Diskreditierung einer Branche

7. Juli 2011 | 1.605 mal gelesen

Süddeutsche Zeitung vom 15. Juni 2011 (gedruckte Ausgabe, Seite 17):

“Die Anreize der Branche verführen Vertreter systematisch zu Falschberatungen: Nur wer verkauft, bekommt Geld, heißt der Leitspruch. Wer rücksichtslos Versicherungen vertickt, wird reich belohnt – auch mit Luxusreisen und gekauften Frauen. Bestraft wird, wer besonnen berät und vor sinnlosen Vertragsabschlüssen warnt. Sein Konto bleibt leer. Es ist ein System, das Gier und Selbstsucht belohnt – zum Nachteil der Kunden.”

Unschön, was hier geschrieben wurde, insbesondere die pauschale Art und Weise, in der hier der gesamte Berufsstand der Berater der Finanzbranche (auch Makler sollten sich angesprochen fühlen, denn auch sie werden erfolgsorientiert bezahlt) diskreditiert wird.

Offensichtlich hatte die Verfasserin noch nie Gelegenheit, sich qualifiziert beraten zu lassen. Schade. Denn dann müsste sie wissen:

  • Die deutliche Mehrheit aller Berater kann es sich überhaupt nicht leisten, “rücksichtslos zu verticken”. Man trifft seine Kunden im Supermarkt, auf dem Fußballplatz oder Abends zum Skat.
  • Jeder dieser gut arbeitenden Berater hat größtes Interesse an zufriedenen Kunden. Denn die bleiben, schließen ggf. weitere Verträge ab und tragen so zur Vergrößerung des Vertragsbestandes bei, der laufende Einnahmen gewährleistet und ein Stück weit unabhängig vom Verkauf macht.
  • In der gesamten Branche gibt es – je nach Gesellschaft – Instrumente zur Qualitätssicherung, die unqualifizierte Beratung sanktionieren: Provisionsrückbelastung (bis zu fünf Jahre nach Abschluss), Verlust von Sonderleistungen, Einbehaltung von Stornoreserven / -rückstellungen oder, z.B. zusätzlich bei der DVAG: Die Kopplung der Qualität des Geschäftes an die nächstmögliche Beförderung.
  • Und: Gerade derjenige, der qualifiziert berät, wird langfristig erfolgreich sein. Denn die vermittelten Verträge werden bestandsfest sein, es wird Folgegeschäfte geben und Kunden werden Empfehlungen aussprechen. Wer Verträge “vertickt”, freut sich vielleicht kurz über schnelles Geld (und ebenso schnelles Storno), wird aber in keinem Fall langfristig in der Branche bestehen können.

Nun denn: Angesichts der “Skandale” der letzten Monate, zu vertreten durch einige ganz wenige, darf man sich als Branche nicht darüber wundern, wenn der eine oder andere Journalist den Blick aufs Ganze verloren hat.

Schade. Denn die volkswirtschaftliche Funktion der Berater in der Finanzbranche, zum Beispiel in der Mitwirkung an der Vermeidung von Altersarmut in breiten Bevölkerungsschichten, geht in der Diskussion so ganz verloren.

Was ist mit den vielen Millionen Beratungsgesprächen jedes Jahr, in denen die Verbraucher von ihrem Berater wertvolle Hilfestellung zu existentiellen Fragestellungen wie Absicherung des Vermögens oder Aufbau einer tragfähigen Alters- und Hinterbliebenenversorgung erhalten?


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Kommentare für diesen Artikel (40)

  1. Zacholowsky, 7. Juli 2011 um 09:21 Uhr

    Hallo Blog Besucher,

    dieser Artikel zeigt doch eindeutig mal wieder , dass Journalisten nur Verkäufer sind! Ich schreibe den Artikel mal kurz um:

    “Die Anreize der Branche verführen Journalisten systematisch zu unseriösen Artikeln: Nur wer verkauft, bekommt Geld, heißt der Leitspruch. Wer rücksichtslos Artikel mit Sensationgehalt vertickt, wird reich belohnt – auch mit Luxusreisen und gekauften Frauen. Bestraft wird, wer besonnen recherchiert und vor einschlägigen Artikeln in den bekannten Zeitschriften warnt. Sein Konto bleibt leer (Die Artikel sind nämlich langweilig). Es ist ein System, das Gier und Selbstsucht belohnt – zum Nachteil guter Journalisten.”

    Natürlich würde ich so niemals denken. Nur im Gegensatz zu den vielen guten Beratern, Maklern, Versicherungsvertretern müssen sich Journalisten selten der Verantwortung für Ihr Tun stellen. Ich als Vermögensberater stelle mich gerne tagtäglich dieser Verantwortung.

    Viele Grüße aus Berlin

  2. Uwe Görög, 7. Juli 2011 um 10:10 Uhr

    Anmerkung: Lieber Herr Görög, vielen Dank für Ihren Eintrag. Bitte äußern Sie Ihr Anliegen ggf. intern, z.B. per E-Mail (s. unsere Kommentarrichtlinien).

  3. Peter Schattling, 7. Juli 2011 um 11:53 Uhr

    Der Beitrag von Zacholowsky” findet meine volle Unterstützung!
    Mit der sogenannten Pressefreiheit hat eine bestimmte Berufsgruppe
    Privilegien, für die ein normaler Bürger seine Rechtsschutzversicherung
    beanspruchen müsste!

  4. Wolfgang Reinhardt, 7. Juli 2011 um 12:05 Uhr

    Großartig Zacholowsky! Genauso ist es, und niemand hält diese Schreiberlinge auf oder zieht sie für entstandene Vermögensschäden zur Rechenschaft.

    Beste Grüße – auch aus Berlin

    Wolfgang Reinhardt

  5. Meiser, 7. Juli 2011 um 15:10 Uhr

    Super Beitrag! Also ich als Berater stehe für mich selbst und nicht für die ganze Finanzbranche, das gebe ich meinen Kunden unmissverständlich zu verstehen. Dann vergleichen sie mich auch nicht mit jenen “Vertretern” oder Maklern, über die solche Artikel wie der oben zitierte, verfasst werden.

