Banken im Test

21. Juni 2011 | 686 mal gelesen

Erneut wurden Banken und Sparkassen getestet, dieses Mal vom Deutschen Institut für Service-Qualität (siehe DIE WELT vom 15. Juni 2011, Seite 17).

Einbezogen wurden 15 Institute, die jeweils zehn Mal getestet wurden.

Einige der Ergebnisse:

  • In 38 Prozent der Beratungen wurde nicht nach dem Familienstand gefragt.
  • In 55 Prozent wurde nicht nach Kindern gefragt.
  • Ein Drittel der Berater interessierte sich nicht für das Einkommen des Kunden.
  • Jedem fünften Tester waren die Bankberater zu belehrend.
  • Keine der getesteten Banken / Sparkassen erstellte nach jedem Gespräch ein Beratungsprotokoll.
  • Die übergebenen Protokolle wiesen zum Teil erhebliche Mängel auf.
  • Bei 3 der 15 Institute ist es immer noch gängige Praxis, das Beratungsprotokoll vom Kunden gegenzeichnen zu lassen, was das Gesetz nicht verlangt und die Position des Kunden im Rechtsstreit empfindlich schwächen kann.

Offensichtlich praktizieren längst nicht alle Banken und Sparkassen das, was für Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung Standard ist:

  1. Erstellung einer ausführlichen Analyse mit allen notwendigen Daten und den Zielen und Wünschen des Kunden.
  2. Darauf aufbauend Erstellung einer kundenindividuellen Vermögensplanung.
  3. Und erst danach Beschaffung der gemeinsam definierten Produkte.
  4. Natürlich immer mit Beratungsprotokoll, denn ohne dieses werden die Anträge gar nicht zur Policierung angenommen.

Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Tobias Kugler, 27. Juni 2011 um 17:34 Uhr

    Leider ist die Werbung und die Realität bei den Banken recht weit auseinander… wie sich aus dem Blogbeitrag ergibt. Ich denke viele Kunden schätzen unsere Dienstleistung wenn sie bekannt ist und möchten nicht mehr zur Bank und deren Arbeitsweise zurück.
    Ich freue mich jedesmal wenn Kunden mir Ihr Vertrauen aussprechen und mich weiterempfehlen!

    Viele Grüße aus dem sonnigen Bad Waldsee am Bodensee
    Tobias Kugler