfaenger

  4. Tom Kuschel, 9. September 2011 um 23:41 Uhr

    @ Thomas Lange
    Was schreckt Sie davon ab, etwas das Sie gut finden weiter zu empfehlen? Wenn Sie von z.B. mit Ihrem Auto zu frieden sind, halten Sie das vor Ihren Freunden und Bekannten geheim? Oder Ihren Zahnarzt, Friseur und wer Ihnen noch einfällt?
    Sie sollten Ihre Einstellung den Mitmenschen gegenüber einfach mal überdenken.
    Vielleicht schaden Sie Ihnen mehr, als Sie Ihnen angeblich zu helfen glauben.
    Tom Kuschel

  5. Thomas Lange, 10. September 2011 um 10:02 Uhr

    @Tom Kuschel

    Dagegen habe ich nichts. Ich habe meinen Versicherer und Vertreter auch schon weiter empfohlen.

    Nur wenn mir ein sehr guter Freund (und er war vor dem Termin schon skeptisch) vor einiger Zeit erzählt, dass der VB schon beim ersten Termin eine Liste vorgelegt hat, wo er 10 Namen von Freunden, Bekannten und Verwandten eintragen sollte, zwecks Empfehlung, dann finde ich das irgendwie nicht seriös.