Beraterimage

24. April 2011 | 873 mal gelesen

Interessant sind die Ergebnisse einer Umfrage des “Reader´s Digest”-Magazins zum Image von Beratern in der Finanzbranche (s. Handelblatt vom 12. April 2011, Seite 32).

Gefragt wurde: Wie viel Prozent der Europäer haben hohes Vertrauen in ihren Finanzberater?

Spitzenreiter sind die Berater in den osteuropäischen Ländern, aber z.B. auch in Schweden bewerten 47 Prozent ihren Berater sehr gut.

In Deutschland sind es nur 14 Prozent, einer der niedrigsten Werte im Quervergleich.

Woran liegt das?

Zunächst sollte differenziert werden zwischen Fern- und Nahbild. Im Nahbild beurteilen auch in Deutschland die meisten Menschen ihren persönlichen Berater sehr positiv, während das Image insgesamt negativ ist.

Dieses hat in den letzten Jahren besonders gelitten, was seine Hauptursache in Falschberatungen hat, indem tausenden von Kunden Lehman-Zertifikate mit Totalverlust oder geschlossene Fonds mit hohen Wertverlusten verkauft wurden, oftmals auch als Altersvorsorge.

Eine Rolle spielen aber auch überhöhte Provisionen wie jüngst in der privaten Krankenversicherung. Ein Thema, das dann über die Medien zu den Bürgern gelangt und dort den gesamten Berufsstand in Verruf bringt, obwohl nur einige wenige dafür verantwortlich sind.

Und letztendlich ist vielen Bürgern vielleicht nicht in Gänze bewusst, was ein gut ausgebildeter und professioneller Berater tatsächlich leistet und welchen Aufwand dieser betreiben muss, um Kunden immer gut und umfassend zu beraten.

Ebenso ist den meisten nicht bekannt, wie wichtig der Beitrag qualifizierter Berater für die gesamte Volkswirtschaft ist – bei der Absicherung von Risiken, beim Vermögensaufbau und für die Vermeidung von flächendeckender Altersarmut durch kompetente Beratung zur Altersvorsorge.

Bleibt: Wer als Berater tagtäglich sein Fachwissen auf dem Laufenden hält, in der Beratung die Interessen des Kunden konsequent berücksichtigt und für den Kunden auch dann da ist, wenn es um Service geht, wird vom allgemeinen Negativimage vermutlich nur ganz am Rande betroffen sein.


Schlagwörter: ,

Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Wolfgang Reinhardt, 24. April 2011 um 22:31 Uhr

    Wo wir gerade über den volkswirtschaftlichen Beitrag der Vermögensberater reden: Im Rahmen einer Kooperation mit Experten für Solartechnik beraten wir Hausbesitzer in unserer Region über die Möglichkeiten einer Investition in z.B. Photovoltaikanlagen. In den Beratungsgesprächen geht es zunächst um die steuerlichen Vorteile, die Finanzierungswege und die Refinanzierung der Anlage. An dieser Stelle wird immer wieder klar wieviele Vorurteile und Missverständnisse bei den Kunden vorherrschen, was auch hier leider zur Passivität führt. Somit sind wir es, die den Stein überhaupt anstoßen, indem wir diese Missverständnisse ausräumen, bevor die Anlage dann von den Spezialisten geplant und gebaut wird. In speziellen Workshops laden wir im weiteren Verlauf unsere Kunden zum Erfahrungsaustausch mit anderen Kunden ein. Steuerberater und Energiesparexperten stehen vor Ort mit Rat und Tat zur Seite. Zusammen mit unseren Bankpartnern sorgen wir dann für die finanzielle Machbarkeit, denn mit Barzahlern haben wir es in der Regel nicht zu tun.

    Dies ist sogar weit mehr als ein volkswirtschaftlicher Beitrag, denn hier geht es um Klimaschutz, zu dem wir einen nicht unerheblichen Beitrag leisten. Gerade in diesen Zeiten ist dies ein hochaktuelles Thema, und wieder einmal bringen wir die staatlichen Subventionen direkt frei Haus zum Kunden.

    Schöne Rest-Ostern

    Aus Berlin. Für Berlin.

    Wolfgang Reinhardt
    Repräsentanz für Deutsche Vermögensberatung
    Simplonstr. 6
    10245 Berlin
    Tel 030/24357390