  6. Frank Schmidt, 7. Juli 2011 um 19:27 Uhr

    Guten Abend

    Ich will mich mal auf den Artikel beziehen. Da heißt es u.a.:“Nur wer verkauft bekommt Geld“. Sie mögen das für normal empfinden, aber es gibt auch Folgeprovisionen. Und Vertriebe zahlen meist nur für (Neu) Abschlüsse, nicht aber Folgeprovisionen.

    Da heißt es ferner:“ Wer rücksichtslos Versicherungen verkauft, wird reich belohnt….“. Ja, das ist so. Das ist für den einzelnen Verkäufer aber nur auf kurze Sicht ein Erfolg. Aber für die dahinter stehende Gesellschaft kann das sehr gut ausgehen. Oder hat einer von Euch gehört, dass ERGO und/oder AWD nun massenhaft Abgänge zu verzeichnen hätten.

    Was ich nicht kommentarlos durchgehen lassen kann, ist die Ausführung: „… auch Makler sollten sich angesprochen fühlen, denn auch sie werden erfolgsorientiert bezahlt.“

    Der Schreiber der SZ schreibt ausdrücklich Vertreter! Und ich gehe davon aus, er meint das auch so. Vertreter sind Makler nun mal nicht. Sie stehen auf der absolut anderen Seite, auf der Seite des Kunden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frank Schmidt

  7. kadir temel, 7. Juli 2011 um 20:00 Uhr

    Ich habe eine Kundin die ist Journalistin; leider sagt Sie ! Sie muss negatives schreiben, sonst ist sie Arbeitslos und sitzt auf der Straße!!!
    Ich kann nur für mich und meine Partner sprechen: Wer langfristig dieses Geschäft betreiben will, hat nur eine Möglichkeit : Sauber arbeiten ! Druck erzeugt nur Gegendruck!!!

  8. Thomas80, 7. Juli 2011 um 21:11 Uhr

    Ich kenne aber auch Fälle, in welchen die Berater ihre Finanzprodukte mit dem Vorwand “Steuern sparen ” verticken.

    Ein Finanzprodukt das mit so einem Argument verkauft wird, ist moralisch verwerflich und finanziell fragwürdig.

    Berater, die die extrem teuren fondsbasierten Rentenversicherungen verkaufen, habe doch ausschließlich ihre Provision vor Augen und ködern die ahnungslosen Kunden mit der Kombination aus Sicherheit einer Versicherung und der Rendite eines börsengehandelten Wertpapiers.

    Darauf fällt doch der Laie sofort drauf rein und die Kosten werden so versteckt dargestellt, dass der Laie die Gesamtkosten nie selbst ausrechnen kann.

  9. Andreas Röhr, 7. Juli 2011 um 21:38 Uhr

    Guten Abend,

    ich bin Vermögensberater, …. und natürlich halte ich es für normal das ich Folgeprovision bekomme !!! Also nicht nur für “Neuabschlüsse” bezahlt werde.
    Andererseits ist es doch föllig normal das ein Unternehmer nun einmal nur Geld bekommt wenn er etwas “verkauft” hat. (gleich welche Branche)
    Meine Frage an die Journalisten (welche solche Artikel schreiben wie oben)
    ist, warum das gleiche in der Finanzbranche immer wieder angeprangert wird !!??
    Auch ein Journalist, viele davon arbeiten freiberuflich, bekommt nur Geld wenn er seinen Artikel dem Chefredakteur “verkaufen” konnte. Also wenn der Chefredakteur sagt :”OK, den drucken wir.”

    @ Frank Schmidt,
    wird ein Makler etwa nicht erfolgsorientiert bezahlt !!?? 😉

    Viele Grüße
    Andreas Röhr

  10. Wolfgang Reinhardt, 7. Juli 2011 um 22:45 Uhr

    Lieber Herr Schmidt,

    im Allgemeinen schätze ich Ihre Beiträge in unserem Blog. Bei Ihrem heutigen frage ich mich allerdings ob Sie Realitäten ausblenden. Nur weil Sie formaljuristisch auf der Seite des Kunden stehen müssen, haben Sie nichts mit Abschlussprovisionen zu tun? Sind Sie Beamter? Wenn Sie bereits Bestandsprovisionen beziehen, die Ihren Lebensunterhalt zu 100 Prozent abdecken nehme ich alles zurück, aber davon gehe ich nicht aus.

    Herr Dr. Lach hat genau die richtige Überschrift gewählt. Hier wird eine komplette Branche diskreditiert, und ob Sie es nun wollen oder nicht, Sie sind ein Teil dieser Branche. Anstatt sich also regelmäßig gegenseitig die Augen auszuhacken sollte endlich die gesamte Branche Seite an Seite gegen so einen Dilettanten-Journalismus in der sogenannten Qualitätspresse vorgehen.

  11. Andreas Brauer, 8. Juli 2011 um 07:22 Uhr

    @ Wolfgang Reinhardt

    Wir Makler fühlen uns tatsächlich in keinerlei Weise angeprochen!

    Zumindest nicht in Sachen Luxusreisen u. gekaufte Frauen. Beides gibt es in unserem Unternehmen definitiv nicht.

    Was in Budapest vorgefallen ist, betrifft einen Strukturvertrieb und keine Makler. Da beißt die Maus nun mal keinen Faden ab 🙂

    Selbstverständlich bekommen wir auch Abschlußprovisionen, denn wir leben nicht von Spenden 🙂

    Das Thema Abschlußprovisionen versus Honorarberatung wurde hier an anderer Stelle schon ausreichend diskutiert.

    Was die Qualität des Journalismus betrifft, stimme ich Ihnen in mehrfacher Hinsicht zu.

    Beste Grüße
    Andreas Brauer

  12. Frank Schmidt, 8. Juli 2011 um 13:45 Uhr

    Hallo,

    Die Frage war: @ Frank Schmidt, wird ein Makler etwa nicht erfolgsorientiert bezahlt !!??

    Aber klar doch, und wie.

    Aber was ist Erfolg? Verkaufserfolg, Bestandserhalt , KE … ? Ist bei dem Verkäufer nach dem Verkauf nicht Schluß bis zum nächsten Verkauf?
    Sie werden vermutlich spontan sagen NEIN, nach dem Verkauf wird betreut.

