Drum prüfe wer sich ewig bindet …

28. Mai 2011 | 1.057 mal gelesen

Ewig bindet sich ein Kunde beim Abschluss einer privaten Rentenversicherung nicht.

Aber 60 Jahre können es schon sein, wenn beispielsweise ein 20-Jähriger einen Vertrag mit lebenslanger Rente abschließt und seinerseits 80 Jahre alt wird. Dies bedeutet nämlich: 45 Jahre Beitragszahlung, 15 Jahre Rentenbezug.

In kaum einem anderen Lebensbereich gibt es derart lange Bindungen an ein Unternehmen. Und deshalb weist die aktuelle Ausgabe von FOCUS-Money vom 25. Mai 2011 ausführlich darauf hin, worauf es beim Abschluss privater Rentenversicherungen ganz besonders ankommt: Auf die langfristige Leistungsfähigkeit des Versicherers.

Und dafür steht in erster Linie die Finanzkraft des Versicherers, beispielsweise nachgewiesen über entsprechende Ratings.

Schön, dass unser Premiumpartner AachenMünchener Lebensversicherung hierbei ganz weit vorne steht: Mit der Bewertung AA und der Note 1,25 (Ratingagenturen Fitch sowie Standard & Poors).

Reichlich Anlass also für Kunden der DVAG Deutsche Vermögensberatung, zumindest mit Blick auf ihre private Rentenversicherung ohne Sorgen in die Zukunft blicken zu können.


Kommentare für diesen Artikel (12)

  1. Thomas, 28. Mai 2011 um 18:03 Uhr

    Im Beitrag gehts ja auch noch weiter….

    “Seine Erfahrung: Bezogen auf die geleisteten Beiträge erhalten Anleger je nach Versicherer nur eine reale Verzinsung von etwa 1,5 Prozent. Manchmal sogar noch weniger. Der Grund für den mauen Ertrag: „Die Beiträge der ersten zwei bis drei Jahre dienen in der Regel der Vergütung des Vermittlers bzw. der Begleichung von Abschluss- und Verwaltungskosten“, so Albers. Auf die ganze Laufzeit des Vertrags würden daher nur etwa 80 Prozent des Beitrags verzinslich angelegt.”

    Und das ist der Knackpunkt an diesen Rentenversicherungen. Die Kosten sind völlig intransparent und es wird leider mit vielen Annahmen geworben.

    Dann lieber einen transparenten und passiven Fond, der einen Index wie DAX, Dow Jones, abbildet. Die Börse wird es länger geben als jede Versicherung und die Kosten sind völlig transparent.

    Stirbt der Beitragszahler vor Rentenbezug, können seine Erben dennoch ans Geld während die private Rentenversicherung die monatliche Rente einstellt und sich über einen schönen Gewinn freut.

  2. Ralf Gottfried, 29. Mai 2011 um 19:51 Uhr

    Sehr geehrter Herr Thomas,

    ihre Aussage kann ich nicht ganz nachvollziehen, da Sie in Ihren Angabe weder bei die Riesterrente die Zulagen noch bei der Basisrente die steuerlichen Vorteile erwähnen.

    Ich verstehe auch nicht ganz wieso immer wieder versucht wird einem Berater oder Versicherungsvertreter seinen Verdienst so in schwarze Licht gerückt wird, zumal da eine Beratung (gehen wir mal von einer ehrlichen aus) geleistet wird. Es beschwert sich nie einer, dass ein Auto auch immer ein satter Gewinn für den Verkäufer ist oder der Kneipe-Besitzer der ein 0,5 Liter Bier mit satten Gewinn verkauft. Jeder hat seinen Verdienst mit der Arbeit die er macht.

  3. Ralf Meinecke, 30. Mai 2011 um 09:45 Uhr

    Also ich weiß nicht, ich hab hier nen Vertrag von der AachenMünchener vorliegen, der bei einer Laufzeit von 30 Jahre nach Abzug aller Kosten eine jährliche Rendite von 4,4% für den Kunden gebracht hat. Und das trotz Todesfallschutz aus der “schlechten” Kapitallebensversicherung. Sooo schlecht finde ich das eigentlich nicht.

