Teurer Dispo

12. August 2011 | 905 mal gelesen

Trotz zuletzt leicht anziehender Leitzinsen können sich Banken und Sparkassen bei der EZB immer noch sehr günstig refinanzieren. So liegt aktuell der Referenzzins weiter bei nur 1,5 Prozent, der des Drei-Monats-Euribors bei 1,6 Prozent.

Da muten die Ergebnisse einer Auswertung bei Sparkassen und Banken im Raum Köln (s. Kölner Stadtanzeiger vom 8. August 2011, Seite 12) schon erstaunlich an: So zahlen die Kunden der Targo-Bank 14,7 Prozent Zins auf den Dispo, bei der Sparkasse Leverkusen sind es 13,75 Prozent. Auch die meisten anderen Institute liegen jenseits der 13-Prozent-Marke.

Noch schlimmer beim Überziehungszins: 19,7 Prozent bei der Kreissparkasse Euskirchen, 19,6 Prozent bei der Raiffaisenbank Odenthal oder 19,25 Prozent bei der VR Bank Bergisch Gladbach. Auch hier kaum ein Institut unter 17 Prozent.

Ganz schön happig. Am besten also, erst gar nicht den Dispo in Anspruch nehmen. Und jedem, der es dennoch nicht schafft und sogar den Dispo regelmäßig überzieht, kann man dringend nur zur Umschuldung in einen Konsumentenkredit anraten, denn dessen Zinssatz ist aktuell fast immer einstellig.


Kommentare für diesen Artikel (7)

  1. Informant, 12. August 2011 um 12:40 Uhr

    “…kann man dringend nur zur Umschuldung in einen Konsumentenkredit anraten, denn dessen Zinssatz ist aktuell fast immer einstellig.”

    Oder ein Konto bei der DKB eröffnen und sich den Dispo mit 7,9% p.a. sichern.

    Besser ist es aber ihn erst gar nicht zu nutzen.

  2. monika maruschke, 12. August 2011 um 16:13 Uhr

    Den gibts aber doch nicht bei der DVAG, oder irre ich mich da?

  3. Informant, 13. August 2011 um 18:39 Uhr

    @Monika

    Nein bei der DVAG nicht aber trotzdem denke ich eine interessante Info:)

  4. m. maruschke, 14. August 2011 um 12:37 Uhr

    dann kann das Produkt ja gar nicht gut sein. Sonst hätte das doch auch die DVAG. Die haben nämlich immer die Besten Produkte.

  5. joerg renner, 14. August 2011 um 22:00 Uhr

    @ Vorredner/ Schreiber,

    was habt Ihr für ein Problem?

    Glaubt Ihr wirklich, daß was Ihr schreibt?

    Wacht endlich mal auf!

    Im Grunde wollen wir wohl das gleiche!?

    Also die Kräfte bündeln ist angesagt und nicht uns gegenseitig bekämpfen!

    Darüber mal extrem, dass meine ich auch sehr sehr ernst, nachdenken ist angesagt!!!

    Wissen Sie nicht was ich damit meine? Das GG ( Grundgesetz) wird Ihnen die Erleuchtung bringen!!!

  6. Andreas Röhr, 15. August 2011 um 17:14 Uhr

    @ all,

    der Ehrlichkeit wegen sollte aber erwähnt werden das der Zins für den Dispo bei der DKB nur für die ersten 1000,- € berechnet wird …..
    für alles was die ersten 1000,- € übersteigt liegt der Zins dann auch erheblich höher !!!

    Also wieder das alte Lied …. es wird ein Lockangebot erstellt, und wenn der Kunde in einer gewissen “Abhängigkeit” der Bank gegenüber steht, dann werden wesentlich höhere Kosten berechnet.

    Das Eigentliche Problem ist doch, das die EZB die Zinsen auf ein historisches Tief gesenkt hat und die Banken haben die niedrigeren Zinsen, im Bereich Dispo, nicht an die Kunden weiter gegeben sondern den zusätzlichen Gewinn voll in Ihre eigene Tasche gewirtschaftet.
    Das war wohl von der EZB so nicht gedacht …. oder etwa doch !!! ???

    Diese Tatsache ist doch für den Einzelnen (den es betrifft) viel Folgenschwerer als die Frage ob die DVAG nun das eine oder andere Produkt im Portfolio hat oder nicht ! (zumal wir auch nicht damit werben den geringsten Dispo – Zins anbieten zu können)
    Für den Kunden ist es doch in den meisten Fällen viel wichtiger, welche Emfehlung ihm sein Berater gibt um von dem Dispo wieder weg zu kommen und diese dann gemeinsam mit dem Kunden umsetzt.

    Viele Grüße aus dem sonnigen Pannonia (29° C) 😉 sendet
    Andreas Röhr

  7. A., 15. August 2011 um 20:43 Uhr

    @ maruschke
    stimmt,die DVAG hat ein Spitzenprodukt im Angebot.
    Ein Girokonto, dass die ersten 500€ Dispo zinsfrei bereitstellt.
    Also für die Kunden passend, die doch noch ab und zu darauf angewiesen sind..