    Ich würde das nicht schreiben, wenn ich nicht selbst erlebt hätte, wie Verkäufer ihr eigene Verträge beitragsfrei stellen um Neuverträge machen zu können. Wie Verkäufer gut gemischte Depots zerstören, nur um in EINEN gerade angesagten Fonds zu investieren. Zufällig ist das dann ein Fonds, mit abermals 5% Ausgabeaufschlag und einer mickrigen Betreuungsprovision.

    Ich will nicht verkennen, jeder Vermögensberater kann mit seinen Produkten die Kunden erstklassig versorgen! Der Preis spielt a la long ohnehin nicht die dominante Rolle.

    Aber naturgemäß unterliegen Verkäufer 2 Verlockungen.

    1. Der Umsatz, da sind wir alle gleich, da werden wir alle erfolgsorientiert bezahlt, den brauchen beide Parteien. Da schließt sich eigentlich auch der Kreis der Argumentation.

    2. Die KE, Punkte, oder wie das jeweils heißt. Die braucht kein Makler, die brauchen nur Verkäufer. Lesen Sie mal hier im Blog, wie stolz beispielsweise manche VB sind, in einem Feriendorf gewesen zu sein. Zu recht Stolz, da ist es bestimmt schön.

    Aber wie weit gehen diese Menschen im Verkauf, wenn es um die berühmten KE geht? Und wenn es dann noch unterschiedliche KE, für unterschiedliche Produkte gibt, ist da noch Objektivität möglich?

    MfG
    Frank Schmidt

  13. Roman Alles, 8. Juli 2011 um 14:38 Uhr

    Guten Tag.

    Ich finde die Beiträge zu diesem Artikel sehr interessant.
    Es passiert wie immer das GLEICHE. Die Einen gegen die Anderen.
    Ich kenne die Seite der Makler und auch die der Vermittler. Jeder hat seine Vor- und Nachteile. Darüber kann man lange STREITEN. Ich finde es um so wichtiger, dass sich ALLE gemeinsam für ein besseres Image der Branche bemühen. Und solche Schlagzeilen oder die der Ergo, sind nicht nur schlecht für die EINEN sondern für uns ALLE. Der eine oder andere Kunde, der seinem Berater schon seit vielen Jahren vertraut ihm auch weiterhin vertrauen wird. Das steht außer Frage. Aber was ist mit der nächsten Generation. Die jungen Leute haben keine Erfahrung in dem Bereich und bekommen nur NEGATIV-SCHLAGZEILEN mit. Es hat viele Jahre gedauert bis die Branche sein schlechtes Image bekommen hat und wenn das so weiter geht, dann bekommen wir das auch nie wieder weg. Wir müssen uns alle dafür einsetzen, dass mehr POSITIVES berichtet wird. Ich könnte noch Stundenlang weiter darüber schreiben, was man alles verbessern müsste. Jeder sollte erkennen, dass wir ALLE die Verantwortung für ein besseres Image und mehr VERTRAUEN der Kunden in die Branche haben.

    Für eventuelle Rechtschreibfehler entschuldige ich mich.

    Beste Grüße
    Roman Alles

  14. Claudia Müller, 9. Juli 2011 um 14:32 Uhr

    Ich fühle mich auch nicht angesprochen, weil ich nicht Vertreter, sondern Vermögensberater bin, um Herrn Schmidts Logik zu folgen. Ausserdem würde ich mich schon wundern, wenn ich zur Motivation gekaufte Frauen bekommen würde…;-).
    Über was ich mich allerdings wieder einmal wundere, ist die grenzenlose Kreativität, mit der verzweifelt der eigene Status mit einem Heiligenschein versehen werden will. Ein Kunde lacht höchstens darüber! Für Kunden, ist der Mensch, mit dem sie über Versicherungen sprechen ein “Mensch von der Versicherung”, ob Vertreter, Makler, Vermögensberater, unterscheiden Kunden nicht so genau, wie wir das tun. Und Provisionen bekommen alle! So ein Skandal schadet der ganzen Branche, vor allem, weil sich unsere Qualitätsmedien einseitig darauf stürzen und gleich noch fragwürdige “Tipps” zum Umgang mit Finanzdienstleistern aller Art dazu liefern.
    Wenn ich dann noch einen Kommentar lesen muss, wie den von Thomas80, der glaubt, dass das Argument “Steuern sparen”, in Verbindung mit dem Abschluss einer Lebens-/Rentenversicherung, “moralisch verwerflich und finanziell fragwürdig” ist, kann ich nur noch den Kopf schütteln! Es mag sein, dass es derzeit Mode ist, mit dem Wort “Moral” hausieren zu gehen, zu jedem passenden und unpassenden Thema, aber bei der Aussage, bleibt nur eine Erklärung: Es gibt Menschen, die nicht wissen, was unter Moral überhaupt zu verstehen ist. Zudem ist es geradezu eine Pflicht, Kunden über die steuerlichen Auswirkungen der unterschiedlichen Möglichkeiten zur Ansparung von Altersvorsorgevermögen, im Rahmen der Tätigkeit als Vermögensberater, zu informieren, und darauf hinzuweisen, dass für reine Steuerangelegenheiten ein Steuerberater erforderlich ist. Der Staat fördert Altersvorsorge auch mittels Steuerentlastung. Ein Vermögensberater, der darüber nicht informiert, hat den Beruf verfehlt und nicht viel verstanden. Dann könnte gleich Thomas80 losgehen und beraten…;-)…das Resultat wäre nicht schlimmer…

  15. Cüneyt Erdin, 10. Juli 2011 um 08:38 Uhr

    @ Claudia Müller
    WOW! Sie haben Nagel so was von “auf den Kopf” getroffen…….
    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen! Super ausgeführt. Respekt! 🙂

  16. Claudia Müller, 10. Juli 2011 um 10:11 Uhr

    @ Cüneyt Erdin
    Danke!

  17. Thomas80, 10. Juli 2011 um 13:18 Uhr

    @ Claudia Müller :

    Es ist nun mal Fakt, dass Finanzprodukte, die lediglich der Steueroptimierung dienen, moralisch verwerflich und in den meisten Fällen auch sinnlos und renditeschwach sind (siehe geschlossene Schiffsfonds und Co.)