    Und als (einzige oder schwerpunktmäßige) Altersvorge einen passiven Indexfonds? Ich bitte Sie… Was hätten Sie denn einem Kunden im Spätjahr 2008 geraten, wenn der in Rente gehen wollte? “Tut mir leid, lieber Kunde, ist grad bissl anders gekommen als noch im Sommer geplant. Ihre Altersvorsorge hat sich grad um 35% reduziert? Wann das wieder bei der alten Summe ist, oder ob das ghar noch weniger wird, das weiß ich leider auch nicht. Arbeiten Sie einfach noch bissl weiter, ich melde mich bei Ihnen, wenn es soweit ist…”?

    Ich weiß nicht, die meisten Rentner, die ich kenne, die wollten sowas eher nicht von mir hören. Aber da das ja passive Fonds sind, die noch ohne Beratung verkauft werden, muss ja auch keiner dem Kunden sowas sagen. Ist er halt selber Schuld, wenn ihm das passiert. Oder wie?

    Jeder darf natürlich die Produkte für sich aussuchen, die er mag. Ein vernünftiger Mix hat schließlich noch keinem geschadet. Aber wer alles auf ein Pferd setzt, darf sich nachher nicht beschweren, wenn das kur vor dem Ziel schlapp machen sollte…

    Sonnige Grüße aus Weingarten,
    Ralf Meinecke

  4. Thomas Lange, 30. Mai 2011 um 09:57 Uhr

    Ich habe Ende 2009 eine DB-Förder-Rente-Premium bei der Deutschen Bank abgeschlossen, welche über die Zurich läuft. Bewusst habe ich mich für dieses Produkt entschieden.

    Anhand der monatlichen Prämie war in diesem Angebot ersichtlich, wie hoch die Provision des Mitarbeiters war, welche von den Prämien in den ersten 5 Jahren abgezogen wird. 50 EUR monatlich bei einer Restlaufzeit von 33 Jahren und 4 % – sicher kann sich jeder ausrechnen, dass das Sümmchen nicht gering war – für 30 Minuten Beratung.

    Seit dem habe ich von dem Mitarbeiter nichts mehr gehört. Keine Nachfrage, ob sich an meinem Einkommen oder der familären Situation etwas geändert hat. Zum Glück habe ich mir selbst einiges angelesen und kann mir ausrechnen, was ich zahlen muss, um die voll Förderung zu bekommen.

    Vor ca. 4 Wochen meldete er sich nach knapp 1,5 Jahren, aber nicht um zu fragen ob sich was geändert hat, sondern um mich zu fragen, ob ich mir schon Gedanken gemacht habe, mir eine zweite Altersvorsorge (Rentenversicherung) abzuschließen.

    In gewisser Weise finde ich sowas schon frech. Betreuung sieht für mich anders aus. Von daher kann ich die oben genannte Sichweise schon verstehen.

  5. Cüneyt Erdin, 30. Mai 2011 um 10:24 Uhr

    Sehr geehrter Herr Thomas,

    auch ich kann Ihre Aussage nicht ganz nachvollziehen.

    Die Kosten einer Rentenversicherung sind nicht völlig instransparent, da sie mittlerweile ausgewiesen werden müssen (gesetzlich geregelt). Daher also für jeden nachlesbar. Sicherlich ist das keine “leichte Lektüre”, jedoch nachlesbar. Ähnlich verhält es sich bei ihrem passiven Fonds. Daher sehe ich hier keinen negativen Aspekt der privaten Rentenversicherung, eher positive Aspekte, wie z. B. Garantieverzinsung, garantierte Laufzeiten der Rente usw..

    Weiterhin gehe ich davon aus, dass Sie sich bei Ihrer Aussage zum Guthaben vor dem Rentenbezug verschrieben haben, da diese Aussage völlig falsch ist. Oder Sie haben da etwas durcheinandergebracht, was sicherlich mal im Eifer des Gefechts passieren kann.

    Daher bin ich mal so frei und korrigiere mal:

    Bei Rentenbezug aus einer privaten Rentenversicherung gibt es eine Rentengarantiezeit. Verstirbt die Person, so geht entweder die Rente für die Rentengarantiezeit, oder das Restguthaben an die Hinterbliebenen.

    Vor Rentenbezug aus einer privaten Rentenversicherung wird bei Tod das Guthaben an die Hinterbliebenen ausgezahlt.

    Und überhaupt:
    Falls Geld beim Versicherer verbleibt, freut sich vor allem die Versichertengemeinschaft dieses Anbieters, da das Geld solidarisch im Topf verbleibt!

  6. Tobias Bartelt, 30. Mai 2011 um 10:40 Uhr

    Da kann ich Ralf Gottfried nur zustimmen.

