Neues zu Unisex-Tarifen

22. Mai 2011 | 1.052 mal gelesen

Das Thema Unisex-Tarife ist zwischenzeitlich weitestgehend zu Ende diskutiert. Am wichtigsten: Frauen leben länger als Männer, und deshalb werden geschlechtsunabhängige Prämien erhebliche Verwerfungen auslösen.

Auf amüsante Ideen kommt man in diesem Kontext, wenn man die Tageszeitung DIE WELT vom 10. Mai 2011 gelesen hat. Dort wird untersucht, was sonst noch so maßgeblich ist für die Lebenserwartung von Männern und Frauen:

  • Sind Männer sieben bis neun Jahre älter als ihre Partnerin, ist ihr Sterberisiko um elf Prozent geringer als bei Männern mit gleichaltriger Frau.
  • Für Männer sinkt die Lebenserwartung um vier Jahre, wenn sie geschieden leben.
  • Kinder, deren Eltern sich scheiden lassen, leben im Durchschnitt rund fünf Jahre kürzer.
  • Die Lebenserwartung von Frauen ohne Kind ist um 1,2 Jahre niedriger.

So nur einige der statistisch nachgewiesenen Einflussfaktoren auf die Lebenserwartung.

Bleibt abzuwarten, wann die Erfinder der Unisex-Tarife auch für diese Phänomene mit entsprechenden Tarifvorschlägen antreten. In diesem Falle mit entsprechender Prämiendifferenzierung. Denn warum soll der geschiedene Mann mit kürzerer Lebenserwartung die Rentenversicherung des verheirateten subventionieren? 🙂


Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Maik, 22. Mai 2011 um 17:50 Uhr

    Da werden “die” in Brüssel bestimmt eine Lösung finden. 😉