    Es ist auch Fakt, dass Berater gerne Riester-geförderte fondsbasierte Rentenversicherungen (Riester Rente Strategie No. 1) verkaufen.

    Im Bekanntenkreis wurde von einem Ihrer Kollegen von staatlichen Zulagen und Steuerrückerstattung geschwärmt, aber dass die Steuerersparnis im Alter wieder zurückgezahlt werden muss, wurde nicht erwähnt !

    Sowas nennt man unseriöses Beraten ! Zum Artikel der Süddeutschen Zeitung passt auch der nachfolgende Bericht.

    Insbesondere die Unterlassungserklärung von der DVAG finde ich persönlich sehr dreist !!!

    Finanztest 5/11 Seite 37 :

    ” Ein Vermittler der Vermögensberatung DVAG wollte den 46-Jährigen
    zu einem Wechsel überreden.
    Jungert hat bisher bei der AachenMünchener eine klassische Riester-Rentenversicherung, bei der allein die Überschüsse in Fonds fließen. Nun sollte er eine reine Riester-Fondspolice ohne Garantiezins
    abschließen. Das lohne sich mehr.
    Jungert fragte bei Hartenstein nach, den er über eine Freundin kannte. Dem Makler standen die Haare zu Berge: Mit dem Wechsel hätte Jungert nicht nur seinen mit 3,25 Prozent noch recht hohen Garantiezins im laufenden Vertrag aufgegeben. Er hätte künftig auch einen „Unisex-Tarif“ gehabt, der für ihn als Mann von Nachteil ist. Bei Riester-Verträgen ist es seit 2006 nicht mehr erlaubt, Männern aufgrund ihrer statistisch niedrigeren Lebenserwartung mehr Rente zu garantieren als Frauen. Doch Jungerts alter Vertrag läuft schon seit 2002.
    Außerdem hätte er viel Geld durch Übertragungs- und neue Abschlusskosten verloren. Hartenstein riet ab und beschwerte sich in Jungerts Namen bei der DVAG über die unvorteilhafte Empfehlung.

    Prompt wurde ihm eine Unterlassungserklärung wegen unlauteren Wettbewerbs zugeschickt. Jungert bleibt seinem alten Vertrag treu.”

  18. , 10. Juli 2011 um 13:28 Uhr

    Thomas80

    Es steht wohl außer jeder Frage, dass im Rahmen des Altersvorsorge-Sparens die nachgelagerte Besteuerung im Vergleich zur vorgelagerten zu deutlich höheren Ansparvolumina führt und so über den Zinses-Zins-Effekt am Ende – trotz nachgelagerter Steuern – zu besseren Ergebnissen führt. Warum sonst sollte irgend jemand eine Rürup-Rente abschließen? Ihre Argumentation ist insoweit mehr als erstaunlich.

  19. Peter Schattling, 10. Juli 2011 um 18:14 Uhr

    Thomas80

    Mir ist aufgefallen, dass Sie diesen Blog als Ihr persönliches Schlachtfeld
    nutzen wollen.
    Fakt ist, dass Sie bisher bei jedem beliebigen Thema seltsame Argumente
    anführen.
    Es faktisch schade um die Zeit, sich damit auseinanderzusetzen.
    Einen schönen Abend allen Bloggern!

  20. Claudia Müller, 10. Juli 2011 um 19:00 Uhr

    @ Thomas80
    Was fabulieren Sie denn da? “Fakt ist…”! Sie legen nicht fest, was moralisch ist, werden Sie sich darüber erst einmal klar. Auch nicht bezüglich Schiffsfonds und Co.! Ihre Aussage ist allerhöchstens subjektiv, und Sie darauf bedacht, wichtig zu wirken. Abgesehen davon, beraten Vermögensberater der DVAG nicht über Schiffsfonds und Co. (kennen Sie das Co.überhaupt?).

    Selbstverständlich berate ich sehr gerne zum Thema Riester, und besonders gerne zur Riester Strategie No. 1…:-))… und ähnlichen, staatlich geförderten, Wegen der Altersvorsorge. Lassen Sie mich wissen, wann Sie bereit sind für eine Beratung – danach wüssten Sie wenigstens, von was Sie schreiben…;-).

    Vor allem, wüssten Sie dann auch, dass keine Steuerentlastung “zurückgezahlt” werden muss, das verhält sich etwas anders. Was irgendwer in Ihrem Bekanntenkreis beraten hat, noch wichtiger – was Ihr Bekanntenkreis irgendwann einmal noch davon wusste, ist irrelevant, weil nicht nachprüfbar. Alles Hörensagen!

    Ihnen rate ich aber gleich etwas: Seien Sie vorsichtig mit Aussagen a la “unseriöse Beratung”! Es ist sehr deutlich, dass Sie keinerlei Fachwissen haben und somit nicht beurteilen können, was seriös oder nicht ist.

    Menschen, wie Sie, Thomas80 – selbsternannte und äusserst beflissene “Experten” – sind für ihr Umfeld nicht nur lästig, nein – ein wahrer Bremsklotz! Durch ihre “Beratung” lassen sich womöglich Menschen davon abhalten, den Anforderungen an die Zukunft richtig und unvoreingenommen zu begegnen, zielführend zu agieren. Das ist anmassend und unverantwortlich! Das Thema fasziniert Sie? Dann machen Sie eine entsprechende Ausbildung – aber verschonen Sie mich mit Ihren “Fakten”, Ihrer “Moral” und Ihren merkwürdigen Ansichten. Was treibt Sie denn an? Sie mögen die DVAG nicht, Sie mögen die ganze Branche nicht, Sie sind absolut beratungsresistent, Sie wissen alles besser. Warum, in Gottes Namen, verbringen Sie Ihre Zeit damit, hier unermüdlich zu posten? Wir können nichts von Ihnen lernen…;-)!

  21. Thomas80, 10. Juli 2011 um 23:37 Uhr

    @ Dr. Lach :

    Sie meinen wohl die Riester Rente statt Rürup Rente ?! Wenn sie die Kosten betrachten, sieht es schon ganz anders aus. Bei der RiesterRente STRATEGIE No. 1 sind doch die Kosten mindestens 8 % der Investitionssumme. Wie der Kunde da einen Gewinn erzielen will, ist mir ein Rätsel.

