Rente schrumpft

25. Juli 2011 | 1.014 mal gelesen

Nicht nur die Erwerbstätigen “leiden” unter den geringen Lohnsteigerungsraten der letzten Jahre. Auch die Rentner trifft es, denn die Anpassung der Renten ist an die der Löhne gekoppelt.

Und so sind die Renten seit 2001 tatsächlich um nur 0,82 Prozent pro Jahr gestiegen, währenddessen die Inflationsrate bei 1,36 Prozent lag. Ein signifikanter Rückgang der Realrenten also, und so kommt der Kölner Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom 6. Juli 2011 zu Recht zum Ergebnis, dass Altersarmut eines der vorrangigen Probleme der Zukunft ist.

Viel zu tun also für Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung. Denn die zeigen Wege zu privater Vorsorge auf, auch für diejenigen, die wenig Geld im Monat übrig haben. Denn selbst mit kleinem Aufwand lässt sich – zum Beispiel über die Riester-Rente – zumindest eine Basis für private Vorsorge legen.


Kommentare für diesen Artikel (17)

  1. Steffen H., 26. Juli 2011 um 11:26 Uhr

    “Denn die zeigen Wege zu privater Vorsorge auf, auch für diejenigen, die wenig Geld im Monat übrig haben. Denn selbst mit kleinem Aufwand lässt sich – zum Beispiel über die Riester-Rente – zumindest eine Basis für private Vorsorge legen.”

    Dann würde ich mir aber wünschen, dass die Regierung endlich dafür Sorge trägt, dass dieses Sparen später, sollte es nötig sein, nicht auf eine eventuelle Grundsicherung angerechnet und die Leute bestraft werden, die sich einen kopf gemacht haben.

  2. Andreas Röhr, 26. Juli 2011 um 14:15 Uhr

    Guten Tag,

    das ist ein immer wieder vorkommendes Argument.
    Allerdings muss an dieser Stelle auch erwähnt werden das die Grundsicherung nur für Bürger da ist, welche nicht selber in der Lage sind für Ihren Lebensunterhalt zu sorgen !!!
    Solange man aber selber für seinen Lebensunterhalt sorgen kann, und die Riesterrente ist ein Teil der Selbstvorsorge, soll man das auch tun.
    Sonst kann man gleich sagen:” Den Teil mit dem ich heute dafür sorge das ich auch später meinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kann gebe ich lieber aus. Dafür lasse ich mich dann später von den anderen finanziell versorgen.”

    Irgendwie unfär den anderen gegenüber, später so zu tun als könne man nicht selber seinen Lebensunterhalt bestreiten, dabei hätte man schon gekonnt ……. nur wollte man es nicht !!!!

    Viele Grüße
    Andreas Röhr

  3. Steffen H., 26. Juli 2011 um 14:34 Uhr

    Das wachsende Problem ist doch, dass es immer mehr Geringverdiener gibt. Ich kann mich an eine Studie dieser Tage erinnern, wo man festgestellt hat, dass gerade diese Gruppe innerhalb eines bestimmten Zeitraums fast 30 Prozent weniger Netto hat, während die oberen Einkommen dazu gewonnen haben. Da läuft doch was schief. Wie sich das auf die Rente auswirkt, dürfte jedem, auch Politiker, klar sein. Und ich denke, dass dies nicht nur Ungelernte und Unqualifizierte trifft. Auch immer mehr Facharbeiter verdienen so wenig, dass es im Alter nicht reichen wird. Und in einem bin ich mir auch sicher – diese Menschen würden liebend gern im Alter eigenständig leben, als Hilfe vom Staat zu bekommen.

  4. Norbert Strauß, 26. Juli 2011 um 21:20 Uhr

    Zunächst ist einmal festzustellen ,daß unser Rentensystem bei weitem nicht das Schlechteste ist ! Es werden viele Dinge geleistet, wovon in anderen Ländern nur geträumt werden kann. Wer heute zum Beispiel als 35 jähriger schon auf das Ziel ” Grundsicherung” im Alter hinarbeitet , der braucht nicht nur keine Riesterrente sondern auch kein sonstiges Vermögen , denn das wird dann auch angerechnet. Das Dumme ist nur : wer weiß ob es die Grundsicherung in 30 Jahren noch gibt. Und dann?
    Norbert Strauß

  5. Ralf Gottfried, 26. Juli 2011 um 22:15 Uhr

    Da muss ich Herr Strauß recht geben, keiner weiß wie die Grundsicherung in 20-50 Jahren aussieht. Die Riesterrente wird deswegen unterstützt damit der Staat die Kosten der Grundabsicherung nicht voll tragen muss. Wer jetzt Altersvorsorge betreiben kann und es richtig macht, kommt später immer besser weg!

  6. Christian Loose, 27. Juli 2011 um 08:24 Uhr

    Hallo zusammen,

    wäre es nicht nach rund 10-jährigem Bestehen der Riester-Rente an der Zeit, die Förderung moderat nach oben anzupassen?
    Wie ist Eure Meinung dazu?

    Beste Grüße aus der Hauptstadt

    Christian Loose

  7. Andreas Röhr, 27. Juli 2011 um 09:54 Uhr

    @ Christian Loose,

    ist in den 10 Jahren mehrfach gschehen …..

