Und sie dreht sich doch…

11. August 2011 | 925 mal gelesen

so der Legende nach ein Ausspruch von Galileo Galilei.

Leicht abgewandelt:

“Und sie lohnt sich doch!”,

so FOCUS-Money in der aktuellen Ausgabe vom 3. August 2011, Seite 6.

Es geht um die Riester-Rente.

Denn trotz immer noch beliebter, tendenziöser Negativpresse bleibt es dabei:

“Summa summarum ist sie als optimale Grundlage für die private Altersversorgung eigentlich nicht zu toppen. Großzügige staatliche Förderung durch direkte Zuschüsse und Steuervorteile macht sie lukrativ. Eine für alle. Der Abschluss eines Riester-Vertrags lohnt sich daher für jeden förderberechtigten Sparer – ob arm oder reich, ob jung oder alt, ob kinderloser Single oder mit kinderreicher Familie, ob Selbstverdiener oder mittelbar berechtigter Ehegatte”,

so FOCUS-Money im Wortlaut, und besser hätten wir als DVAG Deutsche Vermögensberatung es nicht formulieren können.

Dennoch ein ergänzender Gedanke zu einem – leider – großen Nachteil der Riester-Rente:

Immer noch wägen sich viele Riester-Sparer in trügerischem Glauben, mit der Riester-Rente substantiell für das Alter vorzusorgen. Das ist defintiv fast immer gänzlich falsch, denn mit der Riester-Rente kann allenfalls die im Jahr 2000 verabschiedete Absenkung des Nettorentenniveau von durchschnittlich 70 % auf 67 % kompensiert werden.

Umso wichtiger also, den Bürgern im Rahmen einer kompetenten Allfinanzberatung zu erklären, dass die Riester-Rente nur ein kleiner bescheidener Einstieg in die private Altersversorgung sein kann. Zwingend notwendig sind in fast allen Fällen deutlich weitergehende Investitionen.


Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Frank Schmidt, 11. August 2011 um 12:55 Uhr

    Hallo

    Um 3% Kürzung zu finanzieren, sollen 4% vom Brutto herangezogen werden. Man rechne dann mal hoch, wie viel genommen werden müsste, um 80% zu sichern.

    Wenn ich für 3% Kürzung, 4% sparen soll, muss ich für die restlichen 10% nochmal rund 13% drauflegen, zusammen also 17% Eigenvorsorge. Und vergessen wir mal die 20% GRV Beitrag nicht.

    Wobei, da muss ein Fehler drin sein, wie kann es sein, dass 20% GRV-Beitrag für 67% Rente reichen und 17% Privatvorsorge erforderlich sind, um lediglich die 13%-tige Rentenlücke zu schließen?

    Und dann kostet diese Eigenvorsorge vielleicht auch noch sofort 4% der „wahrscheinlich“ zu zahlenden Beiträge an Gebühren und zusätzlich eventuell noch 5% – 10% des jeweiligen Jahresbeitrages. Wenn es bei der Gesellschaft, bei der ich das mache, dann zukünftig auch noch so rosig aussieht wie heute, bekomme ich Gott sei Dank einen guten Teil über die Überschussbeteiligung zurück.

    Mal ehrlich, das kann man doch nur machen, wenn man, den sicheren Nachschub betrachtend, direkt neben einer Schnapsbrennerei wohnt. Resultierend daraus und bei klarem Verstand, müsste man aber auch überlegen, ob man nicht lieber gleich nur den Schnaps kauft, um selbigen zu Rentenbeginn nach und nach zu verkaufen. (Toller Inflationsausgleich gleich inclusive.)

    Mal im Ernst, Altersvorsorge ist extrem wichtig. Den Durchblick zu behalten und die richtigen Produkte zu wählen, aber nicht leicht.

    MfG
    FS

  2. Andreas Röhr, 11. August 2011 um 20:43 Uhr

    Hallo Herr Schmidt,

    ” wie kann es sein, dass 20% GRV-Beitrag für 67% Rente reichen”
    Sie reichen eben nicht !!! Sonst würden diese 19,5 % nicht erheblich durch Steuergelder aufgestockt werden. Da liegt schon einmal der erste Fehler ….

    “Wenn ich für 3% Kürzung, 4% sparen soll ….. ”
    in den 3% Kürzung ist die Inflation nicht mit eingerechnet !!!
    Da liegt der zweite Fehler ….. u.s.w.

    Sie haben vollkommen Recht wenn Sie sagen das Altersvorsorge extrem wichtig ist !
    Sie haben auch vollkommen Recht wenn Sie sagen das Altersvorsorge nicht leicht ist …..
    Wieso denken nur soooo viele das Sie die Altersvorsorge allein, ohne fachlichen Beistand und ohne fundierte Ausbildung selber erledigen können !!??
    Damit sollte man sich nun wirklich an einen Berater seines
    Vertrauens wenden ! Dieser kann einem dann auch erklären wie der von Ihnen beschriebene Zahlenirrgarten zu entwirren ist, daraus die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden können und eine auf die Situation passende Lösung erarbeiten.
    Z.B. kann ein Vermögensberater dabei helfen.

    Viele Grüße Andreas Röhr

  3. Marcel H. Costin, 15. August 2011 um 19:46 Uhr

    Zitat Frank Schmid:
    “Wobei, da muss ein Fehler drin sein, wie kann es sein, dass 20% GRV-Beitrag für 67% Rente reichen und 17% Privatvorsorge erforderlich sind, um lediglich die 13%-tige Rentenlücke zu schließen?”

    @ Frank Schmidt
    Da ist kein Fehler drin,
    1) Wir haben ein Umlage system, es zahlen NOCH mehrere Arbeitnehmer (jeweils 20% RGV-Beitrag) für einen Rentner. Die nächsten Jahrzente sinkt das Verhältnis immer mehr da es umgekehrt proportional mehr Rentenbezieher als Rentenzahler gibt. Die Mathematik dahinter ist hochkomplex und das ganze System hochdynamisch und nicht mehr mit der Schularithmetik zu rechnen.

    2) Fehlendes Rentenkapital wird u.a. durch Steuern ausgeglichen. Der Betrag geht in die Milliarden! Genau genommen ist das System schon längst zusammengebrochen und wird künstlich am Leben gehalten.

    3) Dazu zahlt der Staat aufgrund der Inflation schon weniger aus, als er müsste (ausbleibende Rentenanpassung).

    Nicht die Zahlen sind wichtig, sondern der Wert der Kaufkraft! Auch kann man die ganzen Zahlen auf unterschiedliche Weise betrachten und auslegen. Ein Grund mehr seine künftige Konsumfähigkeit in die eigene Verantwortung aufzunehmen und sich jemanden an den Tisch zu holen der die Infos so aufbereiten kann, dass eine kompetente, finanzielle Entscheidung möglich ist.

    Empfehlung an interessierte Leser:
    Suchen Sie sich jemanden (Fahrlehrer) der sich mit den Hintergründen und der Mathematik (Vergabe der Fahrlizenz) auskennt, anstatt nur Produkte (Auto) zu verkaufen.

    Vermögen planen für’s Alter, Freizeit und Notfälle ist ein Beruf!!!

    .

    Mit besten Grüßen,
    Marcel H. Costin
    -Vermögensberater –
    Metropolregion Düsseldorf/Köln
    0177/7616059

    PS: Aufgrund des starken Anstiegs an Beratungsbedarf suchen wir zur Expansion unseres Teams zuverlässige und fleißige Menschen aus ganz Deutschland. Wir vermitteln an das nächste Ausbildungsbüro in Ihrer Region.