    @ Schattling Wieso nehmen Sie nicht Bezug auf den Finanztest Artikel, wenn Ihnen meine Meinung nicht gefällt ?

    @ Sehr geehrte Frau Müller,

    Bei Ihnen gilt das gleiche : Wieso keine Stellungnahme zum Finanztest Artikel ?

    Sie beraten also über umfassend über das Thema Riester? Klären Sie den Kunden auch über Riester Banksparplan auf ? 100 % Kapitalerhalt, marktübliche Verzinsung, KEINE Kosten, volle staatliche Förderung, hohe Flexibilität…

    Lassen Sie mich raten : Darüber verlieren Sie beim Kunden kein Wort, denn die DVAG bietet keinen Riester-Banksparplan an….

    Natürlich muss die Steuerentlastung später zurückgezahlt werden; das nennt sich nachgelagerte Besteuerung und kann im ungünstigsten Fall sehr hoch sein !

    Ich habe mich umfassend über Riester informiert und mich schließlich für das Wohn-Riester entschieden, weil ich später bauen möchte und die aktuell günstigen Zinsen mitnehmen und transparente Kosten haben möchte.

    Auch ich hatte einen Ihrer Kollegen in meiner Wohnung. Dieser Kollege wusste nicht mal was mit dem Begriff “ETF-Fonds” was anzufangen.

  22. , 11. Juli 2011 um 07:17 Uhr

    @ Thomas80

    Nein, ich meine das, was ich schreibe: Die Rürup-Rente. Denn bei dieser wird nachgelagert besteuert.

  23. Peter Schattling, 11. Juli 2011 um 08:21 Uhr

    thomas80
    Was zu beweisen war!
    Ihr letzter Beitrag war ein Rundumschlag gegen alle!
    Sehen Sie mal in einen Spiegel!

  24. Janko Lach, 11. Juli 2011 um 08:26 Uhr

    Lieber thomas80

    ich bin kein DVAG-Freund, muss aber jetzt hier auch mal meinen Senf dazu geben. Sie haben keinerlei Ahnung von dem, was Sie schreiben!!!!!! Was passiert denn mit einem Riester-Banksparer in der Verrentungsphase? Gibt es überhaupt eine oder muss da nicht sogar etwas in Richtung Versicherungsprodukt passieren? Marktübliche Verzinsung? Durchschnittlich wirft ein Banksparplan derzeit 1,5% Zins ab. Bei einer offiziellen Infationsrate von 2,66% in den letzten 30 Jahren wird es schwer, eine solche Verzinsung schön zu reden. Sie haben sich also für den Wohn-Riester entschieden, weil sie später bauen wollen? Nun ihre umfassenden Recherchen sollten auch dazu geführt haben, dass der Wohn-Riester lediglich eine Option des Riester-Vertrages ist und mit jeden Durchführungsweg gestaltet werden kann. Ich nehme an, sie haben einen Bauspar-Riester abgeschlossen? Wenn ja, ist das dann das Pünktchen auf dem I Ihrer umfassenden Riester-Recherchen.
    Zum Thema Kosten: selbst wenn ein Vertrag 50% Kosten hätte, müsste er bei einer Laufzeit von 30 Jahren und monatlicher Sparrate von 100 € lediglich 4,75% Rendite mehr abwerfen als ein Vertrag gänzlich ohne Kosten, um auf das gleiche Endergebnis zu kommen. Die von Ihnen angesprochenen 8% sind daher also Firlefanz.
    Ich fahre jetzt mal zu einem meiner Mandanten und vermittle ihm eine Riester-Fondspolice.

    Grüße aus der Pfalz

  25. Frank Schmidt, 11. Juli 2011 um 09:16 Uhr

    Ein freundliches Hallo,

    @ Thomas80 und die anderen User

    Wenn man sich die Kosten einer Riester Rente anschaut, kann man schon ins Grübeln kommen. Aber nicht alles, was auf den ersten Blick grauenhaft aussieht, ist es am Ende auch. Meist hilft nachrechnen, tun wir das mal.

    Unterstellen wir folgende Kosten bei 30 Jahren Lfz. und 6% Wertzuwachs p.a.:
    3,27% der vermutlich gesamten Beiträge, sofort fällig, auf 5 Jahre verteilt
    15,3% je Zahlungsperiode, also nix anderes, als 15,3% Ausgabeaufschlag
    1,8% Ratenzahlungszuschlag

    Klingt das nicht grauenhaft, vor allem der Ausgabeaufschlag?

    Wie sieht es beim Gegenstück aus? Einem “normalen” Investmentfonds (Aktien).

    5% Ausgabeaufschlag
    1,4% Kosten p.a. (aus dem Vermögen)
    0,0% Ratenzahlungszuschlag.

    Frage: Wo kommt am Ende mehr für den Kunden raus?

    Sie werden lachen, bei der Versicherungspolice. Voraussetzung, es werden in der Police von der Investmentgesellschaft keine weiteren Kosten erhoben.
    Einzige Unklarheit, es ist schwer, an Hand der ausgewiesenen Kosten die Zahlen der Police nachzurechnen.

    MfG
    FS

  26. Janko Lach, 11. Juli 2011 um 09:37 Uhr

    @ Frank Schmidt… Nicht zu vergessen, die fällige Abgeltungssteuer bei Fondswechsel im Direktinvestment. Das fällt in der Police nicht an!

  27. Claudia Müller, 11. Juli 2011 um 10:03 Uhr

    @ Thomas80

    Nun bringen Sie mich schon gleich zu Wochenbeginn zum Lachen…:-)! Danke dafür – das schafft nicht jeder.

    Warum nehmen Sie mein Angebot nicht an, und lassen sich von mir beraten? Danach könnten Sie wenigstens beurteilen, wie ich zum Thema Riester berate. Bis dahin – lassen Sie es einfach sein!

    Wie kommen Sie darauf, wir würden keinen “Bank-Riester” anbieten und dazu beraten? Das ist die DVAG und keine Bretterbude! Natürlich verfügen wir auch hier über eine Toplösung.