    Abgesehen davon müssen bei Fonds auch Ausgabeaufschläge bezahlt werden und Depotgebühren fallen auch noch an.

    Sicherlich sind diese nicht so hoch wie bei einer privaten Leben- / Rentensversicherung aber dafür hat man auch keine Sicherheiten.

    MfG

    Tobias Bartelt

  7. Frank Schmidt, 30. Mai 2011 um 14:17 Uhr

    Hallo

    Hier irren Viele. Die Kosten eines Investmentfonds incl. der Fonds-und Beratervergütung, wenn es denn eine Beratervergütung gibt, sind meist höher, als bei einer guten Fondspolice (FLV).

    Bei der FLV zahlt man max. 5% auf die voraussichtlich zu leistenden Beiträge. Die Fonds werden dann ausgabeaufschlagfrei gekauft. Beim Fonds zahlt der Kunde monatlich bis 5% der Anlagesumme. In der Summe ist das deutlich mehr, weil ja die Kurse (hoffentlich) steigen.

    Der Ausgabeaufschlag ist auch nicht der treibende Kostenfaktor. Viel mehr zu Buche schlagen die jährlichen Kosten. Und die sind bei Fonds wesentlich transparenter. Es läßt sich auch das Pferd leichter wechseln, wenn es schwächelt.
    Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab. (Indianersprichwort).

    Idealerweise sollten gerade jüngere Personen zum Kapital ansparen lieber Fonds nehmen, als sich sofort 40 Jahre an eine Versicherung zu binden. Im Vordergrund steht hier meines Erachtens die möglichst schnelle Kapitalbildung.

    Versicherungen können auch verschwinden, ohne dass sie schwächeln. Fiel die Volksfürsorge nicht der Unternehmenspolitik zum Opfer?

    MfG
    Frank Schmidt

  8. Thomas, 31. Mai 2011 um 08:25 Uhr

    @ Ralf Gottfried

    Wenn die Kosten den Großteil der Zulagen/Steuervergünstigung auffressen, dann stimmt was nicht !!

    Ich beschwere mich auch nicht um die Provision…ich beschwere mich über die mangelnde Transparenz bei der Provision.

    Fälle wie von Thomas Lange sind mir auch bekannt und diese Fälle kann ich nicht gutheissen !!

    Es ist nun mal Fakt, dass vor allem eine fondsgebundene Riesterrente schweineteuer ist und genau diese verkaufen Berater doch besonders gerne ! Von wegen…es geht nur um das Wohl des Kunden….

    @ Meinecke : Sie meinen wohl eine Kapitallebensversicherung, die einen garantierte Zins von 7 % gebracht hat ? Hallo aufwachen…wir haben das Jahr 2011 mit Magerzinsen und nicht 1980 oder so. Heute gibts auf keinen Fall eine Kapitallebensversicherung mit 4,4 % Rendite nach allen Kosten.

    Bei einer Lebensversicherung kommen Sie auch nicht sofort an das Geld und bei einer Retenversicherung ebenfalls nicht !! Ausserdem, hat sich der DAX inzwischen erholt.

    @ Cüneyt Erdin

    Die Versicherung läßt sich den Hinterbliebenenschutz, also das Auszahlen der Rentenversicherung an die Hinterbliebenen teuer bezahlen ! Ein passiver Fonds kann ohne weiteres übertragen werden; es reicht ein Testament.

  9. Cüneyt Erdin, 31. Mai 2011 um 09:03 Uhr

    Lieber Herr Thomas,

    Lassen Sie uns doch bitte beim Thema bleiben, welches Sie selber angesprochen haben: Private Rentenversicherung, so habe ich das verstanden. Nicht Riester, wobei Riester nachweislich lohnt! Sowohl von der Rendite her, als auch von weiterem Nutzen, wie z. B. Zugriffssicherheit.

    Die genannten 4,4% Rendite stimmen nachweislich! Das haben unanbhängige Tester, wie Finanztest usw. sicherlich schon einmal bestätigt. Also bitte schlagen Sie das nach. Oder hat jemand einen link parat für Herrn Thomas?