    Viele Grüße
    Andreas Röhr

  8. Christian Loose, 27. Juli 2011 um 15:03 Uhr

    @ Andreas Röhr

    Das weis ich auch, ich bin seit über 13 Jahren Finanzdienstleister und habe die Riester-Rente vom ersten Tag an angeboten.
    Die Frage ist nur, ob diese Förderung bei der aktuellen
    und zukünftigen Teuerungsrate ausreicht, zumal die Löhne nicht entsprechend proportional gestiegen sind und auch nicht exorbitant steigen werden.
    Um der Altersarmut weiter entgegen zu wirken und die Riester-Rente noch attraktiver zu gestalten, wäre eine Anhebung der Grundzulage auf z.B. 200,- p.P. und Kinderzulage auf z.B. 350,- p.K. eine gute Sache.
    Eine Ausweitung auf derzeit nicht Förderberechtigte, wie z.B. Selbständige wäre auch eine Überlegung wert.

    Mit freundlichen Grüßen

    Christian Loose

  9. Jörg Renner, 27. Juli 2011 um 18:53 Uhr

    @Christian Loose, Deine Vorschläge klingen gut. Ich frage mich allerdings, wie soll das finanziert werden? Bei den riesigen Staatsschulden sollten wir eher an sparen denken oder sollen wir alles unseren Kindern und Enkeln überlassen? Der Vorschlag zum Thema Selbständige bitte ich auch zu überdenken. Dieser Personenkreis zahlt nicht ins Rentensystem ein ( währen Sie ja auch schön dumm ),weshalb sollten Sie dann Riesterprämien erhalten? Die Förderung wurde doch seinerzeit geschaffen, um die damit verbundene Rentenkürzung auszugleichen. Kollegiale Grüße aus der Altmark Jörg Renner

  10. Andreas Röhr, 27. Juli 2011 um 19:35 Uhr

    @ Christian Loose,

    da stimme ich Ihnen allerding vollständig zu. Statt der geplanten Steuererleichterung für Geringverdiener könnte dieses Geld verwendet werden um die Grund- und Kinderzulage aufzustocken. So würden diese Gelder dann wirklich der Rentenleistung zu gute kommen.
    Aus der Steuererleichterung würden warscheinlich die wenigsten einen Teil abzwacken um ihn für die Altervorsorge zu verwenden.

    Viele grüße
    Andreas Röhr

  11. Jörg Renner, 27. Juli 2011 um 20:26 Uhr

    @Andreas Röhr,

    Ihrem Vorschlag stimme ich voll zu und kann mich diesem anschließen

  12. Christian Loose, 28. Juli 2011 um 09:39 Uhr

    Zitat: “Statt der geplanten Steuererleichterung für Geringverdiener könnte dieses Geld verwendet werden um die Grund- und Kinderzulage aufzustocken.”

    Da wäre ich zu 100% dafür!

  13. Cüneyt Erdin, 28. Juli 2011 um 11:58 Uhr

    Schließe mich an, das ist eine super Idee! Sollte man durchsetzen, aber wie?

  14. Sven Lubitz, 28. Juli 2011 um 12:39 Uhr

    Zum Thema “Ausweitung des Kreises der Förderberechtigten”:
    Auch Selbstständige zahlen in die Rentenversicherung ein, nämlich als Steuerzahler. Ich glaube, der Bundeszuschuss in die GRV betrug im letzten Jahr 80 Mrd. €.

    Mit freundlichen Grüßen
    Sven Lubitz

  15. Cüneyt Erdin, 28. Juli 2011 um 13:33 Uhr

    Herr Lubitz,
    ja und Nein. Dies ist keine direkte Einzahlung in die GRV des Selbständigen. Eine direkte, die man dann auch bei Riester verwenden könnte, wäre auch von den Einnahmen abhängig, zumindest innerhalb der Grenzen. Die Steuergelder werden für die GRV verwendet, weil einfach zu wenig Geld in der GRV ist. Wäre genügend Geld vorhanden, würden die Steuergelder dafür auch nicht “mißbraucht” werden.

  16. Sven Lubitz, 28. Juli 2011 um 14:07 Uhr

    Hallo Herr Erdin,

    weiß ich. Übrigens wird meiner Meinung nach auch die Öko-Steuer für die Riesterzulagen verwendet, d.h. auch dort beteilige ich mich wieder indirekt, ohne dass ich zum kreis der direkt Förderberechtigten zähle 😉

    Darum ging es mir aber nicht, sondern darum, dass auch ich die Überlegung, alle in die Riesterförderung einzubeziehen, gut finde.

  17. Claudia Müller, 2. August 2011 um 23:44 Uhr

    Glänzende Idee! Transfer und Subvention noch mehr erhöhen. Der aus den Fugen geratene Sozialstaat bringt uns täglich näher an den Ruin, da ist es höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen. Subventionen aller Art, fördern nur weitere Abhängigkeit, aber nicht die Eigenverantwortung. Übrigens, ohne die vielen Steuern, die Selbständige und Gutverdiener zahlen, wäre das gesetzliche Rentensystem längst pleite. Und die implizierten Schulden, die der Staat angehäuft hat und weiter anhäuft, hauptsächlich durch unglaubliche Pensionsverpflichtungen, werden noch die überübernächste Generation freuen. Beim Gedanken an die derzeitige Lage, an eine Erhöhung staatlicher Zulagen zu denken, erfordert schon eine erstaunliche Einstellung.