Pflicht oder Berufung

18. Juli 2011 | 1.327 mal gelesen

Gerne wollen wir an dieser Stelle Frau Dr. Stefanie Alt von der Nürnberger Versicherungsgruppe zitieren (s. Versicherungsjournal vom 12. Juli 2011), die im Rahmen eines Vortrages auf die Unterschiede zwischen den Beratern der Versicherungsbranche und denen der Banken und Sparkassen eingeht:

Verkauf kann Pflicht oder Berufung sein

Das Problem ist laut Alt, dass den Mitte 2011 bei der IHK registrierten 259.955 Vermittlern allein nur bei den deutschen Sparkassen 249.577 Mitarbeiter gegenüberstehen, die in 15.685 Geschäftsstellen auf Anweisung ihrer Vorgesetzten Versicherungen verkaufen müssen.

Es sei aber ein erheblicher Unterschied, ob jemand Versicherungen im Rahmen einer “Mission Finanzcheck” unter Druck verkaufen müsse, oder ob Frauen und Männer mit Herz und Kompetenz, freiwillig und professionell, Versicherungsvermittlung als wichtige Dienstleistung für Kunden zu ihrem Hauptberuf erwählen.

Wer leidenschaftlich berät, zeige seinen Kunden gerne, wie Versicherungen über den Arbeitgeber oder Firmen-Gruppenverträge günstiger einzukaufen sind oder dass derjenige, der aus dem Bruttogehalt heraus seine Altersvorsorge betreibt, netto eine viel höhere private Zusatzrente erhält. So gesehen profitieren Kunden vor allem bei engagierten und sachkundigen Vermittlern aus dem Mehrwert, meint Alt.

Eine treffende Analyse, meinen wir, die wir durch nur eine Anmerkung ergänzen wollen: Vermögensberater der DVAG haben durchaus das hier beschriebene Selbstverständnis der Versicherungsvermittler, gegenüber diesen aber einen entscheidenden Vorteil. Denn Vermögensberater decken auch den Bedarf ab, um den sich bei Trennung zwischen Versicherung und Bank der Bankberater kümmert.

Gelebte Allfinanzberatung eben.


Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. Beckmann, Patrik, 18. Juli 2011 um 15:25 Uhr

    Hööööööööööööööööööööchst interessant!!!

  2. Marcel H. Costin, 18. Juli 2011 um 20:51 Uhr

    Das ist übrigens EXAKT der Knackpunkt, der die Berufung “Vermögensberater” deutlichst unterscheidet von anderen Finanzberufen, auch wenn sie sich noch so ähnlich scheinen.

    Einen leitenden Chefarzt und einen gewöhnlichen Arzt kann man auch nicht gleich, von außen betrachtet, außeinander halten. Beide tragen weiße Kitel, Stethoskop und arbeiten im Krankenhaus. Nur ist einer von Beiden mit mehr Kompetenzen und Privilegien ausgestattet.

    Schade, dass sich inzwischen so viele Finanzebrater mit fremden Federn schmücken und sich auch “Vermögensberater” nennen (dürfen). Manchmal begegnet man ihnen auch aktiv werbend auf dem Trödelmarkt… zum Glück nicht aus dem Hause DVAG. Der Schock saß zunächst bei mir tief… .

    Also bitte lieber Leser, bitte stets prüfen um was für einen “Vermögensberater” es sich vor Ihnen handelt! Es wäre für Sie schade sich gegen den Richtigen zu entscheiden. 😉

    Mit besten Grüßen,
    Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –
    Metropolregion Düsseldorf/Köln