Kapitalstock Pflege

6. August 2011 | 1.044 mal gelesen

Eigentlich logisch, dass sich jetzt 22 “Jungpolitiker” zu Wort melden und die schnellstmögliche Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung fordern (s. z.B. DIE WELT vom 3. August 2011). Denn wer sonst außer den heute jungen Menschen sollte für die nicht gegenfinanzierten  Pflegekosten der Menschen der so genannten geburtenstarken Jahrgänge (1955 bis 1965) aufkommen?

Dass diese Kosten kaum zu bewältigen sein werden, liegt auf der Hand: Immer weniger jungen Erwerbstätigen stehen immer mehr ältere Pflegebedürftige gegenüber.

Und das ist ja nicht das einzige Problem. Denn ähnlich wird die Situation bei den Krankheitskosten sowie bei der Altersversorgung generell aussehen.

Höchste Zeit also aus Sicht der jungen Generation, schnell zu handeln. Die Forderung: Einführung eines geschützten Kapitalstocks zur Finanzierung zukünftiger Pflegekosten, zum Beispiel aufgebaut nach dem Muster der Riester-Rente mit Eigenanteil und staatlichen Zulagen.

Ein guter Vorschlag, meinen wir als DVAG Deutsche Vermögensberatung.


Schlagwörter:

Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Thomas Lange, 6. August 2011 um 11:43 Uhr

    Dann darf doch die Frage erlaubt sein, wie man sich das vorstellen muss?

    Die Riester-Rente zahlt in der Regel ab dem 60. Lebensjahr bzw. kann ab dem 60. Lebensjahr gezahlt werde. Es sind KEINE Gesundheitsfragen zu beantworten, da das Risiko ab wann geleistet wird, kalkulierbar sind.

    Wie soll das aber bei eier Pflegeversicherung funktionieren, wo man praktisch von heute auf morgen pflegebedürftig werden kann?!

    Die jetzigen privaten Angebote beinhalten ja ALLE durchweg Gesundheitsfragen und man wird entweder genommen, muss einen Risikozuschlag leisten oder das Risiko wird ausgeschlossen.

    Und da sich gerade die Privaten KVs in der Regel nur die Rosinen rauspicken (jung, gutverdienend und gesund) werden Millionen einmal mehr auf der Strecke bleiben, weil sie ein unkalkulierbares Risiko darstellen.

    Einmal davon abgesehen, dass man irgendwann scheinbar nur noch für den Staat, Versicherungen und Vorsorge arbeiten geht.

    Man soll für die BU, fürs Sterben, Krnkheiten, für die Zähne, die Pflege, das Alter, einen Unfall etc. pp. vorsorgen bzw. doppelt zahlen. Da stimmt doch was nicht, wenn man das eine Risiko quasi doppelt und dreifach mit Zusatzschutz abdecken muss.

    Eigentlich möchte man sich von seinem (in meinem Fall) wenigen Netto auch mal noch die eine oder andere Kleinigkeit leisten. Ich rede nicht mal von Urlaub oder einem neuen Auto.

  2. , 6. August 2011 um 13:37 Uhr

    @ Thomas Lange

    Sie haben vollkommen recht: Die Wenigsten sind wirtschaftlich imstande, alle Risiken umfänglich abzusichern und gleichzeitig Vermögen zu bilden. Deshalb ist es so wichtig, gemeinsam mit einem kompetenten Berater das herauszuarbeiten, was für den Einzelnen besonders dringlich ist und was ggf. Hinten an gestellt werden kann. Letztendlich sollte am Ende immer auch ausreichend Geld für Haushaltsführung und vielleicht auch für 2 Wochen Urlaub übrig bleiben. Für viele ein Spagat, den es zu meistern gilt.

  3. Peter Schattling, 6. August 2011 um 13:55 Uhr

    Meine Zustimmung, Thomas Lange!
    Eine umfassende Absicherung gegen die finanziellen Folgen von allen möglichen Risiken ist sicherlich nicht möglich.
    Auch gegen jedes Risiko ein bischen Absicherung zu haben,
    ist verlorenes Geld.
    Denn z.B. eine tolle Pflegeversicherung ist für die Witwe und die Waisen nach dem frühen Tod des Versicherten wohl wenig interessant!
    Genauso wird sich der Altersrentner fragen, weshalb er ein Leben lang
    viel Geld in eine Berufsunfähigkeitsversicherung gezahlt hat, und plötzlich die gesetzliche Rente nicht ausreicht.
    Deshalb muß letzendlich jeder für sich entscheiden, gegen welches Risiko er
    sich absichern möchte und kann.
    Diese Entscheidung sollte auch regelmäßig, mindestens jedoch bei Änderung der privaten und gesetzlichen Bedingungen überprüft werden.
    Hilfe dabei kann sich jeder bei einem gut ausgebildeten Berater suchen!