    Es gibt zwar auch Möglichkeiten, um bei einer Lebensversicherung an Teile seines Geldes zu kommen, jedoch stellt sich doch dann die Frage, mit welchem Hintergrund man spart. Entweder ist das nun für die Altersvorsorge oder nicht. Wenn man z. B. aus einer Notlage heraus da dran muß, dann sicherlich nur für einen kleinen Teil und das geht auch bei einer Lebensversicherung.
    Aber seien wir doch mal ehrlich: Im Grunde genommen ist das für die Altersvorsorge, daher sollte sich jeder ein Konzept aufbauen, mit dem er so fährt, daß er eben NICHT an das Guthaben aus der LV dran muß, sondern immer genügend Rücklagen vorhanden sind. Und eben an dieser Stelle ist ein professioneller Vermögensberater mit seiner Konzepterstellung für den Kunden optimal! Besser geht es nicht ! ! !
    Nochmal: natürlich gibt es Notfälle, aber in Notfällen reicht ein kleiner Teil, und den kann man bei priv. RV oder LV bekommen. Also: geht doch!
    Ähnlich oder genau so müsste Ihr Konzept mit dem Fonds aussehen, wenn er für die Altersvorsorge gedacht ist. Also warum das Argument mit dem “ans Geld drankommen”?

    Natürlich kostet Hinterbliebenenschutz Geld, jedoch ist dieser bereits in den 4,4% eingerechnet und wird nicht gesondert im Fall der Fälle berechnet. Ist alles schon bezahlt. Bereits bei Vertragsabschluß wird die Rentengarantiezeit genannt! Und die wird eingehalten. Wenn der Fonds dagegen gerade einen “Hänger” hat, weil die Wirtschaft nicht läuft oder ähnliches (siehe die letzten Jahre), dann ist eben weniger drin und entsprechend werden die Anteile “billig” verkauft, um daraus z. B. eine monatliche Rente zu erhalten. Also sinkt das Guthaben schneller als vorher angenommen, da ja mehr Anteile verkauft werden müssen, um die geplante Rente zu halten. Naja…aber das wissen Sie ja sicherlich. 🙂

  10. Ralf Meinecke, 31. Mai 2011 um 10:09 Uhr

    @Thomas: Ablaufleistung AM, Stand 2011. Tatsächlich abgelaufener realer Vertrag. Nix Theorie oder sowas.

    Wenn ich mit damit ANFANGE, in einer Hochzinsphase zu sparen, was glauben Sie, wie wird das die Rendite auf die gesamte Laufzeit hochpushen?

    Und die Versicherung ist eben gerade in in einer Zeit mit niedrigen Zinsen abgelaufen. Sprich: als viel Kapital angespart war, da konnte die Versicherung aufgrund der Zinssituation natürlich keine 7% erwirtschaften. Und trotzdem lag die reale Verzinsung nach Kosten bei 4,4%.

    Wenn ich jetzt in einer Niedrigzinsphase beginne stört mich das auf Dauer wirklich? Weil der Garantiezins niedrig ist? Ich weiß nicht. Meines Wissens erwirtschadftet die AM dauerhaft mehr als den Garantiezins. Oder haben Sie andere Informationen?

    Speziell für Sie und Ihren 7%-Traum übrigens hier noch einen link über die Entwicklung der Garantiezinsen (nicht der tatsächlichen Ablaufleistungen): http://wers-wissen-will.de/garantiezins-kapital-lebensversicherung.html

    Soviel zum Thema wer hier wach ist 😉

    Ralf Meinecke

  11. Tobias Bartelt, 31. Mai 2011 um 15:45 Uhr

    @ Alle

    Wenn ich mal so geradeaus fragen darf: Können/Wollen wir diese Diskussion(en) nicht beenden?

    Ich meine, Thomas kann uns nicht von seiner Strategie überzeugen und wir können ihn nicht von unserer überzeugen, oder irre ich mich?

    Und es macht auch keinen Sinn auf den Nachteilen der jeweils anderen Strategie quasi rumzureiten. Das wirkt in meinen Augen ainfach nur unseriös.

    Schließlich ist die Strategie die beste, die funktioniert und das ist bei jedem eine andere.

    MfG

    Tobias Bartelt

  12. Thomas, 31. Mai 2011 um 22:06 Uhr

    gut….ich schreibe nichts mehr dazu…..jedoch möchte ich meinen Vorwurf bezüglich der mangelnden Transparenz in der Versicherungswirtschaft belegen.

    Am Beispiel der Riester-Rentenversicherung, bei der der Gesetzgeber extra auf Transparenz hingewirkt hat.
    Die Praxis zeigt jedoch, wie kreativ oder gar dreist Versicherungen die Kosten verschleiern.

    http://oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=97888;bernr=21;seite=00;co=