15 Millionen

3. September 2011 | 497 mal gelesen

Knapp 15 Millionen Bundesbürger haben inzwischen nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums einen Riester-Vertrag abgeschlossen und nutzen so nicht nur die weitgehende staatliche Förderung – bei meist minimalem Eigenaufwand -, sondern sorgen zumindest für die Basis einer privaten Altersversorgung.

So weit die gute Nachricht.

Die schlechte: Bei rund 27 Millionen Förderberechtigten gibt es offensichtlich immer noch rund 12 Millionen Deutsche und damit fast die Hälfte der Förderberechtigten, die keine Riester-Rente wollen oder deren Vorteile nicht kennen.

Im Grunde gleicht dies einer Verweigerung des eigenveranwortlichen Bemühens um Vorsorge für den Lebensunterhalt im Alter. Denn das Argument, sich diesen Einstieg in die Altersversorgung nicht leisten zu können, gilt in diesem Falle nicht.

So steht wohl fest, dass zumindest einige derjenigen, die keinen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, später im Alter die entgangenen Zulagen über andere staatliche Transferleistungen in Anspruch nehmen müssen.


Kommentare für diesen Artikel (10)

  1. Informant, 3. September 2011 um 16:16 Uhr

    …So steht wohl fest, dass zumindest einige derjenigen, die keinen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, später im Alter die entgangenen Zulagen über andere staatliche Transferleistungen in Anspruch nehmen müssen….

    Oder aber sehr viele der 15 Millionen Riester Sparer ein böses Erwachen haben werden, dass Ihre Riester Rente nur das Sozialamt entlastet.

  2. Thomas Lange, 3. September 2011 um 23:11 Uhr

    @Informant

    Genauso schaut es aus. Mal von der Tatsache abgesehen – was sollen bei Geringverdienern Sparbeiträge von 60 EUR im Jahr plus Zulagen denn einmal an Rente bringen, außer das der Vertreter und die Gesellschaft verdient haben?!

  3. Wolfgang Reinhardt, 4. September 2011 um 10:43 Uhr

    @ Informant &Thomas Lange: Reden Sie sich gerade Ihre Fehlentscheidung schön, die Vorteile der Riester-Rente konsequent zu ignorieren?

    Großartige Strategie 🙂

  4. Wolfgang, 4. September 2011 um 11:22 Uhr

    @ Thomas Lange

    Sie sind mir ja ein wahrer Spezialist. Die Geringverdiener, so wie Sie die Personen bezeichnen verdienen also nie mehr als 5350 Euro im Jahr ( 445,83 Euro mtl. ).
    Den Rechenweg kennen Sie ja, oder ?
    Das ist der Durchschnittslohn in Tschechien !! Wo leben Sie denn ? Bevor Sie auf dieser Plattform posten, überdenken ob es Sinn macht seinen Wissensstand zu verkünden.

  5. Thomas Lange, 4. September 2011 um 12:42 Uhr

    Tja Wolfgang, ich weiß ich zerstöre nur ungern Ihre Traumwelt, aber es gibt durchaus Branchen in diesem Land wo man so wenig verdient und zwangsläufig aufstocken muss. Das macht das ganze nicht besser.

    Dann nehmen Sie halt 10 EUR Monatsbeitrag = 120 EUR im Jahr plus Zulagen und ziehen die Kosten ab, die für die verwaltung drauf gehen und den Vertreter. Das macht auch nicht mehr aus, als Vertreter reich.

  6. Informant, 4. September 2011 um 13:13 Uhr

    @Wolfgang Reinhardt

    Ich selbst bin nicht förderfähig. Trotzdem sehe ich das Produkt Riester einfach von dem Standpunkt aus, dass vielen, gerade jungen Menschen dieses Produkt als Allheilmittel verkauft wird. Sei es von einer Bank, Vertrieb(auch DVAG) oder Agentur. Dabei sollte es nur(wenn überhaupt) ein Baustein in der Altersvorsorge sein. Gerade bei Geringverdienern(z.b. Alleinerziehende Mütter) wird die gesetzliche Rente so gering sein, dass Sie mit dem Produkt Riester niemals die Grundsicherung erreichen würden weil auch die Beiträge entsprechend niedrig sind.
    Es geht mir nur um das Produkt Riester an sich. Die staatliche Förderung in allen Ehren aber der Staat würde niemals etwas “umsonst” geben. Aber eins ist Fakt. Es lässt sich von Banken und Versicherungen einfacher verkaufen. So etwas könnte man auch Lobbyarbeit nennen;)

  7. Hans-Joachim Paffrath, 4. September 2011 um 16:31 Uhr

    @ Informant
    Die Riester-Rente ist und war nie ein Allheilmittel gegen Altersarmut oder Grundsicherung und wird von uns (DVAG) auch nicht so angeboten. Sie war auch nicht gedacht als Lösung der zukünftigen Altersrente. Es ist ein Baustein in der zusätzlichen Altersvorsorgeplanung und in vielen Fällen sogar ein sinnvoller. Ich glaube, die meisten Menschen würden gern ohne staatliche Hilfen leben. Daher helfen wir jedem, dieses wenn möglich zu schaffen, auch mit Riester wenn es dabei hilft.

  8. Frank Schmidt, 4. September 2011 um 18:31 Uhr

    Guten Abend

    “So steht wohl fest, dass zumindest einige derjenigen, die keinen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, später im Alter die entgangenen Zulagen über andere staatliche Transferleistungen in Anspruch nehmen müssen.”

    Halten wir doch mal den Ball flach. Sehr oft geht es bei Gesprächen mit Personen, die sehr wahrscheinlich nie grundsichernde staatliche Transferleistungen benötigen werden, um Steuersparangelegenheiten. Und vergessen wir dabei nicht, auch das sind “staatliche Transferleistungen”.

    Zur Riesterrente. Ich mag sie nicht, würde selbst so ein Ding nie abschließen, aber es gibt Situationen, da kommt man auf Grund der Förderung einfach nicht dran vorbei.

    Die Tatsache, das 12 Mio. so eine Versicherung haben und 15 Mio. nicht, halte ich für ein fast gesundes Verhältnis.

    MfG
    FS

  9. Wolfgang Reinhardt, 4. September 2011 um 21:07 Uhr

    @ Informant: Wenn Sie unseren Blog aufmerksam lesen würden hätten Sie festgestellt, dass gerade wir immer wieder darauf hinweisen, die Riester-Rente eben nicht als Allheilmittel in Anspruch zu nehmen!

  10. Wolfgang, 4. September 2011 um 22:07 Uhr

    @ Thomas Lange

    Mein lieber Thomas Lange, Sie zerstören doch bei mir keine Traumwelt. Spielen Sie noch im Sandkasten ? In der Finanzwelt zählen Fakten und Zahlen. Sind Sie denn fähig, ausser dass Sie 10 Euro Monatsbeitrag auf 120 Euro Jahresbeitrag hochrechnen können auc h die Kosten für die Verwaltung und den Vertreter zu nennen. Um e frü Sie nicht zu schwer zu machen, nehmen Sie hierzu Ihre Zahlen. Ich rechne dann nach ob Sie Wucherkosten verwenden. OK !?
    Dann machen Sie mal.