    Nein, die steuerliche Förderung von der Riesterrente muss in der Leistungsphase nicht “zurückgezahlt” werden. Die Riesterrente wird dann mit dem persönlichen Steuersatz besteuert. Der ist, für gewöhnlich, in der Rentenphase nicht so hoch, wie im Berufsleben. Zudem, wie Herr Dr. Lach weiter oben bereits ausführte, ist das, aus Steuerentlastung, gebildete Vermögen, dank des Zinseszinseffekts, Vermögen, das ansonsten überhaupt nicht vorhanden wäre. Wer ist nun clever – derjenige, der das Angebot des Staates annimmt und später Steuern auf Bezüge bezahlt, die ansonsten gar nicht vorhanden wären, oder derjenige, der darauf verzichtet und dafür in der Rente keine Steuern auf Bezüge zahlen muss, die er dann auch nicht hat?

    Thomas80, ich muss Sie enttäuschen…;-). Mit Ihrem Entschluss für Wohnriester, werden Sie auch keinen Nobelpreis bekommen – Riestervermögen kann von allen für die Finanzierung einer Immobilie verwendet werden. Aber, stellen Sie sich vor, wie sehr Sie darunter leiden werden, wenn Sie als Rentner jeden Monat treu und brav Ihren Wohnriester versteuern müssen – für eine Immobilie, die dann hoffentlich ansonsten bezahlt sein wird. Es gibt tatsächlich Menschen, die diese Option nicht in Anspruch nehmen möchten. Und das entscheiden sie, nachdem sie alle relevanten Informationen haben, eigenständig und unabhängig.

    Warum sollte ich zu irgendeinem Artikel in Finanztest Stellung nehmen? Steht da mein Name drin? Nein, natürlich nicht!

    Erklären Sie mir doch bitte, professionell und ausführlich, was es mit ETFs auf sich hat, worin ihr Vorteil, im Vergleich zur Riesterrente, liegt, denn darüber diskutieren wir. Und bitte – geben Sie nicht den “Guttenberg”, und kopieren einen Wikipedia-Eintrag oder ähnliche gegoogelte Plagiate. In eigenen Worten – damit wir auf Augenhöhe sind…;-)

  28. Peter Schattling, 11. Juli 2011 um 12:23 Uhr

    Mit den Beiträgen von Frank Schmidt und Janko Lach kommen wir doch glücklich zum Ausgangspunkt, zum “Verticken von Versicherungen”, zurück.
    Wenn wir, egal als was wir uns bezeichnen, dem Sparer zum Zweck der Altersvorsorge eine lang laufende Fondspolice empfehlen, haben wir sicherlich nichts falsch gemacht.
    Und nach aufwendiger und qualifizierter Vor- und Nacharbeit sollte die
    Provision auch ehrlich verdient sein.
    Bezüglich des Sparens auf der Basis von Investmentfonds habe ich mir ein Zitat vom BVI gut gemerkt: “Die Sicherheit einer kurzfristigen Garantie bedeutet langfristig die Sicherheit, ein angemessenes
    Versorgungsniveau zu verfehlen.”

  29. Lars Büchler, 11. Juli 2011 um 15:35 Uhr

    Kommentar gelöscht, bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien. Danke.

  30. Thomas80, 11. Juli 2011 um 20:31 Uhr

    @ Lach : Auch Riester wird nachgelagert besteuert !!!

    @ Schattling : ich möchte nur aufzeigen, dass der Artikel aus der Süddeutschen Zeitung keinesfalls aus der Luft gegriffen war.

    @ Janko Lach : mit dem Riester Banksparplan passiert dasselbe in der Verrentungsphase wie mit der Riester Versicherung ! Eine fondsbasierte Riesterversicherung kann sehr viel schlechter abschneiden als ein Riester Banksparplan. Es muss nur eine Krise geben und ein 6% Wertzuwachs p.a. ist Makulatur.

    Ja ich habe den Bauspar-Riester abgeschlossen; weil ich sowieso in naher Zukunft was bauen möchte.

    Wie wärs wenn Sie ihre Rechnung bezüglich der Kosten mal genauer erläutern würden ? gerne auch per E-Mail : thomas.winkler80@gmx.de

    @ Frank Schmidt :

    Ihre Rechnung hat einige unklare Punkte :

    eine (fondsbasierte) Riesterversicherung rentiert mit Sicherheit nicht durchscnittlich mit 6 % p.a.

    Wenns gut läuft vielleicht mit 5 %.

    Die Kosten sind deutlich höher als die angegeben 3,27 % der Gesamtsumme…ich bleibe dabei….es bewegt sich auf fast 8 %.

    Es gibt diverse Fondsverwalter, die Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen. Kauft man ETF Fonds verringern sich die Kosten auf unter 0,5 % p.a.

    Einen Fonds kann man wechseln und muss gegebenfalls die Abgeltungssteuer zahlen; eine Versicherung wird man bei vorzeitiger Kündigung nur mit hohen Verlusten (und Rückzahlung der Zulagen bei Riesterversicherungen ) los.

    @ Claudia Müller

    Ich werde auch weiterhin in meinem Bekanntenkreis die Verschleierungstaktiken der Versicherungsbranche anpragern und die Leute zu transparenten Produkten und Direktanlage in Aktien/Fonds ermuntern.
    Ich mache das unentgeltlich im Gegensatz zu Ihnen. Ihre sogenannte Beratung lassen Sie sich ja bekanntlich teuer bezahlen.

    Erwähnen Sie bei Ihren Kunden auch, dass die sogenannte RiesterRente Strategie No.1 beim Todesfall vor Ablauf die kompletten staatlichen Zulagen zurückgezahlt werden muss ?

    Keine Sorge: der Wohn-Riester ist das einzig “sichere ” Produkt in meiner Anlagephilosophie. Der Rest meines Kapitals (wie schon mal erwähnt…dieses Kapital hat den Gegenwert eines gut ausgestatten Porsche Panamera) ist in Aktien und ETF Fonds angelegt.

  31. Frederc Appel, 11. Juli 2011 um 21:10 Uhr

    Thomas 80

    Einer gegen alle?

    Spass beiseite: mit dem ursprünglichen Thema des Blogbeitrages haben Ihre Ausführungen nix mehr zu tun. Wie wär’s mit Rückkehr zum Thema? So machen Sie den Eindruck, dass Sie hier nur provozieren wollen.

