Riester ohne Provision?

29. Mai 2011 | 1.250 mal gelesen

Wieder einmal ein interessanter Vorschlag der Verbraucherzentralen: Anstelle der Versicherer solle zukünftig der Staat als Anbieter der Riesterrente auftreten. So könne verhindert werden, dass für die aufwendige Beratung Provisionen bezahlt werden müssen.

Fehlt noch der Vorschlag, dass dann – anstelle gut ausgebildeter Berater – zum Beispiel Polizei und Bundesgrenzschutz nach Hause zu den Bürgern fahren, Bedarf wecken, Konsumverzicht motivieren und das komplizierte Produkt erklären. Denn all das ist Grundvoraussetzung dafür, dass die Bürger riestern.

Und dass sie dies tun sollten, dazu rät sogar die Verbraucherzentrale: “Die Riester-Rente ist existentiell notwendiger Ausgleich sinkender gesetzlicher Rentenansprüche” (siehe Financial Times vom 25. Mai 2011).


Kommentare für diesen Artikel (6)

  1. Ralf Gottfried, 29. Mai 2011 um 20:02 Uhr

    Ich wäre ja mal gespannt wenn die Polizei an der Tür klingelt und dann einen wegen der Riesterrente beraten will.:D

    Was sich die Verbraucherzentrale so einfällen lässt, hat vorne und hinten Lücken. Wie soll sowas finanziert werden? Ehrenamtliche Beamten vom Staat oder soll diese doch von den Steuern bezahlt werden (also doch wieder indirekt von jeden Bürger, auch die die keine Altersvorsorge machen). Wenn Fragen zur Altersvorsorge sind, wer soll diese beantworten. Soll sich dann der Bürger bei der Polizei im Ort melden?

    Liebe Verbraucherzentral, so gern wie sie die Bürger schützen wollen aber mit dem Vorschlag funktioniert das nicht. Soweit ich weiß nimmt die Verbraucherzentrale auch Geld für eine Beratung, soll diese dann auch wegfallen?

    Einen schönen Sonntag

  2. Klaus Nöhre, 30. Mai 2011 um 09:54 Uhr

    Tolle Idee Polizei und Bundesgrenzschutz über für den Staat die Berater und Betreuungsaufgaben. Vielleicht können sie auch die Zahnersatzbehandlungen übernehmen, dann sparen wir auch die hohen Zahnarztkosten. Es gibt schon noch einiges wo wir uns reich sparen können.

  3. Joachim Trapp, 30. Mai 2011 um 10:24 Uhr

    Da bekommt der Spruch:
    Kommen sie zu uns bevor wir zu ihnen kommen mal eine ganz neue Performance.

    Wer schützt eigentlich die Bürger vor den Verbraucherschützern, die nicht ausgebildet, ohne Qualifikationsnachweis und wie ein Elefant im Porzelanladen auftreten. Das SEK, GSG 9 oder die KSK ??? 😉

    Aber nun mal ernsthaft:

    Wenn man bedenkt das alleine die Zulagenstelle in 2010 erst viel Zulagen die schon vor Jahren beantragt wurden bearbeitet und überwiesen hat.
    Oder das die Zulagenstelle wenn man mal ganz spezielle Fragen hat die wirklich selten vorkommen dann entweder falsche Antworten geben oder sagen…..da müssen sie mal bei der Deutschen Rentenversicherung anrufen und die Deutsche Rentenversicherung sagt wenn man anruft…….da müssen sie mal bei der Zulagenstelle nachfragen…..

    ……wenn jemand der den ganzen Tag eigentlich nur mit einem einzigen Arbeitsvorgang betraut ist schon nicht mehr durchblickt und dann auch noch beispielsweise Riesterrentenberatung beim Bürger durchführen soll……na dann “Gute Nacht Marie”…….

    Viele Grüße
    Joachim Trapp

  4. Kel Seviere, 30. Mai 2011 um 14:10 Uhr

    Die Bundesfinanzagentur soll nicht “anstelle” der privaten Anbieter sondern “zusätzlich” zu den Privaten fungieren.

  5. Peter Pahlitzsch, 30. Mai 2011 um 17:00 Uhr

    Ja,ja die gute Verbraucherzentrale, die sollten doch ineressiert sein, dass den Bürgern keine Förderungen entgehen. Warum ist den eine Beratung bei der Verbraucherzentrale nicht kostenfrei ???
    Hier die aktuelle Kostenaufstellung der Verbraucherzentrale Chemnitz (von deren eig. Internetseite).

    Dienstleistung Preis
    VZS – Selbstinformationssystem kostenlos
    Kopie pro Seite 0,30 €
    Ernährungsberatung 2,50 €
    Beratung zu Gesundheitsdienstleistungen 5,00 €
    Verbraucherberatung bei einfacher Sachlage (ohne Rechtsberatung) 5,00 €. Schüler, Studenten, Auszubildende und Empfänger von Sozialleistungen zahlen 2,50 €.
    Energieberatung 5,00 €
    Beratung zur Heizkostenabrechnung 15,00 €
    Kfz-Versicherungsberatung pro Kfz (Festpreis pro Kfz) 16,00 €
    Versicherungsberatung 15,00 €
    Rechtsberatung 15,00 €
    Urheberrechtsberatung (Festpreis für max. 60 Min.) 50,00 €
    Mietrechtserstberatung (Festpreis für max. 15 Min.) 15,00 €
    Geld-, Kreditberatung 15,00 €
    Beratung zur privaten Altersvorsorge 15,00 €
    Baufinanzierungsberatung 40,00 €
    Rechnerische Überprüfung einer Vorfälligkeitsentschädigung (Festpreis) 60,00 €
    Anpassung variabler Hypothekenzinsen (Festpreis pro Kredit) 80,00 €
    Beratung zum Energieversorgerwechsel 15,00 €

    usw.

    übrigens für eine Beratung.

    Mit eine kostenfreien Bürgerberatung könnten die Verbraucherzentralen ja mal vorangehen.
    Seit Jahren frage ich mich besorgt, wie können die wenigen Mitarbeiter der Verbraucherzentralen in all den angebotenen Bereichen ( Elekto, Finanzen, Recht, Ernährung und viele mehr ) aussagefähig sein ??
    Haben die Mitarbeiter in all diesen Bereichen eine Qualifikation ???
    Da hab ich so meine Zweifel.

    Zudem könnten zukünftig ja auch die Anwälte, Ärzte usw. ihre Mandanten kostenfrei beraten.
    In welchem ” Paralleluniversum” leben die Herren der Verbraucherzentrale??????

    herzlichen Gruß
    Peter Pahlitzsch
    Vermögensberater DVAG

  6. Mario Herrmann, 1. Juni 2011 um 11:26 Uhr

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