  32. Thomas, 11. Juli 2011 um 23:11 Uhr

    Mein Beitrag hat schon was mit dem Thema zu tun. Im Artikel wird die Beratungsqualität angezweifelt bzw. die Provision wird in den Vordergrund gestellt.

    Dies versuche ich darzulegen, da Produkte mit wenig/keine Provision (z.B. Riester Banksparplan) doch auch unter DVAG Beratern nicht gerade üppig vermittelt wird.

    RiesterRente STRATEGIE No. 1 wird dagegen eifrig vermittelt, wie auch Claudia Müller bestätigt. Es steht ja ausser Frage, dass dieses Produkt sehr viel teurer ist als ein Riester Banksparplan.

    Die Frage ist auch, ob entkoppelte Produkte ratsamer wären als eine Kombi-Lösung wie RiesterRente STRATEGIE No. 1.

    Noch was : RiesterRente STRATEGIE No. 1 basiert ja auf Dachfonds. Solche Konstrukte schneiden in der Regel schlechter als der Leitindex ( DAX, Dow Jones…) ab und nach allen Kosten erzielen sie auch nicht viel mehr als ein niedrig verzinstes, aber sehr sicheres Bankkonto.

    Ich mache einen grossen Bogen um Dachfonds…

  33. Peter Schattling, 12. Juli 2011 um 08:15 Uhr

    Eigentlich wollte ich meine Zeit nicht mehr mit Thomas80 verschwenden.
    Aber sein Hinweis auf die komplette Rückzahlungspflicht der staatlichen Zulagen bei Tod vor Ablauf zwingt mich im Interesse aller zur Reaktion!
    1. Der kühle Finanzmathematiker macht “Wohnriester”.
    2. Auch “Wohnriester” ist “Riester”.
    3. Das Besondere bei “Wohnriester” ist, daß alle Steuerersparnis und alle staatlichen Zulagen sehr fest verbaut sind.
    4. Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie sich das Finanzamt und die Zulagenstelle einigen, wer welchen Teil des Hauses erhält…

  34. Claudia Müller, 12. Juli 2011 um 10:07 Uhr

    @ Thomas80

    Der Gegenwert eines Porsche 911 GT3 RS 4.0 wäre charmanter…;-)… haben Sie womöglich doch Defizite in Ihrer Vermögensaufbau-Strategie?

    Wenn Sie kein Feigling wären, und mein Angebot annehmen würden, wüssten Sie, was es mit Riester auf sich hat, und wie ich darüber informiere.

    Ich will Sie hier zwar nicht ausbilden, aber machen Sie sich doch erst einmal kundig, was man unter “förderunschädlicher Übertragung des Altersvorsorgevermögens” und förderunschädlicher Zahlung von Witwen- und Waisenrenten versteht, bevor Sie weiterhin Ihr Umfeld ins finanzielle Unglück plappern.

    Thomas80, es gibt ein altes Sprichwort – “Was nichts kostet, ist nichts wert” – und so verhält sich das mit Ihrem privaten Vermögens-Kreuzzug, den Sie in Ihrer masslosen Selbstüberschätzung in Ihrem Umfeld führen.

    Mittlerweile habe ich den Eindruck, Sie leiden unter einer Art Paranoia, oder gar Psychose, bezüglich Geld, Vermögen und der gesamten Finanzbranche. Das können Fachleute behandeln. Allerdings nicht die der DVAG und anderer Finanzdienstleister.

  35. Janko Lach, 12. Juli 2011 um 10:44 Uhr

    Lieber Thomas80,

    ich hoffe, Ihr Bekanntenkreis hört nicht auf Sie und lässt sich von Leuten beraten, welche die äußerst komplizierte Thematik gelernt oder vielleicht sogar studiert haben. Zum Thema Riester-Banksparplan: NEIN!!!!, mit einem Banksparer passiert nicht das Gleiche in der Verrentungsphase wie mit einer Rentenversicherung. Sonst wäre es eine Rentenversicherung. Vielleicht recherchieren Sie hierzu mal noch ein bischen (aber bitte nicht ausschließlich in einem Käseblatt names Finanztest, von wo Sie scheinbar ihr geballtes Wissen her haben). Vielleicht stolpern Sie bei Ihrer Recherche über Begriffe wie garantierter Rentenfaktor, statistische Lebenswerwatung oder auch Sterbetafeln. Sollten Sie damit nichts anfangen können, dürfen Sie sich gern an mich wenden.
    Sie sprechen von etwaigen Kurseinbrüchen bei Krisen, investieren aber selbst in solche. Wie scheinheilig. Scheinbar kennen Sie auch nicht die verschiedenen Wertsicherungskonzepte deutscher Versicherer, sonst würden Sie nicht solche Kommentare von sich geben.

    Aber schlußendlich finde ich auch gut, dass es Leute wie sie gibt, denn es muss auch Leute geben, die Lehrgeld bezahlen und Verlußte machen, damit Andere Gewinne machen können. 🙂

    Grüße aus der Pfalz

  36. Harri Schultze, 12. Juli 2011 um 12:00 Uhr

    Das artet ja hier zum “Know-how-battle” zwischen Thomas Winkler und dem Rest der Welt aus. Da wollte ich mich bis jetzt gar nicht daran beteiligen.

    Ich habe nur eine dringende Bitte, sehr geehrter Thomas Winkler,

    Selbst wenn Ihr Depotvermögen sich auf die 150.000 Euro eines gut ausgestatteten Porsche Pannamera beläuft und Sie anscheinen viel Zeit mit Finanz-Recherche und Bloggen verbringen können und Ihr Einkommen so hoch zu sein scheint, dass es in Ihren Argumentationen immer vom MaximalRiester auszugehen scheint. Bitte denken Sie daran, Ihre Situation ist nicht die Situation aller anderen und wahrscheinlich auch nicht die Situation all Ihrer Bekannten. Daher sind Pauschalaussagen sehr sehr sehr mit Vorsicht zu behandeln.

    Mir persönlich Fällt kein Finanzprodukt, ETF, Fonds o.ä. ein, dass eine Zuschuss von 1.048 Euro p.a. auf einen Eigenbeitrag von 60 Euro (Sockelbeitrag bei Kindererziehenden bis zum Jahr, in dem das jüngste Kind 3 wird (um das Detail direkt mitzuliefern)) toppen könnte. Das ist z.B. die Situation meiner eigenen 6köpfigen Familie in den vergangenen Jahren. Und da ich mit 4 Kindern zu den Rettern Deutschlands gehöre (was teuer ist), konnte ich leider auch noch keinen Pannamera ansparen.

    Wer also durch nicht bedarfsgerechte Pauschalargumentation, ob inhaltlich richtig oder falsch sei mal dahingestellt, den Menschen ausredet, weil es mit Aktien im eigenen Depot besser gehen könnte, der richtet echten realen Schaden an.
    Wer pauschal den Menschen einredet “Wohnriester” sei die beste Alternative, der richtet echten realen Schaden dann, wenn er die Situation und Planung des Haushaltes gar nicht kennt.
    Wer den Menschen pauschal einredet ein Banksparplan mit Riesterförderung würde die beste Alternative sein, der hat alle anderen Alternativen selbst mit konservativen Annahmen noch nicht gerechnet – aber auch für einen Banksparplanriester gibt es sinnvolle Anwendungsfälle.

    Ich bitte also in der Argumentation ein wenig mehr weg von der Produkt- und Kostenorientierung, hin zur Bedarfs- und Ergebnisorientierung zu kommen. Denn das ist ja schließlich auch die Arbeit eines Vermögensberaters – eben Allfinanz mit ausführlicher vorhergehender Anlayse der IST-Situation und der Wünsche und Ziele.

    Und noch kurz ein Wort zum Thema:

    Wer meint 37.000 Menschen, die Vermögensberater bei der DVAG sind, und zig tausende weitere Berater bei anderen Gesellschaften wären alle rein incentivegesteuert in ihrem Tun, Handeln und Beraten, der blickt doch sehr primitiv in die Welt und tut mir ehrlich gesagt wegen seiner Naivität und gleichzeitigen Furcht im Alltag sehr leid. Wie schwer muss der Alltag zu ertragen sein, wenn man niemandem mehr vertrauen will, der für seine gute Arbeit belohnt wird.

    Danke und Gruß vom Vermögensberater aus Willich
    Ihr
    Harri Schultze

  37. Thomas Lange, 12. Juli 2011 um 12:06 Uhr

    @Janko Lach

    In gewisser Weise muss ich Thomas80 zustimmen. Ich für meinen Teil verlasse mich auch auf mein “eigenes Näschen” und bin dabei bislang ganz gut gefahren. Vielleicht bin ich auch beratungsresistent. Auch ich hatte schon Beratungsgespräche mit einem Mitarbeiter der DVAG, mit welchen der Volksbank und diversen anderen Unternehmen. Überzeugen konnte mich keiner. Warum? Sie wollten alle nur “Mein Bestes” – mein Geld und sie alle waren der Meinung, dass bspw. meine derzeitigen Versicherungen für die Katz sind. Da wollte man mir Elementarschäden in der Hausrat mit andrehen, auch wenn ich im 4. Stock mitten in der Pampa lebe, eine Glasversicherung, auch wenn ich keinen Wintergarten etc. habe, Fahrradeinschluss, auch wenn ich kein Fahrrad habe und alles solche Späße.

    Das ist ja auch irgendwie verständlich, aber wenn man zum Teil den größten Mumpitz erzählt bekommt das bspw. bei einer Kapitallebensversicherung keine Gesundheitsfragen beantwortet werden müssen oder das eine Unfallversicherung mit Unfallkrankenhaustaggeld mehr Wert, als eine vernüngtige Grundsumme – alles schon gehört und mitbekommen. Letzttlich muss sich die Branche nicht wundern, dass sie teilsweise einen schlechten Ruf genießt. Das man meinen 85-jährigen Opa Aktienfonds andrehen wollte, mit seinem sauer ersparten Geld, weil ja Festgeld (was ja auch stimmt) momentan nichts bringt.

    Einen Riester-Banksparplan würde ich auch nicht machen, stattdessen habe ich mich für die Riester-Rente in Form eines Fondssparplans direkt beim DWS entschieden. Meine Hausrat, Haftpflicht, Auto und Unfallversicherung haben bislang immer gezahlt (die habe ich alle bei einem Unternehmen) und meine paar “Kröten” die am Monatsende übrig bleiben, gehen auf ein Tagesgeldkonto. BUZ kann ich mir wegen Vorerkrankungen ohnehin abschminken und so wie ich den Weg gehe, bin ich zufrieden. Ich bin ein Gegner von Geiz ist geil und ich könnte mich sicher auch günstiger versichern, möchte das aber bewusst nicht. Mein Vertreter meldet sich, wenn es neue AGBs gibt, ich bin seit 10 Jahren bei ein und dem gleichen Unternehmen und ansonsten lässt er mich in Ruhe.

  38. Tobias Bartelt, 12. Juli 2011 um 14:18 Uhr

    @ Thomas80 und Thomas Lange

    Dafür das sie mit dem “eigenen Näschen”, wie sie es nennen, recht gut fahren, dafür sind sie, meiner Meinung nach, zu bewundern, auch wenn ich persönlich andere Produkte gewählt hätte.

    Aber bitte, machen sie nicht den Fehler, von sich auf andere zu schließen. Es hat nunmal nicht jeder soviel Zeit und Lust sich so intensiv, wie sie es praktizieren, mit diesem Thema beschäftigen.

    Für diese Menschen ist es dann, in aller Regel, wesentlich angenehmer, jemanden zu haben, den sie fragen können, wenn etwas ist.

    MfG

    Tobias Bartelt

  39. Thomas Lange, 12. Juli 2011 um 15:57 Uhr

    @Tobias Bartelt

    Ich stehe auf dem Standpunkt, dass letztlich jeder selbst für sein (finanzielles) Schicksal verantwortlich ist. Persönlich habe ich einfach zu schlechte Erfahrungen mit der “Branche” als Kunde gemacht. Und fahre ich gegen die Wand ärgere ich mich zumindest nicht über meine Dummheit, auf andere gehört zu haben.

  40. Christian Loose, 12. Juli 2011 um 17:15 Uhr

    Na dann können wir ja endlich dieses Thema abschliessen… 🙂

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